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Live in der ARD: Deutscher Ski-Star aus Garmisch kämpft mit Tränen – Comeback nach zwei Jahren

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Von: Patrick Mayer

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Zurück im Ski-alpin-Weltcup: Thomas Dreßen aus Garmisch-Partenkirchen.
Zurück im Ski-alpin-Weltcup: Thomas Dreßen aus Garmisch-Partenkirchen. © Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

Thomas Dreßen aus Garmisch-Partenkirchen feiert bei der Lauberhorn-Abfahrt im Schweizer Wengen sein Comeback. Im ARD-Interview zeigt der Oberbayer Emotionen.

München/Wengen – Thomas Dreßen kämpfte mit den Tränen. Am Start, im Ziel, bei den Interviews – der beste deutsche Abfahrer konnte seine Emotionen nur mit Mühe zurückhalten. „Boah, unglaublich, also wirklich“, sagte er sichtlich bewegt, „für mich ist es einfach so schön, dass ich jetzt wieder da sein kann.“

Thomas Dreßen: Ski-Ass aus Garmisch feiert emotionales Comeback in Wengen

Da, das war der Lauberhorn-Klassiker von Wengen, bei dem Dreßen stolze 2,22 Sekunden Rückstand auf den herausragenden Tagessieger Aleksander Aamodt Kilde (Norwegen) hatte. Doch sein 23. Platz war nebensächlich. Während Kira Weidle beim Super-G in St. Anton als Siebte ihr bestes Weltcup-Ergebnis in dieser Disziplin egalisierte, war für Dreßen allein die Rückkehr ein Erfolg.

„Das ist ziemlich emotional für mich“, sagte er, den jubelnden 25.000 Fans im Ziel warf er Kusshändchen zu. Für den 29-Jährigen war es das erste Rennen im Berner Oberland seit 2020. Zu Saisonbeginn war er nach fast zweijähriger verletzungsbedingter Weltcup-Pause zurückgekehrt, zuletzt musste er wegen einer Oberschenkelblessur erneut pausieren.

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„G‘stellmäßig“, also körperlich, gehe es ihm wieder „super“, sagte Dreßen, der aus Garmisch-Partenkirchen stammt: „Ich bin mega happy.“ An erster Stelle stehe, „dass ich wieder Spaß habe“. Der sei ihm nach dem „super Start“ abhandengekommen, weil er „zu sehr fokussiert aufs Ergebnis“ gewesen sei: „Ich habe mich nicht mehr aufs Skifahren konzentriert.“

Thomas Dreßen: Hinter Romed Baumann zweitbester Deutscher in Wengen

Das war nun wieder anders. Dreßen war hinter Romed Baumann, der an seinem 37. Geburtstag auf Rang 16 fuhr, gleich wieder zweitbester deutscher Starter vor Josef Ferstl auf Rang 24. Kilde feierte nach seinem Erfolg im Super-G das Wengen-Double. Sein Erfolgsgeheimnis? „Ein cooles Paket, das funktioniert“, sagte er mit einem Schmunzeln, dazu ein Schuss Risiko, „dann geht‘s einfach schnell.“ Wegen Windes war die längste Abfahrt im Weltcup leicht verkürzt worden, auch die Frauen fuhren in Österreich nicht auf der kompletten Strecke. Weidle drückte „richtig einen runter“, wie sie zufrieden erzählte, im Ziel küsste sie ihren linken Ski.

Boah, unglaublich, also wirklich, für mich ist es einfach so schön, dass ich jetzt wieder da sein kann.

Thomas Dreßen, Ski-alpin-Ass aus Garmisch

„Es war ein brutal hartes Rennen. Ich war mir nicht sicher, ob das sehr langsam ist oder schnell“, sagte sie. Erst ein Blick auf die Zeitentafel gab ihr Sicherheit: Ihre taktisch kluge Fahrt reichte bis auf 0,31 Sekunden ans Podium heran. Von Siegerin Federica Brignone (Italien) trennten Weidle 0,97 Sekunden.

Ski alpin: Kira Weidle überzeugt im Super-G

„Mit dem Ergebnis bin ich glücklich, da kommt niemand perfekt runter“, sagte sie. Wegen der Absage der Abfahrt, für die ein zweiter Super-G angesetzt worden war, habe es geheißen: „Das ist nicht dein Wochenende. Umso schöner ist es zu beweisen, dass man es auch im Super-G kann. Das soll keine Eintagsfliege sein, sondern Standard werden.“ (pm/SID)

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