„Idealer Zeitpunkt zum Aufhören“

Biathlon-Hammer: Olympiasieger Arnd Peiffer beendet Karriere - Überraschender Zeitpunkt

Biathlon-Olympiasieger Arnd Peiffer beendet seine Karriere.
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Biathlon-Olympiasieger Arnd Peiffer beendet seine Karriere.

Arnd Peiffer hat sein Karriereende verkündet. Der Biathlon-Olympiasieger macht Nägel mit Köpfen - und wird schon beim letzten Weltcup nicht mehr dabei sein.

München - Biathlon*-Olympiasieger Arnd Peiffer* beendet seine Karriere. Dies gab der 33-Jährige aus Clausthal-Zellerfeld am Dienstag zehneinhalb Monate vor dem Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking bekannt. Zuletzt war Peiffer bei der WM in Pokljuka Vize-Weltmeister im Einzel geworden.

Biathlon: Peiffer verkündet Rücktritt - und macht Fans traurig

Arnd Peiffer macht Schluss, auch Olympia in Peking ist für ihn kein Anreiz mehr. Unprätentiös in acht knappen Sätzen verkündete der 33-Jährige am Dienstag ein Jahr vor den Winterspielen in China seinen Rücktritt vom Biathlon-Sport. „Wie Ihr Euch sicher denken könnt, ist das nach so langer Zeit keine leichte Entscheidung. Für mich hat sich aber schon länger herauskristallisiert, dass nach dieser Saison der ideale Zeitpunkt zum Aufhören gekommen ist“, schrieb der Harzer auf Facebook. „Es ist wunderbar, mit dem Gefühl aufzuhören, noch konkurrenzfähig zu sein.“

Auf Facebook gab es viele Reaktionen von Fans und ehemaligen Weggefährten, die von Peiffers Rücktritt völlig überrascht wurden. „Oh nein, wie schade!!! Wir werden dich sehr vermissen! Jetzt muss ich mir nur einen neuen Lieblingsbiathleten suchen“, meinte ein Userin. „Ich bin unendlich traurig, denn du warst für mich nicht nur in sportlicher Hinsicht einer der besten Biathleten, sondern auch menschlich!“, so eine weitere Userin. „Alles Gute für deine Zukunft Arnd und herzlichen Glückwunsch zu deiner beeindruckenden Karriere“, schrieb der ehemalige Langläufer Tobias Angerer. Auch die italienische Biathletin Dorothea Wierer wünschte „Alles gute für die Zukunft Arnd!“

Biathlon: Peiffer tritt zurück und folgt auf Schempp

Damit ist der Sprint-Olympiasieger von Pyeongchang nach dem viermaligen Weltmeister Simon Schempp der zweite langjährige Leistungsträger, der in dieser Saison seine Karriere beendet und eine große Lücke im Team von Bundestrainer Mark Kirchner hinterlässt.

Kurz und schmerzlos, so wie er es vorher immer angekündigt hatte, trat der für seine sachlichen und selbstkritischen Analysen bekannte Harzer zwei Tage vor seinem 34. Geburtstag zurück. „Die Bandbreite reichte von süßen Erfolgen bis zu bitteren Niederlagen und allem was dazwischenliegt. Der Sport und die Erlebnisse haben mich geprägt, und ich möchte die Erfahrungen, die ich sammeln durfte, nicht missen“, schrieb Peiffer. Beim Saisonfinale im schwedischen Östersund, das am Freitag beginnt, ist er aus familiären Gründen schon nicht mehr dabei. Eine ausgelassene Abschiedsparty im Kreise seiner Kollegen und einen Abschied vor vollen Zuschauerrängen hätte es angesichts der Corona-Umstände ohnehin nicht gegeben. (ck/dpa) *merkur.de ist ein Angebot von Ippen.Media

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