Doppelpack am Freitag und Samstag

Wengen-Abfahrt: DSV-Debakel beim Lauberhornrennen - nur wenige Wochen vor Olympia

Das DSV-Team um Romed Baumann enttäuschte bei der Abfahrt in Wengen.
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Das DSV-Team um Romed Baumann enttäuschte bei der Abfahrt in Wengen.

Doppelpack in der Abfahrt: Am Freitag und Samstag ist der Ski-Weltcup in Wengen zu Gast. Das traditionelle Lauberhornrennen im Ticker zum Nachlesen.

  • Ski alpin: Abfahrt in Wengen, Freitag, 12.30 Uhr.
  • Am Freitag und Samstag finden gleich zwei Abfahrten in Wengen statt.
  • Die DSV-Stars um Romed Baumann, Josef Ferstl und Andreas Sander enttäuschen - nur wenige Wochen vor Olympia.
  • Das erste Lauberhornrennen im Ticker zum Nachlesen.

Abfahrt in Wengen: Das Endergebnis

1. Alexander Aamodt Kilde (NOR)1.42.42
2. Marco Odermatt (SUI)+0.19
3. Beat Feuz (SUI)+0.30

+++ AKTUALISIEREN +++

Update vom 14. Januar, 13.52 Uhr: Die Top-Fahrer haben die Abfahrt in Wengen gemeistert. Für das DSV-Team war das Lauberhornrennen eine Enttäuschung - kein deutscher Skiläufer landet unter den Top 20. Mit Startnummer 40 kommt noch Simon Jocher.

Der Norweger Alexander Aamodt Kilde gewinnt vor seinem Widersacher Marco Odermatt. Mit Beat Feuz steht ein weiterer Schweizer beim Heimrennen auf dem Podium.

Wengen-Abfahrt jetzt im Live-Ticker: DSV-Debakel beim Lauberhornrennen - nur wenige Wochen vor Olympia

Josef Ferstl: Der Deutsche überraschte gestern mit Platz sechs im Super-G. Was ist heute in der Abfahrt drin? Er wählt eine enge Linie, das sieht ganz gut aus. Dann treibt es ihn aber ein wenig zu weit heraus und er nimmt zu viel Tempo weg. Im Zwischenabschnitt kassiert Ferstl schon zwei Sekunden. Im Ziel ist es Platz 26 bei 2.22 Sekunden Rückstand.

Urs Kryenbühl: Dem Schweizer unterlaufen zu viele technische Schnitzer - Platz 22. Als nächstes kommt Josef Ferstl

Daniel Danklmaier: Der Österreicher verliert viel Zeit in den Kurven. Dann fehlt Danklmaier das Tempo - Platz 22 bei fast zwei Sekunden Rückstand. Noch ein Fahrer, dann kommt mit Josef Ferstl der nächste deutsche Rennläufer.

Martin Cater: Der Slowene legt einen beherzten Lauf in die Piste. Der Lohn: Platz zehn bei 1.15 Sekunden Rückstand.

Nils Allegre: Der Franzose fährt ohne Tempokontrolle und kann dann nicht mehr korrigieren. Das Tempo fehlt - Rang 19 bei fast zwei Sekunden Rückstand.

Carlo Janka: Der Schweizer bestreitet heute sein vorletztes Rennen. Janka hat in seiner Ski-Karriere fast alles gewonnen. Was ist zum Abschied noch drin? Er haut nochmal alles raus und ist gut dabei. Der technische Teil liegt ihm - Rang 10. Janka wird im Ziel von den Fans gefeiert.

Stefan Rogentin: Wieder ein Schweizer. Rogentin fährt frei auf und hat zu Beginn sogar leichten Vorsprung. Er geht ins Risiko, in den Kurven muss er aber leicht korrigieren. Platz 13 bei 1.4 Sekunden Rückstand.

Niels Hintermann: Der nächste Schweizer - es wird wieder laut im Zielhang. Hintermann gerät jedoch schon im oberen Teil früh ins Hintertreffen und kassiert über eine Sekunde Rückstand. Platz 13.

Romed Baumann: Die große DSV-Hoffnung. Gestern im Super-G fehlten Baumann nur drei Hundertstel aufs Podium. Was ist heute drin? Der obere technische Teil mag nicht wie erhofft gelingen - das ist schon über eine Sekunde Rückstand. Schade! Das ist im unteren Abschnitt nicht wieder gut zu machen - Platz 17 mit fast zwei Sekunden Rückstand.

Christof Innerhofer: Der 37-jährige Italiener hat das Lauberhornrennen 2013 gewonnen. Innerhofer ist wahnsinnig schnell unterwegs und liegt knapp vorne. Jetzt zählt es im Gleitteil, doch er steht lange auf dem Außenski. Die Konsequenz: Fast eine Sekunde bekommt er aufgebrummt. Er verliert das Tempo und wird Elfter bei 1.31 Sekunden Rückstand.

Max Franz: Der Österreicher startet frech und hat direkt Vorsprung. Dann treibt es ihn ein wenig weit heraus, er ist aber trotzdem schnell unterwegs. Für ganz vorne reicht es nicht, immerhin Platz fünf bei 0.66 Sekunden Rückstand. Franz ärgert sich im Ziel, da war tatsächlich noch mehr drin.

Andreas Sander: Der zweite Deutsche am Start. Der WM-Zweite wählt eine gute Linie, doch es fehlt an Tempo und er kassiert direkt über eine Sekunde Rückstand. Bitter! Das Selbstvertrauen fehlt Sander derzeit einfach - schade! Platz 16 mit 2.76 Sekunden Rückstand.

Otmar Striedinger: Der Österreicher kommt mit Tempo aus der engen Passage, verliert aber trotzdem Zeit. Dann fährt er sich zu allem Überfluss noch selbst auf die Ski. Platz 12. Als nächstes kommt Andreas Sander.

Matthieu Baillet: Der Franzose verliert im oberen Teil früh viel Zeit und liegt über eine Sekunde zurück. Dann muss er auch noch mit dem Innenski korrigieren, der Speed fehlt dann natürlich. Über zwei Sekunden Rückstand. Baillet löst Deutschlands Dominik Schwaiger vom letzten Rang ab.

Marco Odermatt: Der Schweizer führt den Gesamt-Weltcup an und hat gestern den Super-G gewonnen. Jetzt will er seinen ersten Sieg in der Abfahrt. Odermatt hat sich auch in dieser Disziplin enorm weiterentwickelt. Und er liegt zu Beginn gleich auf mit seinem großen Kontrahenten Kilde. Ist das spannend! Er gibt alles, aber Kilde war im unteren Teil ein wenig besser. Platz zwei für Odermatt bei 19 Hundertstel Rückstand.

Bryce Bennett: Der US-Amerikaner fährt zu vorsichtig, der Speed stimmt aber. Beim Gleiten beweist er echtes Feingefühl. Im unteren Teil ist er etwas zu spät dran - Platz fünf.

Alexander Aamodt Kilde: Der Norweger zählt zum Favoritenkreis. Er ist ein Topathlet und geht wie immer volles Risiko. Gnadenlos rast er Kilde die Piste hinunter. Der direkte Weg bringt ihm die Bestzeit - drei Zehntel Vorsprung.

Rayan Cochran-Siegle: Der US-Boy ist eher als Außenseiter einzustufen und fährt frühe einem Rückstand hinterher. Im letzten Sektor ist er aber überraschend Bester und kommt als Vierter mit 0.66 Sekunden Rückstand ins Ziel.

Dominik Paris: Der Weltcup-Führende in der Abfahrt ist jetzt dran. Mit dem Italiener ist bei den Klassiker-Rennen immer zu rechnen. Den technischen Teil meistert der 32-Jährige mit all seiner Erfahrung. Nur Platz vier mit 0.7 Sekunden Rückstand - da hat er im unteren Teil noch viel verloren.

Dominik Schwaiger: Der erste Deutsche stürzt sich den Hang hinunter. Er ist ein Technicker, doch das Gewicht fehlt ihm. Schwaiger ist super unterwegs, doch dann staubt es gewaltig - das kostet viel Zeit. 1.59 Sekunden Rückstand. Leider nur Platz acht.

Wengen-Abfahrt jetzt im Live-Ticker: Österreicher startet mit Sondererlaubnis

Vincent Kriechmayr: Der Österreicher startet hier mit einer Sondererlaubnis, das könnte noch ein Nachspiel im Ski-Zirkus haben. Er fängt sich früh eine halbe Sekunde Rückstand ein - und der wächst. Platz vier und fast eine Sekunde Rückstand.

Travis Ganong: Der erste US-Amerikaner ist an der Reihe. Ganong unterlaufen zu viele Fehler. Im Technikteil überkreuzt er leicht und hat rund eineinhalb Sekunden Rückstand - Platz fünf.

Matthias Mayer: Der Olympiasieger von 2014 will seinen ersten Sieg in Wengen, 2018 wurde er Dritter. Der technische Gleitteil gelingt ihm sehr gut - er ist fast gleich auf mit Feuz. Was geht Richtung Ziel? Am Ende ist es doch fast eine halbe Sekunde Rückstand - Rang drei.

Matteo Marsaglia: Der Italiener hat mit dem Speed zu kämpfen und fängt sich gleich fast eine Sekunde Rückstand ein. Die Geschwindigkeit fehlt ihm nach einer missglückten Passage - Platz vier.

Beat Feuz: Der dreimalige Lauberhorn-Sieger wird im Heimrennen frenetisch angefeuert. Ihn gilt es heute zu schlagen. Doch der Schweizer hat leichten Rückstand zu Beginn. Kann er das noch aufholen? Ja, es reicht. Feuz geht mit 16 Hundertstel in Führung. Das könnte ein engen Rennen heute werden.

Daniel Hemetsberger: Der erste Österreicher legt los. In Bormio war er immerhin schon Vierter. Hemetsberger agiert mutiger als Clarey und hat im Ziel fast eine Sekunde Vorsprung. Eine starke Leistung, das muss erst mal einer unterbieten!

Johan Clarey: Der Franzose kontrolliert in den engen Passagen das Tempo. Die Gleitphase meistert Clarey ordentlich, die Linie muss aber passen. Mit 150 km/h stürzt er sich die Piste herunter. Die erste Richtzeit ist 1.43.78.

12.42 Uhr: In zwei Minuten geht der Franzose Johan Clarey als erstes aus dem Starthäuschen.

Wengen-Abfahrt jetzt im Live-Ticker: Vorläufer gestürzt - Lauberhornrennen verzögert sich

12.40 Uhr: Ein weiterer Vorläufer geht nun an den Start, danach dürfte es endlich losgehen. Die Bedingungen in Wengen sind eigentlich exzellent. Die Fans freuen sich bei strahlendem Sonnenschein auf ein spannendes Lauberhornrennen. In der Schweiz gibt es für Sportevents keine Zuschauerbegrenzungen.

Update vom 14. Januar, 12.30 Uhr: Ein Vorläufer ist offenbar gestürzt und muss von Betreuern von der Piste begleitet werden. Der Start verzögert sich also noch ein wenig.

Wengen-Abfahrt im Live-Ticker: Sondererlaubnis für Österreich - ZDF-Experte spricht von „Regelbruch“

Update vom 14. Januar, 12.27 Uhr: Die Sondererlaubnis für das Abfahrts-Rennen in Wengen für Vincent Kriechmays sorgt für Aufregung. Der Österreicher geht ohne Trainingslauf in den Wettkampf, was den FIS-Regeln zufolge eigentlich nicht erlaubt ist. ZDF-Experte Marco Büchel spricht von einem „Regelbruch und Präzedenzfall“.

Wengen-Abfahrt im Live-Ticker: Startliste für das Lauberhornrennen

Update vom 14. Januar, 12.20 Uhr: Werfen wir einen Blick auf die Startliste. Der Franzose Johan Clarey stürzt sich als Erster in die Abfahrt von Wengen. Der Schweizer Beat Feuz ist als Dritter an der Reihe. Der österreichische Olympiasieger Matthias Mayer und Landsmann Vincent Kriechmayr gehen von Position fünf und sieben ins Lauberhornrennen. Dann folgt mit Dominik Schmid schon die erste DSV-Hoffnung. Es folgen Dominik Paris (neun), Alexander Aamodt Kilde (elf) und Marco Odermatt (13). Andreas Sander startet von Position 16. Als Letzter der Top-Gruppe wirft sich für Deutschland Romed Baumann (19) die Strecke hinunter. Josef Ferstl hat die Startnummer 28.

Wengen-Abfahrt im Live-Ticker: Sondererlaubnis für Ski-Weltmeister Kriechmayr

Update vom 14. Januar, 12.10 Uhr: Der österreichische Weltmeister Vincent Kriechmayr darf trotz fehlender Trainingseinheiten bei der Abfahrt in Wengen starten. Das bestätigte ein Sprecher des Österreichischen Skiverbandes. Kriechmayr war vergangene Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach einem weiteren Test, der negativ ausfiel, hatte er von den Behörden am Mittwochnachmittag die Erlaubnis erhalten, in die Schweiz zu reisen.

Die Abfahrtstrainings in Wengen am Dienstag und Mittwoch hatte er da aber schon verpasst. Laut Reglement des Weltverbandes Fis ist die Teilnahme an mindestens einem Training jedoch Pflicht für den Start in der Schussfahrt. Nachdem er durch eine Juryentscheidung am Donnerstagnachmittag Grünes Licht bekommen hatte, fuhr Kriechmayr deshalb am Freitag um 9.44 Uhr aus dem Starthaus. Nach wenigen Metern brach der 30-Jährige die Fahrt ab und ging zur normalen Streckenbesichtigung über.

Vorbericht: Wengen - Ein vollgepacktes Wintersport-Wochenende steht in den Startlöchern: Die Speed-Spezialisten im Ski-Weltcup* müssen dabei ein Mammut-Programm bewältigen - und das nur drei Wochen vor Olympia. Nach dem gestrigen Super-G geht es am Freitag (12.30 Uhr) und Samstag mit zwei knackigen Abfahrten in Wengen weiter. Die deutschen Medaillen-Hoffnungen haben vor dem traditionsreichen Lauberhornrennen ordentlich Selbstvertrauen getankt und sind für die nächste Überraschung gut.

Wengen-Abfahrt im Live-Ticker: DSV-Stars rechtzeitig in Form - Überraschung vor Olympia?

Romed Baumann ärgerte sich nur kurz über den hauchdünn verpassten Paukenschlag vor Olympia. „Mei, irgendwann kommen die Hundertstel wieder zurück“, sagte der Vize-Weltmeister über seinen starken vierten Platz beim mitreißenden Weltcup-Super-G von Wengen, und fügte schelmisch grinsend hinzu: „Vielleicht brauchen wir sie heuer noch mal...“ Am besten schon in der Abfahrt in Wengen.

Oder bei Olympia in Peking am 8. Februar, dem nächsten Rennen in der zweitschnellsten Disziplin. Baumann scheint gerade noch rechtzeitig in Form gekommen zu sein - wie Josef Ferstl, der als Sechster beim sechsten Saisonsieg des Schweizer Wunderknaben Marco Odermatt vor dem Norweger Alexander Aamodt Kilde so gut war wie seit seinem Kitzbühel-Sieg 2019 nicht mehr.

„Der Januar“, sagte Ferstl schmunzelnd, „war schon immer ein guter Monat von mir, den Februar nehmen wir diesmal auch noch mit.“ Und eine Medaille? „Wir Deutschen können schon ein bisschen Skifahren“, sagte Ferstl verschmitzt, und ja, auch er ganz persönlich „kann viel“. Außerdem komme der Aufwärtstrend zur „richtigen Zeit“. Kurzum: „Klar bin ich glücklich.“

DSV-Star Josef Ferstl hat vor der Wengen-Abfahrt eine Olympia-Medaille im Blick.

Abfahrt in Wengen: Klassiker Lauberhornrennen im Live-Ticker

„Das war heute wieder richtig was fürs Selbstvertrauen“, sagte Baumann nach seinem bislang besten Weltcup-Ergebnis in dieser Saison. Dem Vizeweltmeister fehlten nur drei Hundertstelsekunden auf den drittplatzierten Olympiasieger Matthias Mayer aus Österreich. Den „Drive“ will Baumann jetzt auch in die Abfahrten in Wengen mitnehmen. 

Ganz anders Andreas Sander, der sich als 33. noch zehn Plätze hinter Simon Jocher einreihen musste. Der WM-Zweite in der Abfahrt fuhr mal wieder viel zu verzagt. Am Freitag und Samstag kann er es besser machen: Dann steht am Fuße der Bergriesen Eiger, Mönch und Jungfrau je ein Rennen in der Königsdisziplin an. In unserem Live-Ticker zum Lauberhornrennen verpassen Sie nichts. (ck) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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