Er kam von der Piste ab

Ski-Ass wird von Ast aufgespießt - und zeigt Fotos von furchtbarem Unfall

Adrien Theaux bei einer Ski-Abfahrt.
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Adrien Theaux wird die Skier so schnell nicht mehr anschnallen.

Der französische Skifahrer Adrien Theaux erlitt einen schlimmen Unfall. Die Saison ist für ihn schon beendet - dennoch hatte er großes Glück.

Copper Mountain - Die Ski-Saison hat eigentlich noch gar nicht richtig begonnen - und schon gibt es den ersten Horror-Sturz. Abfahrer Adrien Theaux erlitt beim Super-G-Training im US-amerikanischen Copper Mountain einen folgenschweren Crash. Er wurde von einem Ast aufgespießt.

Der 37-Jährige Speed-Spezialist zog sich schwere Verletzungen zu. Kameras waren bei der Trainingsfahrt nicht dabei - auf Instagram schildert Theaux seinen Fans, was passiert ist. „Ich habe beim Super G einen Fehler gemacht und bin durch die Fangnetze hindurch in den Wald geschlittert“, schreibt er. „Die Bilanz: Ein gebrochenes Schienbein, ein abgerissener Trizeps und ein großes Loch im Oberschenkel, verursacht von einem Ast.“

Ski Alpin: Adrien Theaux kollidiert mit Ast und verletzt sich schwer

Die Schmerzen eines sich in den Schenkel bohrenden Astes sind kaum vorstellbar. Ein Foto zeigt den Franzosen mit ramponiertem Gesicht umringt von Ärzten im Krankenhaus. Doch er spricht von „Glück“, dass es ihn nicht noch schlimmer erwischt hat. „Es wurde kein lebenswichtiges Organ verletzt, das ist das Wichtigste.“ Nicht auszumalen, wenn der Ast eine andere Stelle getroffen hätte.

Dennoch hadert er mit der verlorenen Saison. „Die Anzeichen waren gut“, schreibt er und entschuldigt sich bei „allen, die an mich geglaubt haben“. Viele Mitstreiter wünschen ihm alles Gute, darunter auch das Münchner Slalom-Ass Linus Strasser: „Adrien, ich wünsche dir eine gute und schnelle Genesung.“

Ski-Ass Adrien Theaux zeigt schwer verdauliche Fotos vom Crash

In seinem Instagram-Post zeigt Theaux weitere Bilder, die nichts für schwache Nerven sind. „Das ist das harte Gesetz des Lebens, des Hochleistungssports. Der kleinste Fehler hat schwerwiegende Folgen“, bilanziert der erfahrene Athlet nüchtern. Ob Theaux mit seinen 37 Jahren überhaupt nochmal auf die Piste zurückkehrt, ist fraglich. Er kann so oder so auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken. Drei Weltcup-Siege und eine bronzene Medaille bei den Olympischen Spielen kann ihm keiner mehr nehmen.

Besonders bei den schnellen Speed-Disziplinen wie der Abfahrt oder dem Super-G ist die Unfall- und Verletzungsgefahr hoch. Auch der beste deutsche Abfahrer Thomas Dreßen verletzte sich vor drei Jahren in Beaver Creek schwer - und hat sich immer noch nicht vollständig vom „Totalschaden im rechten Knie“ erholt.

Vor kurzem sorgte ein anderes Ski-Thema für Aufsehen. Bei 30 Grad stieg in Dubai ein Slalom-Rennen. (epp) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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