Damen und Herren im Einsatz

Biathlon-WM: Damen-Staffel feiert Mega-Comeback - DSV-Athlet erlebt Albtraum - „Das passiert und du bist machtlos“

Biathlon: Weltmeisterschaft, Staffel 4 x 7,5 km, Herren. Benedikt Doll aus Deutschland in Aktion.
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Biathlon-WM: Die deutsche Herren-Staffel erreicht auch Dank Benedikt Doll Rang sieben in Pokljuka.

Die deutschen Biathletinnen haben es unfassbar spannend gemacht. Franziska Preuß fährt mit einer irren letzten Runde Silber für den DSV ein.

  • Am letzten Wochenende der Biathlon-WM im slowenischen Pokljuka stehen noch einige Entscheidungen aus.
  • Die Frauen machen in der Staffel einen nervenzerreibend Anfang. Nach Mega-Spannung feiern sie Silber.
  • Beide Samstags-Wettbewerbe können Sie in unserem Live-Ticker verfolgen.

Biathlon-WM: Endergebnis der Herren-Staffel

1.Norwegen1:12:27,4
2.Schweden+33,1
3.Russland+50,9
...
7.Deutschland+1:43,2

Biathlon-WM: Endergebnis der Damen-Staffel

Norwegen1:05:29,7
Deutschland+8,8
Ukraine+9,2

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Nach dem Renntag: Die deutschen Damen werden die Herren heute also sicherlich etwas aufbauen. Vor allem Erik Lesser dürfte sicherlich etwas Zuspruch brauchen. Platz sieben ist für die Männer-Staffel am Ende jedoch auf jeden Fall ein respektables Ergebnis. Mit nur vier Fehlschüssen waren sie am Stand unter den besten. Am Ende „vernaschte“, so nannte er es selbst, Benedikt Doll auch noch seinen Gegenmann im Schlussspurt.

Biathlon-WM: Norwegen gewinnt auch Herren-Staffel - Doll kämpft bis zum Schluss

Ziel: Und so ist es. Norwegen rutscht am Ende entspannt auf Platz eins ins Ziel. Nachdem sie zuvor ums Neue bewiesen haben, dass sie auf der Strecke schier unschlagbar sind. Am Stand waren andere allerdings besser. Mit acht Fehlern hat Norwegen die meisten auf dem Treppchen.

Ebenfalls mit angenehmem Vorsprung auf den Verfolger kommt auch Samuelsson auf die Zielgerade. Er schnappt sich noch eine schwedische Flagge und freut sich sehr über Silber. Russe Latypov ebenso glücklich über drei. Aus bekannten Gründen bekommt er keine Flagge..

Benedikt Doll ergeht es da anders. Auf den letzten Metern nimmt er noch einen harten Zweikampf um Platz sieben an. Das ist Moral. Danach Handshake mit dem slowenischen Kontrahenten. Ein versöhnlicher Abschluss.

Runde 12/12: Arnd Peiffer kann sich in Erik Lesser einfühlen: „Das ist natürlich Leiden, wenn sowas passiert.“ Einen schlechten Tag habe schließlich jeder schon einmal erlebt. Schade, aber da kann man nichts machen, so Pfeiffer.

Samuelsson pflügt derweil die Steigungen nach oben und nimmt dem Russen massiv Zeit ab. An Christiansen wird er aber wohl nicht mehr herankommen.

8. Schießen: Christiansen gibt sich unerwartete Blöße. Muss nachladen. Aber der Vorsprung reicht dafür leicht.

Latypov zeigt dahinter leichte Nerven. Verschießt einmal. Frankreich macht drei Fehler und Italien muss in die Strafrunde. Zur Freude von Schwedens Samuelsson. Mit einer schnellen Aufnahme zieht er an Russland vorbei auf Silber.

Benedikt Doll geht auf Rang acht aus dem letzten Schießen. Nur vier Fehler haben sich die DSV-Männer erlaubt.

Runde 11/12: Russland hat vier Verfolger im Nacken und gibt richtig Gas. Ob sich das Tempo beim Schießen rächt?

7. Schießen: Danach sieht es auch nach dem Schießen aus. Christiansen schon lange wieder weg, als sich die ersten Verfolger an den Stand legen. Dahinter schießt Latypov für Russland am besten, aber Dudchenko patzt. Die Ukraine muss jetzt wieder kämpfen. Frankreich, Schweden und Italien mindestens im Rennen um Platz drei.

Doll verschießt für Deutschland einmal und lädt hektisch nach. Das kostet Zeit. Eine Comeback-Sensation werden die deutschen Herren den Damen wohl nicht nachmachen.

Runde 10/12: Zwischen Platz drei und vier liegen mittlerweile 17 Sekunden. Machen Ukraine und Russland Silber unter sich aus? An den Norweger Christiansen wird wohl niemand mehr herankommen.

3. Wechsel: Boe schickt Christiansen mit ganz viel Rückendwind auf die Reise. Ein kleines Lächeln beim Wechsel konnte man da schon erkennen. Die Ukraine und Russland haben Italien und Frankreich im Nacken.

Arnd Peiffer gibt auf Rang zehn an Benedikt Doll ab. Gutes Rennen des Silber-Medaillen-Gewinners.

Runde 9/12: Der deutsche Teamarzt kann glücklicherweise berichten, es gehe Erik Lesser körperlich gut. Er sei extrem niedergeschlagen, aber nicht verletzt oder krank. Er hat wohl einfach einen schlechten Tag erwischt.

6. Schießen: Für Boe wird das Rennen fast schon einsam. Er setzt schon alle fünf Treffer, bevor Verfolger Giacomel überhaupt anlegt. Dann schießt der Italiener auch noch vier vorbei und muss in die Strafrunde.

Arnd Peiffer auch im Stehen konzentriert. Wieder sauber abgeräumt. Er hält die deutsche Staffel auf Tuchfühlung mit der Top-Ten. Eine Minute und sechs Sekunden fehlen auf Treppchen. Das wird ein harter Kampf.

Runde 8/12: Arnd Peiffer geht nach einer sauberen, schnellen Aufnahme als zwölfter in die achte Runde. Das Schießen passt. Läuferisch wird es jetzt trotzdem natürlich ganz schwer.

5. Schießen: Boe erlaubt sich einen kleinen Patzer beim letzten Schuss. Offenbar wollte er einfach zu früh los und verzieht. Der erste Nachlader sitzt aber direkt und Giacomel kann nur wenig gutmachen.

Runde 7/12: „Das geschieht und du bist machtlos“, ordnet Fischer den Zusammenbruch von Erik Lesser weiter ein. Jetzt gilt es für den Rest des Teams, Größe zu zeigen und zu kämpfen.

2. Wechsel: Lucas Hofer konnte Italien stark nach vorne bringen. Der Abstand auf Norwegen hält sich in Maßen und seinem ukrainischen Mitverfolger konnte er vor dem Wechsel auch ein paar Sekunden abnehmen. Arnd Peiffer übernimmt den 15. Platz von Roman Rees.

Runde 6/12: Neben der Strecke fängt die Regie ein etwas trauriges Bild ein. Erik Lesser stapft entkräftet und mit hängendem Kopf in Richtung Container.

In der Loipe verliert Boe ganz leicht an Boden. Der norwegische Vorsprung aber nach wie vor komfortabel.

4. Schießen: Boe geht mir großem Vorsprung ans Schießen. Nimmt sich etwas Zeit. Und verschießt dann tatsächlich drei Mal. Sieht man beim Norweger selten. Fillion-Maillet erwischt es kurz danach sogar noch schlimmer. Der Franzose muss in die Strafrunde.

Während Fillion-Maillet die schon fast hinter sich hat, kommt Rees an den Stand. Und er schießt überragend. Fünft schnelle Treffer. Das bringt wieder Zeit.

Runde 5/12: Rees muss kämpfen, liegt 1.44 hinter Boe. Anschluss zum Feld hat er aber und kann sich an einen Athleten nach dem anderen herankämpfen.

3. Schießen: Boe am Schießstand gewohnt souverän. Einmal durchgeatmet räumt er eine Scheibe nach der anderen ab. So kann das Feld natürlich keine Zeit gutmachen. Hofer und Fillion-Maillet geben sich immerhin auch keine Blöße. Schweizer Weger gesellt sich zur Verfolger-Gruppe.

Roman Rees muss am Stand stark bremsen. Schießt dann aber immerhin sauber. Ohne Nachlader geht es weiter.

Runde 4/12: Erik Lesser bricht nach dem Wechsel tatsächlich zusammen. Völlig entkräftet liegt er am Boden. Der Teamarzt muss sich kümmern. Tarjei Boe zischt währenddessen sämtlicher Konkurrenz davon. Nur Italien und Frankreich können ihre Abstände halten.

3. Wechsel: „Der Erik tut mir richtig leid. Der stirbt tausend Tode“, klagt ZDF-Experte Sven Fischer. Lesser schleppt sich derweil in Richtung Stadion. Norwegen über eine Minute enteilt.

Runde 3/12: Jetzt zeiht Laegreid wieder mächtig an. Vor dem Wechsel will er natürlich so viele Meter auf die Konkurrenz bieten, wie möglich. Und das klappt bestens. Macht auf halber Strecke schon zehn Sekunden auf den Weißrussen gut.

Erik Lesser bricht derweil scheinbar fast zusammen. Im Anstieg beißt und pumpt er, wird derweil vom halben Feld überholt.

2. Schießen: Stehend-Anschlag und Laegreid wieder nicht fehlerfrei. Guigonnat braucht aber sogar zwei Nachlader, genau wie Lesser. Italien verschießt dreimal und fällt vorerst aus der Spitzengruppe. Deutschland nach dem etwa eine halbe Minute hinter Norwegen.

Runde 2/12: Das Feld zieht sich jetzt ein klein wenig auseinander. Italiener Bionaz hat sich mit starken Anstiegen aber stark an Laegreid herangekämpft. Erik Lesser verliert derweil etwas und fällt auf Rang sieben. Das Spitzentrio aus Frankreich, Italien und Norwegen konnte sich mittlerweile leicht absetzen.

1. Schießen: Laegreid geht mit knappem Vorsprung als erster in Liegend-Schießen. Guigonnat nimmt ihm mit einer schnellen Aufnahme allerdings die Zeit ab und startet vor ihm wieder raus. Lesser muss einmal nachladen, schießt aber schnell und bleibt mitten im Renne.

Runde 1/12: Erik Lesser hält die Tuchfühlung auf den Norweger, der hier das Tempo macht. Beim zweiten Anstieg tritt der italienische Läufer dem Deutschen aus Versehen auf den Stock. Kleiner Wackler, aber Lesser hält sich.

Biathlon-WM: Herren-Staffel startet - Was gelingt dem deutschen Quartett?

Vor dem Start: Die DSV-Damen haben reichlich emotional vorgelegt. Jetzt sind die Herren gefragt. Antholz steckt sicherlich noch in den Köpfen, aber vieles an der unglücklichen letzten Männer-Staffel war auch sehr gut. Für das deutsche Quartett scheint heute viel möglich zu sein.

Biathlon-WM: DSV-Damen feiern Mega-Comeback in der Staffel - erste Medaille

Nach dem Rennen: „Wir haben einfach top Material gehabt“, erklärt Franziska Preuß ihre irre letzte Runde, „und irgendwie ist dann mein zweites Leben gekommen.“ Das deutsche Quartett ist überglücklich mit dieser Silbermedaille. Etwas Erleichterung schwimmt nach dem mühsamer Start allerdings auch mit, geben die Damen zu.

Ziel: Unglaubliches Ende in der letzten Runde! Preuß lässt sich von der Ukrainerin zwar vor der letzten Abfahrt überholen. Wie sie sie dann auf den letzten Metern noch geschnappt hat, ist kaum zu erklären. Den deutschen Damen wird das „wie“ herzlich egal sein. Preuß zaubert den DSV zu Silber!

Letzte Runde: Die Norwegerin lässt sich das sicherlich nicht mehr nehmen. Dahinter kämpft Preuß mit der Ukrainerin erbittert um Silber. Kämpfen!

8. Schießen: Roeiseland verpasst die Vorentscheidung beim letzten Schießen, kommt aber wieder als Erste raus. Preuß dahinter wieder unwiderstehlich! Schnelle fünf Treffer und Deutschland läuft auf Rang zwei in die letzte Runde.

Runde 11/12: Die Norwegerin auf den Skiern dafür aber absolut unschlagbar. Nimmt der Ukrainerin die Führung sofort wieder aus der Hand. Preuß läuft derweil auf fünf, hängt ihre Verfolgerinnen mehr und mehr ab, kommt aber an die Spitzengruppe kaum heran. Vielleicht wieder beim Schießen?

7. Schießen: Am Stand schießt Roeisland direkt ihren ersten Versuch weit links vorbei und muss justieren. Macht das auch noch verkehrt herum. Die Nerven? Die erfahrenen Ukrainerin lässt sich das nicht nehmen. Lädt schneller nach und übernimmt die Führung. Preuß gleichzeitig mit einer Mega-Aufnahme. Sie holt im Liegen 20 Sekunden raus. auf Bronze fehlen nur noch zwölf Sekunden.

Runde 10/12: Norwegerin Roeiseland will hier offensichtlich gar keine Spannung aufkommen haben und macht Mega-Tempo. Kruchyinkina bleibt dran. Super ärgerlich läuft es derweil für Bulgarien. Die Läuferin nimmt die falsche Ausfahrt und muss auf halbem Weg zum Schießstand wieder in die Runde umdrehen.

3. Wechsel: Wow! Denise Hermann fliegt förmlich durch ihre letzte Runde und schickt Franziska Preuß mit 43 Sekunden Rückstand in die Entscheidung. Das Herz stand beim DSV trotzdem sicherlich kurz still. Hermann verpasst den Wechsel und klopft Preuß im zweiten Versuch gerade noch in der Zone ab.

Runde 9/12: Lien lässt sich aber nicht einschüchtern und holt die Sekunden in der Loipe direkt zurück. Hermann jetzt allerdings auch richtig bissig. Holt wieder fast zehn Sekunden auf. Ist da vielleicht noch Bronze drin?

6. Schießen: Blashko am Schießstand überragend. Feuert die Ukraine auf eins. Sola direkt hinterher. Lien braucht wieder einen Nachlader und läuft jetzt auf Rang drei. Denise Herrmann holt im Stehen auch richtig Zeit heraus. Saubere fünf Treffer. Der Rückstand wieder unter einer Minute.

Runde 8/12: Auf der Strecke hält Sola den Druck aufrecht und ackert sich Meter für Meter an Lien heran. Aber auch Polen und die Ukraine lassen sich hier nicht abschreiben. Die deutschen Läuferinnen haben sich bislang allesamt gemüht. Vanessa Hinz betont am Streckenrand, dass die Hitze in Pokljuka das Rennen doch sehr schwer mache.

5. Schießen: Lien bei ihrem ersten Großevent am Stand beinahe eiskalt. Setzt die ersten Vier sauber und schnell. Nur der letzte sitzt nicht. Sola muss aber auch nachladen. Kann also kaum Zeit gutmachen. Denise Herrmann fügt sich derweil denkbar unglücklich ein. Direkt der erste Schuss geht daneben. Erst nach dem zweiten Fehlschuss korrigiert sie und braucht dann tatsächlich alle drei Nachlader. Der Wind offenbar anders als am Anschießen. Immerhin die Strafrunde verhindert. Allerdings zeigt sich beinahe das ganze Feld unsicher. Hermann liegt auf Rang acht.

Runde 7/12: Sola treibt die Weißrussinnen jetzt aus der kleinen Verfolgergruppe heraus und rückt näher an Norwegerin Lien. Kann sie die Spitze noch attackieren.

2. Wechsel: Die Französin konnte sich in der Verfolgergruppe nicht halten und fällt auf fünf. Polen bleibt an der Spitze dran. Hettich kommt leider mit einer großen Lücke ins Stadion. Ihre Laufzeit passabel, aber im Vergleich zu Eckhoff ist es einfach schwer, gut auszusehen. Mit ihrem Aufnahmen wieder die Deutsche sicherlich nicht zu 100 Prozent zufrieden sein.

Runde 6/12: Janina Hettich liegt mittlerweile mehr als eine Minute hinter der Spitze. Eckhoff läuft aber auch gewaltig davon. Erst weit hinter ihr kämpfen Frankreich, Polen, Belarus und die Ukraine um den Anschluss.

4. Schießen: Norwegerin Eckhoff wieder mit einem Nachlader. Der bleibt aber doppelt unbestraft. Die Französin muss auch eine Patrone nachlegen und auf der Strecke ist Norwegerin einfach nicht zu schnappen. Hettich diesmal im Stehen fehlerfrei. Der Rückstand auf Norwegen trotzdem schon bei knapp 40 Sekunden.

Runde 5/12: Nach einem überraschend unsicheren schießen kann Eckhoff - eine der besten Läuferinnen im Feld - sich und Norwegen auf die eins bringen.

3. Schießen: Wieder kein Wind. Eckhoff und Carrara trotzdem wackelig. Die Norwegerin braucht zwei Nachlader. Hettich - eigentlich eine gute Schützin - patzt aber auch. Zweimal daneben. Immerhin keine Strafrunde.

Runde 4/12: Eckhoff macht sofort richtig Meter auf Carrara. Läuft in unter einer Runde fast neun Sekunden auf. Hettich verliert derweil leicht an Boden.

1. Wechsel: Die Italienerinnen also die ersten beim Wechsel. Tandrevolt konnte sich derweil aus dem Feld vorarbeiten und schickt ihre Nachläuferin als Zweitplatzierte auf die Reise. Vanessa Hinz knapp hinterher. Kein Fehler beim Wechsel. Janina Hettich zu Beginn ihres Rennens auf Drei.

Runde 3/12: Norwegerin Tandrevolt scheint sich nicht leicht zu tun. Arbeitet sich im Pulk zwar gerade etwas nach vorn, kommt Vitozzi aber zeitlich nicht merklich näher.

2. Schießen: Die Italienerin damit als erste beim Schießen und feuert eine schnelle fehlerfreie Aufnahme. Sie zieht direkt wieder weg. Vanessa Hinz mit einem guten Schießen allerdings direkt hinterher.

Runde 2/12: Vitozzi will sich die Führung natürlich nicht nehmen lassen und macht das läuferisch auch richtig stark. Sie arbeitet sich einen guten Vorsprung heraus.

1. Schießen: Hinz gut im Rennen und nimmt den kaum vorhandenen Wind sauber an. Ohne Nachlader und mit guter Zeit geht es für die Deutsche weiter. Besser war nur Lisa Vitozzi aus Italien. Das Feld allerdings sehr eng zusammen.

Runde 1/12: Vanessa Hinz hat offenbar auch keine Lust auf das Gewimmel im Pulk und arbeitet sich vor dem ersten Schießen auf Platz eins. Damit kann sie die erste Abfahrt auch sorgenfrei nehmen. Im folgenden Anstieg verliert sie aber etwas Boden und auch die Führung.

Runde 1/12: Schweden und Frankreich gehen direkt zu Beginn richtig auf‘s Gas. Die Spur heute auch optimal, die Temperatur angenehm. Wir dürfen uns auf ein flottes Rennen freuen.

Start: Los geht‘s! Können die deutschen Damen heute die erste Medaillen einfahren? In Antholtz landeten sie noch Silber. Nur Norwegen war besser.

Biathlon-WM in Slowenien: Start! Vanessa Hinz beginnt deutsche Damen-Staffel

Vor dem Start: „Ihr Wort in Gottes Ohren“, lacht Florian Steirer, Disziplin-Trainer der deutschen Damen, auf die Frage, ob heute ein Medaillen-Tag sei. Bei großartigem Wetter sieht er wenig Grund, den frohen Mut nicht zu behalten. Viel Glück nimmt er dennoch gerne an.

Vor dem Start: Noch eine Viertelstunde bis zum Beginn der Damen-Staffel in Pokljuka. Für Deutschland wird Vanessa Hinz das Rennen eröffnen. Es folgen Jana Hettich, Denise Herrmann und Franziska Preuß als Schlussläuferin.

Vor dem Start: Der nächste Wintertag in Pokljuka bietet einen doppelte Medaillenchance für die deutsche Vertretung. Der DSV in der Staffel traditionell stark hofft heute auf Edelmetall. Die Damen beginnen den Staffel-Tag.

Biathlon-WM: Staffeln im Live-Ticker - folgt auf den „Kacktag“ der DSV-Athleten Besserung beim großen Finale?

Pokljuka - Nach der Enttäuschung für das deutsche Team bei der Single-Mixed-Staffel lagen die Nerven blank, Erik Lesser* und Franziska Preuß* trugen ihren Frust nach außen. Am Samstag haben die DSV*-AthletInnen allerdings noch die Chance auf einen versöhnlichen Abschluss - oder sogar eine Medaille. Am vorletzten Turniertag der Biathlon-WM in Slowenien finden die Staffeln der Frauen und Männer statt.

Biathlon-WM im Live-Ticker: Preuß und Lesser können in den Staffeln Wiedergutmachung betreiben

„Ich hab den Haufen ins Klo gemacht, und die Franzi hat dann runtergespült“, schimpfte Lesser über die wenig ansprechende Leistung der Biathleten am Donnerstag. Auch Preuß war nach dem siebten Platz alles andere als begeistert und sprach von einem „Kacktag“, im vergangenen Jahr holte sie zusammen mit Lesser in Antholz noch die WM-Silbermedaille.

Die Medaille von Arnd Peiffer*, der im Herren-Einzel am Mittwoch Silber gewann, sollte dem DSV-Team* beim abschließenden Wochenende der Weltmeisterschaft Hoffnung schenken. Nach den Staffeln am Samstag folgen die Massenstarts am letzten Turniertag. Bleibt es bei vier ausstehenden Entscheidungen also bei einem einzigen deutschen Podestplatz? Im Medaillenspiegel liegt Deutschland auf Platz sechs von sieben, kann jedoch noch um ein paar Plätze klettern.

Biathlon-WM im Live-Ticker: Preuß will den „Kopf nicht hängen lassen“ - Lesser holte im Vorjahr Silber

Das Ziel von vier bis fünfmal Edelmetall ist zwar noch etwas weit entfernt, an den letzten beiden Tagen will das DSV-Team noch einmal alles rausholen. „Ich bleibe weiter geduldig und mache mein Zeug. Jetzt darf ich nicht den Kopf hängen lassen“, meinte die Wasserburgerin Preuß, die bei der WM stets in den Top Ten lag.

Lesser hingegen enttäuschte bei der WM, konnte jedoch schon einmal Comeback-Qualitäten beweisen. Im vergangenen Jahr konnte der 26-Jährige nach massiven Problemen noch an den Wettkämpfen teilnehmen und holte zweimal Silber, davon einmal in der Männer-Staffel. Ein gutes Omen? (ajr) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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