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Wende im Djokovic-Krimi! Australien erklärt Visum für ungültig - Tennis-Star „müsse inhaftiert werden“

Der Tennis-Krimi um Novak Djokovic geht in die nächste Runde. Der Einwanderungsminister hat das Visum für ungültig erklärt. Alle Infos in unserem News-Ticker.

  • Am Montag (17. Januar) beginnen die Australian Open in Melbourne.
  • Der Einreise-Ärger um Tennis-Superstar Novak Djokovic scheint nun geklärt (siehe Update vom 14. Januar, 8.05 Uhr).
  • Seine Anwälte wehren sich aber wohl gegen das Urteil (siehe Update vom 14. Januar, 9.32 Uhr).
  • Dieser News-Ticker ist beendet. Neue Informationen gibt es in unserem aktuellen Ticker.

Update vom 14. Januar, 9.32 Uhr: Novak Djokovic wehrt sich gegen die Entscheidung der australischen Regierung, sein Visum zu annullieren. Seine Anwälte arbeiten bereits an einer Einstweilige Verfügung, wie die Tageszeitung The Age berichtet. Aus diesem Grund ist es aktuell wohl unwahrscheinlich, dass der Tennis-Star sofort das Land verlassen muss, und im schlimmsten Fall mit einem dreijährigen Einreiseverbot belegt wird. Selbst eine Teilnahme am Turnier ist aktuell noch möglich - es kommt darauf an, wie schnell der Fall verhandelt wird. In einem möglichen Eilverfahren bis Sonntag könnte das Urteil bestätigt werden. Sollte später verhandelt werden, ist auch denkbar, dass die Turnier-Veranstalter Djokovic ausschließen, um Termin-Chaos zu vermeiden.

Der Serbe müsse nach der Annullierung des Visums durch Einwanderungsminister Alex Hawke „sofort wieder inhaftiert werden“, erklärte frühere stellvertretende Sekretär der Einwanderungsbehörde, Abul Rizvi The Age. Rizvi weiter: „Er kann aber mit einem Überbrückungsvisum wieder aus der Haft entlassen werden. Rechtlich gesehen muss er zum Zeitpunkt der Stornierung des Visums aber erstmal in Untersuchungshaft genommen werden.“

Australien erklärt Visum von Novak Djokovic für ungültig

Update vom 14. Januar, 8.05 Uhr: Nun also doch. Die australische Regierung hat erneut das Einreise-Visum für den serbischen Tennis-Star Novak Djokovic annulliert. Der australische Einwanderungsminister Alex Hawke hat das Visum des serbischen Tennisprofis in einer persönlichen Entscheidung für ungültig erklärt. Dies sei gut begründet und „im öffentlichen Interesse“, teilte der Minister am Freitag mit. 

Bereits bei der Ankunft in der vergangenen Woche hatten die Behörden Djokovic die Einreise verweigert und die vorgelegten Dokumente für seine medizinische Ausnahmegenehmigung als unzureichend eingestuft. Weil ihm dabei aber nicht genug Zeit zum Reagieren zugestanden wurde, kippte ein Richter das Einreiseverbot im Laufe einer Gerichtsverhandlung am Montag. Djokovic trainierte seither ganz normal und bereitete sich auf die Australian Open vor. 

Der Weltranglistenerste kann die Entscheidung vor Gericht anfechten und weitere Rechtsmittel einlegen. Eine Teilnahme des von Djokovic an den bereits am Montag beginnenden Australian Open ist damit zwar noch nicht ausgeschlossen, aber unwahrscheinlich geworden.

Djokovic-Drama: Deutscher Tennis-Star äußert sich

Update vom 14. Januar, 7.10 Uhr: Deutschlands beste Tennisspielerin Angelique Kerber hat sich vorsichtig zum Einreise-Drama um Novak Djokovic geäußert. „Regeln sind Regeln, die für alle gelten, egal ob man Nummer eins ist oder Qualifikant“, sagte die 33 Jahre alte Kielerin am Freitag in Melbourne. Sie äußerte Verständnis für Australier, die sich eine Abreise von Djokovic wünschen: „Ich verstehe die Menschen hier definitiv. Sie haben wirklich über die letzten zwei Jahre eine toughe Zeit hinter sich.“

Die Australian Open starten am Montag. Noch immer ist unklar, ob Einwanderungsminister Alex Hawke von seinem Recht Gebrauch macht, das Visum von Djokovic ungültig zu machen. „Ich bin selber gespannt, was am Ende daraus wird“, sagte Kerber. „Wer verfolgt das nicht? Ich glaube, die ganze Welt verfolgt das momentan. Ich hoffe auch, dass es bald wieder schöne und positive Nachrichten über den Sport gibt“, so die 33-Jährige.

Novak Djokovic zeigte sich beim Training vor den Australian Open gut gelaunt.

Novak Djokovic: Status vor Australian Open weiter nicht geklärt

Erstmeldung: Melbourne/München - Noch nie gab es im Vorfeld der Australian Open so weitreichende Diskussionen wie in diesem Jahr. Der Weltranglistenerste Novak Djokovic steht wegen seiner Einreise und seines ungeklärten Impfstatus weiter heftig in der Kritik, während die australische Regierung scheinbar alles Mögliche versucht, um die Teilnahme des Serben noch irgendwie zu verhindern.

Nachdem am Donnerstag (13. Januar) die Auslosung mit Djokovic auf der Setzliste durchgeführt wurde, scheint der 34-Jährige einer Teilnahme am ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres immer näher zu kommen. Allerdings ist sein aktueller Status noch nicht offiziell geklärt, mehreren Medienberichten zufolge könne das Visum des Serben immer noch für ungültig erklärt werden.

Djokovic-Drama: Australiens Regierung fürchtet „gefährlichen Präzedenzfall“

Der australische Einwanderungsminister Alex Hawke traf bislang keine endgültige Entscheidung, allerdings befürchtet die Regierung, man würde einen „gefährlichen Präzedenzfall“ kreieren, falls Djokovic im Land bleiben dürfe. Zur Wahrung nationaler Interesse sei man daher offenbar bereit und darauf vorbereitet, den Tennis-Star abzuschieben, hieß es in einem Bericht der Herald Sun am Mittwochabend (12. Januar).

Die Nachrichten scheinen auch Djokovic langsam aus der Ruhe zu bringen. Der Serbe brach gestern eine zweistündige Trainingssession vorzeitig ab, vermutlich weil ihm die aktuellsten Entwicklungen mitgeteilt wurden. Seine Anwälte bereiten derweil einen möglichen Einspruch gegen die Entscheidung Hawkes vor.

Rubriklistenbild: © James Ross/dpa

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