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Skispringen: Kampf um den Gesamtweltcup - Die Jagd auf den Topfavoriten beginnt

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Von: Tobias Ruf

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Ryoyu Kobayashi (Mitte) geht als Gejagter in die neue Saison. Karl Geiger (rechts) und Marius Lindvik gehören zu den Hauptkonkurrenten.
Ryoyu Kobayashi (Mitte) geht als Gejagter in die neue Saison. Karl Geiger (rechts) und Marius Lindvik gehören zu den Hauptkonkurrenten. © picture alliance/dpa/KEYSTONE | Urs Flueeler

Die neue Saison im Skispringen verspricht einen spannenden Kampf um den Gesamtweltcup. Mehrere Kandidaten sind in der Verlosung, als Topfavorit geht der Dominator der vergangenen Saison in den neuen Weltcup.

Wisla - Nicht selten ändern sich im Skispringen die Verhältnisse abrupt. Die Protagonisten der Vorsaison können schon im Folgejahr weit zurückfallen. Entsprechend undurchsichtig ist die Lage vor dem Start in den Weltcup 2022/23 in dieser sensiblen Sportart.

Die Regeländerungen dürfen nicht so gravierend in die Ablaufsysteme eingreifen, wie es noch vor der Saison 2020/21 der Fall war. Damals wirbelte die Reglementierung der Schuhkeile das Feld ordentlich durcheinander.

Skispringen: Ist Kobayashi wieder das Maß aller Dinge?

Unter anderem hatte Ryoyu Kobayashi damit zu kämpfen, sein Flugsystem anzupassen. Eine knappe Saison hatte der Japaner offensichtliche Schwierigkeiten, im vergangenen Winter meldete er sich aber eindrucksvoll zurück.

Der 25-Jährige gewann souverän die Vierschanzentournee, wurde Olympiasieger von der Normalschanze in Peking und gewann den Gesamtweltcup, obwohl er mehrere Springen auslassen musste. Entsprechend ist er der Mann, den es für die internationale Konkurrenz auch in der neuen Saison zu schlagen gilt.

Skispringen: Die Konstanz könnte Geiger in die Karten spielen

In der zweiten Saisonhälfte des vergangenen Winters kristallisierte sich Marius Lindvik (24) als Hauptrivale des Japaners heraus. Der Norweger wurde Olympiasieger von der Großschanze und war im letzten Drittel der Saison stärker als Kobayashi. Ruft er sein Potenzial konstant ab, ist er ein seriöser Anwärter auf den Sieg im Gesamtweltcup.

Aus deutscher Sicht ruhen die Hoffnungen auf Karl Geiger. Der Oberstdorfer kam in der Saison 21/22 auf den zweiten Rang der Gesamtwertung und zeigte insbesondere vor den Olympischen Spielen sehr konstante Leistungen.

Der 28-Jährige ist selten der Springer, der die ganz großen Ausreißer nach oben hat. Da er aber auch selten merklich abfällt, bringt er alle Voraussetzungen mit, auch in diesem Winter um die große Kristallkugel kämpfen zu können.

Der Pole Dawid Kubacki (32) dominierte die Wettbewerbe im Sommer und könnte nach einer enttäuschenden Vorsaison zur großen Überraschung werden.

Stefan Kraft (29) gewann 2019/20 die Gesamtwertung, Halvor Egner Granerud (26) dominierte eine Saison später. Beide hatten in der Vorsaison mit Verletzungen (Kraft) und Problemen im Flugsystem (Granerud) zu kämpfen. Finden der Österreicher und der Norweger zur Form aus ihren stärksten Jahren zurück, gehören sie zum Kandidatenkreis aufs Gelbe Trikot.

Die Mammut-Saison von Anfang November bis Anfang April könnte aber auch für Überraschungen sorgen und Athleten in der Gesamtwertung nach vorne spülen, die man im Vorfeld nicht auf dem Zettel hat.

Quelle: chiemgau24.de

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