Norweger auf dem Weg der Besserung

Nach Horror-Sturz beim Skifliegen: Freudige Nachricht von Tande - „Tag hat bestmöglich begonnen“

Nach seinem brutalen Sturz beim Skifliegen in Planica gibt es gute Nachrichten von Daniel Andre Tande: Er ist am Montag aus dem Koma aufgewacht.

  • Der norwegische Skispringer Daniel André Tande stürzte am Donnerstag auf der Skiflugschanze in Planica schwer und musste wiederbelebt werden.
  • Anschließend wurde der 27-Jährige im Krankenhaus von Ljubljana in ein künstliches Koma versetzt.
  • Der Aufwachprozess des Norwegers hat wie geplant begonnen - inzwischen ist er vollendet (siehe Update vom 29. März, 11.45 Uhr).

Update vom 29. März, 11.45 Uhr: Am Donnerstag stürzte der norwegische Skispringer Daniel André Tande beim Skifliegen in Planica schwer. Er wurde in Sloweniens Hauptstadt Ljubljana in ein künstliches Koma versetzt, aus dem er nun aufwachte. Nach dem Sturz wurde bisher ein Schlüsselbeinbruch sowie eine leichte Punktierung der Lunge festgestellt, dem Springer geht es den Umständen entsprechend gut.

„Der heutige Tag hat bestmöglich begonnen - mit dieser Nachricht von unseren guten Freunden in Slowenien: Daniel ist aufgewacht und redet jetzt mit seiner Mutter und seiner Freundin“, teilte der norwegische Skisprung-Chef Clas Brede Braathen am Montagmorgen gegenüber der Presse mit. Tande sei demnach „bei vollem Bewusstsein und alles ist gut“. Über Nacht habe er „große Fortschritte“ gemacht. Gegen sechs Uhr morgens sei er vom Beatmungsgerät genommen worden, wie die norwegische Teamärztin mitteilte.

Bei Tandes Familie herrschte natürlich Erleichterung. Über den Verband ließ sie ihren Dank beim Krankenhauspersonal ausrichten. Es seien „schmerzhafte und lange Tage des Wartens gewesen“. Die Ärzte und das Hilfspersonal hätten dem 27-Jährigen die beste Behandlung gegeben, die man sich nur vorstellen könne und ihn „wie ein König behandelt“, wie es in einem Statement hieß. Bereits seit Samstag wurde sein Aufwachprozess in die Wege geleitet, tags darauf trafen seine Mutter und seine Partnerin ein.

Tande nach Horrorsturz im Koma: Aufwachprozess hat begonnen - es gibt noch eine weitere gute Nachricht

Update vom 28. März 2021, 12.58 Uhr: Es gibt gute Neuigkeiten bei Skispringer Daniel André Tande, der nach seinem schweren Sturz in Planica ins künstliche Koma versetzt worden war. Laut einer Mitteilung des norwegischen Skiverbandes hat der Aufwachprozess wie geplant am Samstag begonnen. Solch ein Prozess braucht jedoch sehr viel Zeit, betonte der Skiverband. Noch immer befindet sich der 27-Jährige im Universitätskrankenhaus in Ljubljana und dort soll er auch vorerst weiter behandelt werden.

„Die Situation bei Daniel ist stabil“, teilte die Teamärztin der norwegischen Skispringer, Guri Ranum Ekås, mit. Um bei dem Aufwachprozess aus dem künstlichen Koma alles richtigzumachen, sind zunächst noch Nachuntersuchungen gemacht worden. „Mit dem Prozess ist keine Dramatik verbunden“, so die Ärztin vom Skiverband in der Mitteilung.

Tande hatte bei einem Probespringen in Planica in der Luft die Balance verloren und war daraufhin schwer auf dem Hang aufgeschlagen. Dabei brach er sich sein Schlüsselbein - außerdem wurde eine leichte Punktierung der Lunge festgestellt. Aufgrund der Schwere des Sturzes wurde er ins künstliche Koma versetzt. Weiter besteht die große Hoffnung, dass Tande keine bleibenden Schäden von dem Trainingsunfall davontragen wird - diese Hoffnung teilte jedenfalls Norwegens Nationalcoach Alexander Stöckl gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Tande verbrachte Nacht im Koma - Norwegen-Chef gibt Update zu Gesundheitszustand und Sturzursache

Update vom 27. März, 08.40 Uhr: Der norwegische Skispringer Daniel André Tande befindet sich nach seinem heftigen Sturz auf der Skiflugschanze in Planica am Donnerstag weiterhin im künstlichen Koma. Alexander Stöckl, der Trainer des norwegischen Skisprung-Teams, konnte am Freitag dennoch gute Nachrichten vermelden. „Sie haben ein CT vom Kopf und vom Hals gemacht, da hat es keine Auffälligkeiten gegeben. Die Prognosen sind so weit sehr positiv“, sagte der Österreicher der dpa und führte weiter aus: „Heute hatten wir die positive Meldung, dass er schon selber angefangen hat zu atmen.“

Nach den Informationen des norwegischen Skiverbands soll Tande wohl im Laufe des Samstags aus dem künstlichen Koma geholt werden. Der 27-Jährige war am Donnerstag bei einem Probedurchgang auf der Skiflugschanze in Planica, auf der Weiten jenseits der 250 Meter möglich sind, schwer gestürzt und musste anschließend reanimiert werden. Als Ursache für den Sturz sieht Trainer Stöckl jedoch keine äußeren Faktoren. „Wir haben das Video analysiert. Es war sein eigener Fehler“, sagte der
47-Jährige. Tande sei zu offensiv in die Flugphase gegangen und haben dann den Kontakt zum Ski verloren. „Man kann da
eigentlich nichts finden, außer eigenes Verschulden“, ergänzt Stöckl.

Daniel Andre Tande: Norweger nach Sturz in Planica weiter im künstlichen Koma

Update vom 26. März, 07.53 Uhr: Der brutale Sturz von Norwegens Top-Skispringer Daniel Andre Tande wird das sportliche Geschehen beim Weltcup im slowenischen Planica weiter überschatten. Am Donnerstag war der 27-Jährige nach einem heftigen Aufprall im Probedurchgang „intubiert und mechanisch beatmet“ worden, über Nacht befand er sich nun in Ljubljana im künstlichen Koma, um sein Gehirn zu entlasten. Die Ärzte hoffen, nach weiteren Tests am Freitagnachmittag positive Neuigkeiten zum Gesundheitszustand verkünden zu können.

Wie es mit Tande weitergeht, ob und welche Schäden langfristig bleiben könnten und welche weiteren Verletzungen er sich neben einem schon diagnostizierten Schlüsselbeinbruch noch zugezogen hat, war zunächst offen. „Es gibt wichtigere Sachen als ein Podest. Manchmal kann man froh sein, wenn man auf beiden Füßen landet“, sagte der bestürzte deutsche Topathlet Karl Geiger. Der Allgäuer, der Tande im Dezember 2020 als Flug-Weltmeister folgte, war am Donnerstag direkt nach dem schwer gestürzten Norweger dran - und erlebte schwer belastende Momente.

Daniel Andre Tande: DSV-Ass Geiger schildert erschütternde Details

„Ich wollte gleich wissen, was ist los. Da haben sie gesagt: Sie wissen noch nicht, ob er überlebt“, sagte Geiger. Der Notfalleinsatz, um Tande nach dem gravierenden Zwischenfall an der Schanze am Leben zu halten, endete erfolgreich. Die geschockte norwegische Delegation bedankte sich ausdrücklich. Sportchef Clas Brede Braathen bezeichnete die erste Hilfe an der riesigen Anlage im „Tal der Schanzen“ als „hochprofessionell“.

Während an der Schanze am Freitag (15.00 Uhr/ZDF und Eurosport) das nächste Einzel gesprungen wird, stehen bei Tande in der Klinik der slowenischen Hauptstadt weitere Tests an. „Die ersten Tests sind sehr vielversprechend. Jetzt warten wir 24 Stunden bis die Tests wiederholt werden“, wurde Chefarzt Tomislav Mirkovic am Donnerstagabend vom Skiweltverband Fis zitiert.

Daniel Andre Tande: Schlimmer Sturz beim Skifliegen

Erstmeldung vom 25. März, 15.58 Uhr: Planica - Es lief ein ganz normaler Probedurchgang, dann passierte es: Der norwegische Springer Daniel Andre Tande verliert auf einer der größten Skiflug-Schanzen der Welt die Kontrolle über seinen linken Ski, stürzt knapp 80 Meter tief auf den eisigen Hang und schlittert regungslos bergab.

Skifliegen: Norweger Tande stürzt schwer und muss reanimiert werden

Rettungskräfte sind sofort zur Stelle und ein Hubschrauber transportiert den Ex-Weltmeister ab. Es folgt banges Warten - nun teilt der Weltverband FIS zur Erleichterung aller mit: Tande befindet sich in stabilem Zustand. Er wurde in ein Krankenhaus der slowenischen Hauptstadt Ljubljana gebracht, dort wird er momentan behandelt. Noch 2018 wurde Tande auf der gleichen Schanze in Planica Skiflug-Weltmeister.

ZDF-Reporter Stefan Bier reagierte in der Live-Übertragung hörbar geschockt. „Tande ist vorhin im Probedurchgang gestürzt. Und zwar auf eine Art und Weise, wie wir das seit vielen Jahren nicht mehr gesehen haben“, berichtete er. Die Probesprünge waren nicht live übertragen worden. Wie Reporter Martin Schneider aus dem norwegischen Team erfuhr, musste Tande noch im Zielhang reanimiert werden. „Es ist mittlerweile bestätigt, dass er wiederbelebt werden musste“, sagte er in einer Schalte.

Skifliegen: Daniel Andre Tande stabil - weitere Informationen sollen folgen

Nach dem Norweger war DSV*-Ass Karl Geiger mit seinem Probesprung an der Reihe, der zum Glück reibungslos verlief. Anschließend startete der Wettkampf - natürlich völlig im Zeichen des Unglücks. Dennoch gelang den deutschen Springern an diesem schwierigen Tag ein echtes Top-Ergebnis: Markus Eisenbichler* (2.) und Karl Geiger* (3.) sprangen überraschend aufs Podium.

Weitere Informationen zum Zustand des Norwegers gibt es bislang nicht. Die FIS kündigte auf Twitter an, „am späten Nachmittag“ ein weiteres Statement abzugeben. (epp) *Merkur.de und tz.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © GEPA pictures/ Christian Walgram

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