Corona-Zeiten

Jan Josef Liefers: Bin meistens optimistisch

Jan Josef Liefers
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Jan Josef Liefers 2019 auf dem Literatur-Festival Lit.Cologne. Foto: Oliver Berg/dpa

Er zählt zu den etablierten Künstlern: Der Schauspieler und Sänger Jan Josef Liefers macht sich aber Sorgen um den Nachwuchs.

Berlin (dpa) - Der Musiker und Schauspieler Jan Josef Liefers (56) sieht in der Corona-Zeit Probleme für den künstlerischen Nachwuchs. «Die alten, etablierten Hasen, die schon ein Publikum haben, werden irgendwann wieder auf der Bühne stehen, Ausstellungen eröffnen und so weiter», sagte Liefers der «Berliner Morgenpost» vom Sonntag.

Fehlen wird aus seiner Sicht der Nachwuchs, der jetzt gerade durchgestartet wäre: «Debütalbum fertig, aber das Radio spielt die Single nicht (wie meist), und die Tour fällt auch noch aus.» Welcher junge Künstler könne das ein Jahr lang durchhalten, fragt sich Liefers.

Neulich habe ihm eine Opernsängerin gesagt, dass der Mensch sich vielleicht daran gewöhnen werde, nicht mehr ins Theater, ins Kino, auf Konzerte zu gehen, sondern lieber zu Hause auf der Couch Netflix und Co. zu gucken. «Manchmal denke ich, dass wir die Welt so, wie wir sie kennen, nicht mehr zurückkriegen werden.» Aber meistens sei er optimistisch.

Liefers («Tatort» Münster) produziert gerade seinen ersten eigenen Film. «Es ist eine wahre Episode aus dem Leben von Erich und Margot Honecker, die nach ihrer Entmachtung und der Schließung ihrer alten Wohnsiedlung in Wandlitz als Obdachlose bei einer Pastorenfamilie in den Kinderzimmern des Pfarrhauses Asyl fanden.» Liefers will auch Regie führen - «aber nein – bevor die Frage kommt –, ich werde nicht selbst mitspielen. Schon gar nicht den Honecker. Da haben wir einen viel Besseren.»

Im ZDF ist Liefers ab dem 7. Februar in der Miniserie «Tod von Freunden» zu sehen, an vier Sonntagen, jeweils ab 22.15 Uhr.

© dpa-infocom, dpa:210131-99-241096/3

Interview "Berliner Morgenpost"

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