Der Interimscoach will am Montag die Trendwende einleiten

Türkgücü-Interim Alper Kayabunar: „Es gibt immer Spieler, die froh sind, wenn der Trainer weg ist“

Wurde nach der Niederlage in Braunschweig bei Türkgücü München entlassen: Peter Hyballa.
+
Wurde nach der Niederlage in Braunschweig bei Türkgücü München entlassen: Peter Hyballa.

Türkgücü Münchens Interimstrainer Alper Kayabunar äußerte sich in der PK vor dem Zwickau-Spiel (im Live-Ticker auf FuPa am 29.11. / 19 Uhr) über seine Ambitionen, seinen Vorgänger und den kommenden Gegner.

München - Nach dem Rauswurf von Trainer Peter Hyballa steht nun am Montagabend das erste Spiel für Türkgücü München unter dem Interimstrainer Alper Kayabunar an. Der 35-Jährige war in den letzten Jahren als Co-Trainer für den Drittligisten tätig. Vor seiner ersten Partie als Chefcoach der Mannschaft stand der gebürtige Münchner in der Spieltags-Pressekonferenz den Fragen der Presse Rede und Antwort.

Über den Gegner aus Sachsen verlor Kayabunar ausschließlich Positives: „Zwickau kommt natürlich mit einer breiten Brust. Sie sind seit acht Spielen ungeschlagen. Sie spielen ein bisschen den typischen Drittliga-Fußball - mit vielen langen Bällen. Aber sie können auch gut kicken.“ Personell werden dem Interimscoach die beiden „Langzeitverletzten“ Furkan Zorba (Sehnenriss) und Yomi Scintu (Meniskusriss) fehlen, zudem hat „Luis Jacobi Rückenprobleme und Mergim Mavraj muskuläre Probleme.“ Ob die beiden Spieler am Montag mit von der Partie sein werden, ist laut Kayabunar noch unklar: „Ansonsten haben wir den ganzen Kader zur Verfügung.“

Auf seine aktuelle Rolle im Verein angesprochen, zeigte sich der langjährige Türkgücü-Mitarbeiter gelassen: „Ich fühle mich pudelwohl hier, ich bin seit zehn Jahren im Verein. Für mich ist das jetzt auch keine neue Situation. Außerdem sind im Trainerteam noch Nico (Masetzky), Jule (Balsmeier) und Michi (Hofmann) dabei.“ Auf die Frage, ob er sich seinen Interimstrainer-Job auch fest vorstellen kann, antwortet Kayabunar ambitioniert: „In ferner Zukunft vielleicht, es macht schon Spaß.“ Der Fokus liegt bei ihm aber „aktuell nur auf dem Zwickau-Spiel“, zudem ist der vorübergehende Spielleiter „komplett mit der Situation als Co-Trainer zufrieden“.

Über seine Zeit mit Peter Hyballa verlor Kayabunar nur gute Worte: „Ich war bei jedem Gegner traurig, der gehen musste. Es ist nie schön. Aber so ist das Geschäft. Ich habe mit Peter sehr gerne zusammengearbeitet, es hat mir riesen Spaß gemacht.“ Trotzdem haben aber nicht alle Spieler von Türkgücü die Arbeit mit Peter Hyballa genauso empfunden wie Kayabunar selbst: „Es gibt immer Spieler, die froh sind, wenn der Trainer weg ist. Das sind meistens die, die nicht so oft gespielt haben. Dann gibt es Spieler, die eher nicht froh darüber sind.“

Fernab der Trainer-Diskussion(-en) hatte Alper Kayabunar einen guten Start als Interimstrainer: „Das Training war sehr angenehm, die Stimmung ist sehr, sehr gut. Wir hatten eine gute Trainingswoche. Die Woche war mit sehr viel Stress verbunden, aber trotzdem ist es natürlich für mich auch schöner Stress.“ Ob des Spiels am Montagabend zeigt er sich sehr optimistisch: „Wir haben uns natürlich einen Matchplan überlegt. Fakt ist natürlich, dass wir in den letzten Spielen im Schnitt - sage ich jetzt mal - immer zwei Tore kassiert haben. Das sind wir auch ein bisschen angegangen.“ Einen zusätzlichen Anreiz gibt es auch: Mit einem Sieg am Montag gegen Zwickau würde Türkgücü nicht nur seine Ungeschlagen-Serie beenden, sondern auch seinen Interimstrainer Alper Kayabunar reich beschenken. Denn dieser feiert am Montag seinen 36. Geburtstag. (Paul Ruser) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Die Pressekonferenz auf YouTube:

Auch interessant:

Kommentare