1. meine-anzeigenzeitung
  2. Sport
  3. Mehr Sport

Medizinstudentin sieht Fleck im Nacken von Eishockey-Zeugwart - und rettet ihm damit das Leben

Erstellt:

Von: Marius Epp

Kommentare

Brian Hamilton herzt seine Retterin Nadia Popovici.
Brian Hamilton herzt seine Retterin Nadia Popovici. © AFP

Eishockey-Zeugwart Brian Hamilton verdankt der Medizinstudentin Nadia Popovici wahrscheinlich sein Leben. Sie entdeckte einen verdächtigen Fleck in seinem Nacken.

Seattle - Das Spiel läuft, alle Fans im Stadion verfolgen das NHL-Spiel der Seattle Kraken gegen die Vancouver Canucks. Alle bis auf eine. Nadia Popovici sitzt direkt hinter der Plexiglasscheibe in der ersten Reihe und sieht einen dunklen Fleck im Nacken des Vancouver-Zeugwarts Brian Hamilton.

Sie versucht ihn darauf aufmerksam zu machen, der Funktionär kann sie allerdings nicht hören. Also greift die 22-jährige Medizinstudentin zum Smartphone, tippt eine Nachricht ein und zeigt sie Hamilton: „Der Leberfleck auf ihrem Nacken ist womöglich Krebs. Bitte gehen Sie zu einem Arzt.“ Hamilton tat wie empfohlen, der Fleck erwies sich als „malignes Melanom“, auch schwarzer Hautkrebs genannt. Die Ärzte entfernten den bösartigen Tumor, den Hamilton selbst nicht bemerkt hatte.

USA: Medizinstudentin weist Eishockey-Funktionär auf Fleck hin

Er war so erleichtert, dass er die seine Heldin per Brief auf Twitter* ausfindig machen wollte, um sich bei ihr zu bedanken. „An die Frau, die ich versuche zu finden: Du hast mein Leben verändert und jetzt will ich dich finden, um vielen Dank zu sagen“, schrieb Hamilton. Lange ging es nicht - schon nach einer Stunde war Popovici gefunden.

„Ich wollte ihr nur sagen, dass ihre Beharrlichkeit ernst genommen wurde“, sagte Hamilton auf einer Pressekonferenz. „Sie ist eine Heldin. Ein unglaublicher Mensch, der sich die Zeit genommen hat, etwas Besorgniserregendes zu bemerken und dann einen Weg zu finden, während des Chaos eines Eishockeyspiels darauf aufmerksam zu machen.“

USA: 22-Jährige zeigt bei Eishockey-Spiel Zivilcourage

Beide Mannschaften bezahlten Popovici ein Stipendium über 10.000 US-Dollar für ihr Medizinstudium. Ihr Einsatz für den Verantwortlichen des gegnerischen Teams (sie ist Seattle-Fan) schlug im ganzen Land hohe Wellen.

Noch am Samstagabend (Ortszeit) trafen Popovici und Hamilton sich persönlich bei einem erneuten Spiel der Canucks gegen die Kraken in Seattle. Popovici sagte Hamilton: „Was für eine unglaubliche Art, meinen Weg in die medizinische Fakultät zu starten! Das ist unschätzbar wertvoll.“ Sie sei so froh, dass Hamilton den Fleck habe untersuchen lassen.

Oberbayern trauert um Eishockey-Legende Mike Daski. Der ehemalige Tölzer Meistertrainer starb Ende des Jahres 2021*. (epp/AFP) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare