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ARD plant um: Nachrichtensender soll sich stark verändern

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Von: Franziska Vystrcil

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Tagesschau
Die ARD reagiert auf die immer stärkere Verlagerung von TV-Angeboten ins Netz und passt jetzt vor allem das Angebot des Spartensenders „tagesschau24“ stark an. © NDR/dpa

Die ARD stellt sich als Nachrichtensender neu auf. Von den Änderungen ist vor allem der Spartensender „tagesschau24“ betroffen. Das kommt auf die Zuschauer zu.

Berlin - In Zeiten von Streamingdiensten wie Netflix und Amazon Prime haben es Fernsehsender schwer. Immer mehr Inhalte, die einst im Free-TV liefen, sind nun auch oder exklusiv auf den Plattformen verfügbar. So laufen etwa Spiele der Champions League bei Amazon.

ARD stellt sich neu auf: „tagesschau24“ soll noch aktueller und schneller berichten

Auch die öffentlich-rechtlichen Sender haben mit sinkenden Einschaltquoten zu kämpfen. Die ARD denkt daher um. Schon länger wurde in Mediatheken, Onlineangebot oder Streams investiert. Nun soll das Angebot des Spartensenders „tagesschau24“ angepasst und geändert werden.

Mit „tagesschau24“ zielte die ARD von Anfang an auf die Konkurrenz ab. Das Angebot der ARD sollte mit privaten Sendern wie „n-tv“ oder „Welt“ mitziehen. Wie auch bei den genannten Sendern liegt der Schwerpunkt von „tagesschau24“ auf der Ausstrahlung von Informations- und Nachrichtensendungen, Reportagen, Dokumentationen und Gesprächssendungen. Dieses Informationsangebot soll nun geschärft und weiter ausgebaut werden, wie die ARD mitteilte.

Unter anderem sollen dem Sender mehr Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, um etwa bei Eilmeldungen schneller auf Sendung gehen zu können. Auch Lokalthemen aus den einzelnen Bundesländern, wie etwa Baden-Württemberg, sollen mehr Sendezeit bekommen. „tagesschau24“ soll dadurch zur „ersten Adresse für die kontinuierliche Versorgung mit aktueller Information“ bei nationalen und internationalen Breaking-News-Situationen werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

ARD strukturiert sich neu - Änderungen laut Sender dringend nötig

Um dieses Ziel umzusetzen, soll der Austausch zwischen Regional-, Inlands- und Auslandskorrespondenten der ARD, Infowellen des Hörfunks sowie der „ARD Infonacht“ noch enger stattfinden. Das Berliner ARD-Hauptstadtstudio, die Wirtschaftsredaktion in Frankfurt, das Bildungs- und Wissensportal in München, das Kulturportal in Weimar und die Sportschau in Köln werden zudem als „Kompetenzzentren“ dienen.

Nicht nur wegen sinkender Einschaltquoten, auch wegen fehlender GEZ-Gebühren muss sich die ARD etwas einfallen lassen. Es entsteht ein Milliardenverlust für ARD und ZDF, weil die GEZ-Gebühr von vielen nicht bezahlt wird. Die Änderungen bei „tagesschau24“ sind laut der ARD dringend nötig.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 3. März 2022 veröffentlicht. Da er für unsere Leser noch immer Relevanz besitzt, hat die Redaktion ihn aktualisiert.

„Der Ausbau von „tagesschau24“ ist eine Investition in die Zukunft, denn damit stärken wir die Informationskompetenz und Legitimation der gesamten ARD. Wir stützen uns auf ein regional und international konkurrenzlos dichtes Korrespondentennetz, fachlich exzellente Kompetenzzentren und die größte Nachrichtenzentrale Deutschlands“, erklärte Patricia Schlesinger, Vorsitzende der ARD.

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