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Ski-Olympiasiegerin und WM-Silbergewinner Traumpaar des Wintersports - sie hat verrücktes Ritual vor Rennen

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Von: Andreas Knobloch

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Freund Luca de Aliprandini gewann Silber im Riesenslalom, Michelle Gisin drückte ihm die Daumen und war stolz.
Freund Luca de Aliprandini gewann Silber im Riesenslalom, Michelle Gisin drückte ihm die Daumen und war stolz. © picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Wie gehen Spitzensportler mit Nervosität um? Eine Ski-Olympiasiegerin hat nun ein verrücktes Ritual enthüllt, sogar ihr Trainer erlaubte sich einen Seitenhieb. 

Bern - Wenn im Wintersport* die Medaillen verteilt werden, ist auch immer mit der Alpen-Hochburg Schweiz zu rechnen. Vor allem, wenn die Familie Gisin gemeint ist. Dominique Gisin gewann 2014 Abfahrtsgold bei Olympia in Sotschi, Russland - ihre Schwester Michelle stand 2018 in der Alpinen Kombination in Pyeongchang, Südkorea, auch ganz oben auf dem Treppchen. Michelle hat sich nun Kinderfragen beim SRF gestellt und ein verrücktes Ritual enthüllt.

Gisin ist seit 2012 im Weltcup mit dabei. Die 27-Jährige ist ein erfahrener Hase, aber wenn es ins Starthäuschen geht, dann muss sie sich schon mit etwas ablenken, damit die Nervosität nicht Überhand gewinnt. „Ich kann überhaupt nicht singen, deswegen mache ich es auch nicht“, antwortete sie auf eine Frage, welches ihr Lieblingslied sei. „Just like a pill“ von Pink wollte sie auch nicht anstimmen. Doch dann gesteht sie, doch manchmal etwas zu trällern: „Man hört zum Glück nicht, was ich am Start singe, denn am Start singe ich immer und tanze schräg“.

Ski-Olympiasiegerin bekommt Seitenhieb von Trainer: „Brauchst nicht zu The Voice gehen“

Das fällt auf. Natürlich sprach sie ihr Coach darauf an und erlaubte sich einen Seitenhieb: „Mein Trainer meinte mal: Übrigens, zu The Voice brauchst du nie zu gehen“. Und warum tanzt sie und singt sie überhaupt? „Mir ist es wichtig, nicht zu verkrampfen. Darum hilft es, am Start zu singen und zu tanzen. Ich bin sehr unkonventionell, nicht so wie alle anderen“, so Gisin. Doch dieses Ritual macht sie nicht seit Beginn. Sie meint: „Ich habe acht Jahre gebraucht um das zuzulassen und mir das zu erlauben, so zu sein“.

Michelle Gisin Olympiasiegerin Wintersport Liebe Luca de Aliprandini
Links Michelle Gisin mit einem Jubel bei den Olympischen Spielen 2018 - rechts 2021 beim Medaillen-Bussi für ihren Freund Luca de Aliprandini, der Silber gewann. © picture alliance/dpa | 2x

Den Konkurrentinnen fällt diese Art der Vorbereitung natürlich auch auf. „Die anderen schauen jeweils schon etwas komisch. Aber ich bin halt schräg. Es ist, wie es ist“, so Gisin ehrlich.

Ski-Olympiasiegerin Michelle Gisin feierte zusammen mit ihrem Freund dessen Silbermedaille

Einen schönen Moment erlebte Gisin auch als Zuschauerin. Denn seit 2014 ist sie mit Luca de Aliprandini zusammen, der bei der WM 2021 in Cortina D‘Ampezzo die Silbermedaille im Riesenslalom gewann. Gisin drückte beide Daumen und belohnte ihren Freund mit einem Siegesbussi.

2020 gewann Michelle Gisin ihr erstes Weltcuprennen (Olympische Spiele zählen nicht zu dieser Wertung) - und damit nicht nur vor dem Start, sondern auch im Ziel getanzt oder gesungen werden kann, trainiert die Schweizerin im Sommer für weitere Erfolge im Winter 2021/2022. (ank) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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