Acht Menschen werden noch vermisst 

Schiffsunglück auf der Donau: Kapitän gegen Kaution frei

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Das Wrack des gesunkenen Ausflugsschiffes wird am Dienstag aus der Donau geborgen.

Tragisches Schiffsunglück in Budapest: Ein Touristenschiff versinkt in der Donau, viele Menschen sterben. Überwachungskameras zeichnen das Drama auf. Noch werden Opfer vermisst. Der Kapitän des Flusskreuzfahrtschiffes ist nach einer Anklage zunächst wieder auf freiem Fuß. 

  • Am Mittwochabend (29. Mai) kollidierten zwei Schiffe auf der Donau in Budapest
  • Ein Ausflugsschiff mit südkoreanischen Touristen versank im Fluss
  • Bislang sind 20 Todesopfer bestätigt worden. Acht Menschen werden noch vermisst. 
  • Die starke Strömung und heftiger Regen erschwerten die Rettungsarbeiten in der Nacht. 
  • Gegen den 64-jährigen Kapitän wurde ein Haftbefehl beantragt, 
  • Auf Kaution wurde der Angeklagte nun allerdings wieder freigelassen. 
  • Videoaufnahmen zeigen das Drama von Budapest.

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Update vom 13. Juni 2019, 14.31 Uhr: Nach der Kollision eines Flusskreuzfahrtschiffes mit einem Ausflugsschiff auf der Donau in Ungarn ist der Kapitän des Kreuzers gegen Kaution wieder freigelassen worden. Eigentlich wurde Haftbefehl gegen den 64-Jährigen beantragt, da ihm die Staatsanwaltschaft fahrlässige Gefährdung im Wasserverkehr mit massenhafter Todesfolge vorwirft. Nach ungarischem Recht drohten ihm dafür zwischen zwei und acht Jahre Gefängnis. 

Jetzt, da er die vom Stadtgericht geforderte Sicherheit in Höhe von umgerechnet rund 47 000 Euro bezahlt hatte, wurde der Kapitän allerdings wieder aus der Untersuchungshaft entlassen. Das teilte das Gericht nun mit. Der Angeklagte darf Budapest allerdings nicht verlassen, muss eine elektronische Fußfessel tragen und sich außerdem zwei Mal die Woche bei der Behörde melden. 

Update vom 11. Juni 2019, 10.03 Uhr: Die ungarischen Behörden haben das Wrack des gesunkenen Ausflugsschiffes „Hableany“ (Nixe) aus der Donau geborgen. Ein Schwimmkran zog es langsam aus dem Wasser, wie ungarische Medien berichteten. Bis 9.00 Uhr wurden die Leichen von vier Opfern gefunden, darunter die des Kapitäns.

Schiffsunglück auf der Donau: Bergung des Wracks begonnen - Acht Menschen noch vermisst 

Update vom 11. Juni 2019, 7.38 Uhr: Fast zwei Wochen nach dem tödlichen Schiffsunglück auf der Donau in Budapest hat die ungarische Polizei am Dienstagmorgen mit der Bergung des Schiffswracks begonnen. Nach Angaben der Polizei wird es voraussichtlich sechs Stunden dauern, das gesunkene Schiff mit einem Spezialkran aus dem Wasser zu heben. Zwischendurch soll das Wrack immer wieder von Tauchern untersucht werden.

Das Ausflugsboot war am 29. Mai auf einem bei Touristen beliebten Abschnitt der Donau im Stadtzentrum von Budapest mit einem viel größeren Flusskreuzfahrtschiff zusammengestoßen. Das kleine Boot mit 33 südkoreanischen Passagieren und zwei Besatzungsmitgliedern an Bord sank innerhalb weniger Sekunden.

Nur sieben Insassen überlebten das Unglück. Die Zahl der geborgenen Todesopfer liegt mittlerweile bei 20. Acht Menschen werden noch vermisst, darunter ein sechsjähriges Mädchen und der Kapitän des Ausflugsbootes. Wegen der starken Strömung in der Donau konnten Taucher bisher nicht in das Wrack vordringen. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich daher darauf, die Bergung des Wracks vorzubereiten. Der Kapitän des Kreuzfahrtschiffs war nach dem Unglück verhaftet worden. Gegen ihn wird wegen einer Gefährdung des Schiffsverkehrs mit Todesfolge ermittelt.

Schiffsunglück auf der Donau: Weitere Tote 30 Kilometer Flussabwärts geborgen

Update vom 9. Juni 2019, 22.43 Uhr: Eineinhalb Wochen nach dem tödlichen Schiffsunglück auf der Donau in Budapest ist ein weiteres Opfer geborgen worden. Die Leiche einer Frau sei am Samstag bei Szazhalombatta aus der Donau geholt worden, erklärte die Polizei am Sonntag. Damit stieg die Zahl der geborgenen Toten auf 20. 

Schiffsunglück auf der Donau: Zwei weitere Leichen entdeckt - eine knapp 80 Kilometer Flussabwärts

Update vom 5. Juni 2019, 17.47 Uhr:

Eine Woche nach dem Zusammenstoß eines Ausflugsschiffes mit einem Flusskreuzfahrtschiff auf der Donau in Budapest haben Rettungskräfte zwei weitere Tote geborgen. Bei beiden handelte es sich um Südkoreaner, wie die ungarische Polizei am Mittwoch erklärte. Die Leiche eines Mannes wurde durch eine Öffnung im Schiffswrack geborgen, eine weitere Leiche wurde rund 80 Kilometer flussabwärts entdeckt. Damit stieg die Zahl der geborgenen Toten auf 13, weitere 15 Menschen werden noch vermisst.

Nur sieben der 35 Menschen an Bord des Unglücksschiffs hatten sich retten können. Die beiden Schiffe waren am Mittwochabend vergangener Woche bei strömendem Regen auf einem bei Touristen beliebten Abschnitt der Donau kollidiert, der einen Blick auf die Stadt und das Parlamentsgebäude bietet. Das kleine Boot mit 33 südkoreanischen Passagieren und zwei Besatzungsmitgliedern an Bord sank innerhalb weniger Sekunden.

Schiffsunglück auf der Donau: Taucher bergen Leiche unter Budapester Margaretenbrücke

Update vom 5. Juni 2019: Taucher haben eine Woche nach dem schweren Schiffsunglück auf der Donau eine weitere Leiche geborgen, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Nahe der Unglücksstelle unter der Budapester Margaretenbrücke hätten Taucher die 13. Leiche aus dem Wasser. Das berichtete demnach das Nachrichtenportal „24.hu“.

Schiffsunglück auf der Donau: Eine Leiche wurde nun 100 Kilometer entfernt geborgen

Update vom 4. Juni: Knapp eine Woche nach dem Zusammenstoß eines Ausflugsschiffes mit einem Flusskreuzfahrtschiff auf der Donau in Budapest haben Rettungskräfte zwei weitere Tote geborgen. Bei beiden handelte es sich um Südkoreaner, erklärte die ungarische Polizei am Dienstag. Der Körper eines Mannes sei durch ein Fenster aus dem Wrack geholt worden. Eine weitere Leiche sei 70 Kilometer südlich von Budapest auf der Höhe des Dorfs Kulcs entdeckt worden.

Damit stieg die Zahl der geborgenen Unglücksopfer auf elf. 17 Passagiere werden weiterhin vermisst. Nur sieben der 35 Menschen an Bord des Unglücksschiffs hatten sich retten können.

Budapest: Weitere Leiche nach Katastrophe aus der Donau geborgen

Update vom 3. Juni, 17.01 Uhr: Nach dem schweren Unglück am Mittwoch auf der Donau ist 100 Kilometer südlich von Budapest eine weitere Leiche gefunden worden, teilte die Nachrichtenagentur dpa mit. Die Identifizierung des Toten dauere an, teilte ein Sprecher der ungarischen Polizei am Montag mit. 

Die Leichen von sieben Südkoreanern wurden unmittelbar nach der Katastrophe aus der Donau geborgen. Sieben Südkoreaner konnten gerettet werden. 21 Menschen gelten als vermisst, für sie bestand am Montag so gut wie keine Hoffnung mehr.

Das Wrack des kleinen Ausflugsschiff „Hableany“ liegt in neun Metern Tiefe. Starke Strömungen in der Donau verhinderten bislang, dass Spezial- und Marinetaucher zu dem gesunkenen Schiff herabtauchen konnten.

Budapest: Video zeigt unfassbares Donau-Schiffsunglück - Kapitän „am Boden zerstört“

Update vom 2. Juni, 11.05 Uhr: Nach dem tödlichen Zusammenstoß mit einem Ausflugsschiff auf der Donau in Budapest hat ein Gericht Haftbefehl gegen den Kapitän des beteiligten Flusskreuzfahrtschiffs erlassen. Eine Freilassung auf Kaution lehnte es am Samstag auf Forderung der Staatsanwaltschaft ab. Nach Angaben seiner Anwälte ist der 64-Jährige wegen den schweren Unfalls „am Boden zerstört“, doch halte er weiter daran fest, „dass er keinen Fehler gemacht“ habe.

Die genauen Hintergründe des Unglücks waren auch am Wochenende unklar. Von der Polizei veröffentlichte Überwachungsvideos zeigen, wie das 135 Meter lange Kreuzfahrtschiff „Viking Sigyn“ mit großer Geschwindigkeit den fünf Mal kleineren Ausflugsdampfer überholt und ihm dabei immer näher kommt. Es war kurz zuvor von Budapest zu einer mehrtägigen Kreuzfahrt Richtung Deutschland aufgebrochen.

Schiffs-Tragödie in Budapest: Suche nach Vermissten wird ausgeweitet

Nach Informationen der ungarischen Zeitung Magyar Nemzet vom Samstag glauben die Ermittler, dass der Kapitän der "Sigyn" seinen Kollegen nicht über das Überholmanöver informiert und damit gegen die Schifffahrtsregeln verstoßen habe. Auch soll er die Polizei nicht über die Kollision informiert haben.

Unterdessen behindern Hochwasser und reißende Strömung weiter die Bergung des gesunkenen Ausflugsdampfers, in dessen Inneren ein Großteil der Vermissten vermutet werden. Auch am Samstag konnten Taucher das unter der Margaretenbrücke in sechs Metern Tiefe liegende Wrack nicht erreichen. Die Bergungsteams suchen Medienberichten zufolge nun nach Möglichkeiten, die Strömung rund um das Wrack einzudämmen. Auf der Brücke wehen seit Samstag schwarze Trauerfahnen.

Lesen Sie auch: Ein Transporter ist am Montagauf der A-99 bei Unterföhring fast ungebremst auf einen Sattelzug aufgefahren. Der Fahrer wurde schwer verletzt. Die Rettungsaktion war dramatisch.

Unterdessen ging die Suche nach Vermissten entlang der Donau weiter. Wegen der starken Strömung wurde sie bis nach Serbien und Rumänien ausgeweitet - drei der sieben Toten waren kilometerweit flussabwärts entdeckt worden.

Video zeigt die Sekunden des Donau-Schiffsunglücks - jetzt äußert sich Kapitän

Update vom 1. Juni, 16.50 Uhr: Nach der Tragödie in Budapest und der Kollision eines Ausflugsdampfers mit einem Flusskreuzfahrtschiff ist dessen Kapitän nun offiziell beschuldigt worden. Dies meldet die Nachrichtenagentur AFP in Berufung auf die Angaben eines Gerichtsvertreters. 

Bereits am Donnerstag wurde der 64-jährige Ukrainer in Gewahrsam genommen, da gegen ihn wegen „krimineller Fahrlässigkeit“  auf einer öffentlichen Wasserstraße ermittelt wird. 

Sieben Touristen aus Südkorea sind bei dem Bootsunglück auf dem beliebten Donau-Abschnitt in unmittelbarer Nähe zum Parlament am Mittwochabend ums Leben gekommen; 21 Reisende werden noch immer vermisst. Die Suche nach ihnen wird weiterhin fortgesetzt. 

Update vom 1. Juni, 12.17 Uhr: Die Rettungskräfte geben nicht auf: Drei Tage nach dem tragischen Bootsunglück auf der Donau in Budapest mit mindestens sieben Toten wollen die Helfer ihre Suche nach den 21 Vermissten ausdehnen. Da es sich bei den meisten Opfern um südkoreanische Touristen handelte, unterstützen Spezialisten von Marine und nationaler Feuerwehr aus Südkorea die Rettungsaktivitäten der ungarischen Behörden.

Am Samstag sei geplant, die Suche an der Oberfläche der Donau auf einer Strecke von bis zu 50 Kilometern flussabwärts fortzusetzen, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Regierungsbeamte. Die Bedingungen für die Suche unter Wasser durch Taucher seien nach wie vor schwierig.

Zu dem Unglück war es am Mittwochabend gekommen, als das kleine Ausflugsschiff „Hableany“ („Nixe“) mit dem wesentlich größeren Flusskreuzfahrtschiff „Viking Sigyn“ zusammenstieß.

Die Suche an der Oberfläche wollten die südkoreanischen Teams laut Yonhap mit Booten fortsetzen, die ihnen von den lokalen Behörden zur Verfügung gestellt wurden. Die Taucher aus Südkorea und Ungarn erwarteten demnach, am Montag ihre Aktivitäten unter Wasser, wenn möglich auch früher, beginnen zu können.

Nach Angaben von Ungarns Außenminister Peter Szijjarto arbeiten die lokalen Behörden auch mit Serbien zusammen. Er hatte am Freitag angedeutet, dass Leichen wohl bis nach Serbien treiben könnten. Die Bergung der gesunkenen „Hableany“ könnte nach Einschätzung von Experten noch Tage, vielleicht auch eine Woche dauern.

Dieses Video zeigt die Sekunden des Donau-Schiffsunglücks - jetzt äußert sich Kapitän

Update vom 31. Mai, 20.51 Uhr: Nach dem katastrophalen Schiffsunglück auf der Donau in Budapest wehrt sich der 64-jährige Kapitän der „Viking Sigyn“ gegen die Anschuldigung der "kriminellen Fahrlässigkeit". Der Anwalt des Ukrainers teilte mit, dass sein Mandant angibt, den tödlichen Unfall mit dem kleineren Schiff „Hableany“ nicht hätte verhindern zu können. Außerdem wehrt sich der 64-Jährige gegen die Anschuldigung, er habe gegen Regeln verstoßen, wie Spiegel Online berichtet. Der Anwalt erklärte, sein Mandant lenke seit 44 Jahren unfallfrei Schiffe auf der Donau und sei äußerst erfahren. Laut des Juristen sei es zu früh, um den Kapitän für das Unglück verantwortlich zu machen. Es solle erst ein Expertengutachten abgewartet werden, die voreilige Schuldzuweisung an den ukrainischen Bootsführer sei „nicht mehr als eine Theorie“. Bislang ist ein Haftbefehl gegen den 64-Jährigen zwar beantragt, aber noch noch endgültig erteilt worden, so Spiegel Online.

Im ukrainischen Staatsfernsehen erklärte die Vorsitzende des Verbands der Binnenschifffahrt, Attila Bencsik allerdings, dass die kleine „Hableany“ nicht auf das größere Kreuzfahrtschiff zu gesteuert sei. Viel mehr sehe es auf Videoaufnahmen von Überwachungskameras so aus, als habe die große „Viking Sigyn“ das kleinere Boot zwischen den Pfeilern der Margaretenbrücke in ihren Sog gezogen.

Video: Unglaubliche Szenen - Die Budapest-Tragödie auf der Donau

Budapest-Tragödie auf Donau: Kapitän festgenommen - Rettungskräfte mit schlimmer Vermutung

15.42 Uhr: Nach dem schweren Schiffsunglück auf der Donau in Budapest behindern Hochwasser und starke Strömung die Suche nach den 21 Vermissten. Bisher konnten Taucher das in sechs Metern Tiefe liegende Schiff nicht erreichen, wie der ungarische Außenminister Peter Szijarto am Freitag sagte. 

Die Rettungskräfte vermuten, dass sich die meisten Vermissten im Inneren des gesunkenen Schiffes befinden, da es zum Zeitpunkt des Unglücks in Strömen regnete. Seit Freitag verstärkt ein südkoreanisches Tauchteam die ungarischen Kollegen. Es traf am Morgen gemeinsam mit Außenministerin Kyung Wha Kang in der ungarischen Hauptstadt ein, wegen der reißenden Strömung waren jedoch zunächst keine Tauchgänge möglich.

Gemeinsam mit ihrem ungarischen Kollegen Szijjarto besuchte Kang die Unglücksstelle. Sie gebe die Hoffnung auf weitere Überlebende nicht auf, sagte sie anschließend vor der Presse. Ihr ungarischer Kollege äußerte sich vorsichtiger. Nach wochenlangem Regen seien Wetter und Strömung "gegen uns", sagte Szijjarto. "Unter Wasser ist die Sicht gleich Null, und der Pegel steigt weiter". Ungarn werde jedoch alles tun, um die Vermissten zu finden und die Tragödie aufzuklären.

Von der Polizei veröffentlichte Überwachungsvideos zeigen, wie das Kreuzfahrtschiff "Sigyn" von Viking mit großer Geschwindigkeit auf den kleinen Dampfer zufährt. Der 64-jährige ukrainische Kapitän der "Sigyn" wurde am Donnerstag in Gewahrsam genommen. Nach Angaben der Polizei wird gegen ihn wegen "krimineller Fahrlässigkeit" ermittelt.

Den Insassen an Bord der "Sigyn" geschah nichts. "Wir haben nicht einmal einen Stoß gespürt", berichtete die 66-jährige US-Touristin Ginger Brinton. Sie hätten das Unglück erst bemerkt, als sie Menschen im Wasser gesehen hätten: "Es war schrecklich".

Budapest-Tragödie auf Donau: Bergung des Wracks kann noch Tage dauern

11.56 Uhr: Die Suche nach den Opfern der Schiffstragödie bleibt weiterhin erfolglos. Zu dem Unglück war es am Mittwochabend gekommen, als das kleine Ausflugsschiff „Hableany“ („Nixe“) mit der wesentlich größeren „Viking Sigyn“ zusammenstieß. Videoaufnahmen des Unglücks ließen darauf schließen, dass wohl nicht das kleine Schiff auf die „Viking Sigyn“ zugesteuert sei, sagte der Vorsitzende des Verbands der Binnenschifffahrt, Attila Bencsik, am Freitag im ungarischen Staatsfernsehen. Vielmehr habe wohl das Flusskreuzfahrtschiff die kleine „Hableany“ zwischen den Pfeilern der Margaretenbrücke, wo die Strömung besonders stark sei, in ihren Sog gezogen, sagte Bencsik.

Pioniersoldaten begannen mit der Konstruktion einer Tauchplattform. Speziell ausgebildete Taucher sollen zum Wrack des gesunkenen Schiffs vordringen und dessen Bergung vorbereiten. „Die Bergung des Wracks kann noch Tage, ja sogar eine Woche dauern“, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur MTI den Geschäftsführer einer darauf spezialisierten Firma.

Budapest: Donau-Schiffsunglück: Suche nach Opfern immer noch erfolglos

9.34 Uhr: In Budapest haben Rettungskräfte auch die zweite Nacht in Folge vergeblich nach Opfern der Schiffskollision auf der Donau gesucht. Die Arbeiten wurden in der Nacht zu Freitag weiter durch den hohen Pegelstand und eine starke Strömung behindert. Das Boot mit südkoreanischen Touristen war am Mittwoch gesunken. 21 Menschen werden noch vermisst, für sie gibt es kaum noch Hoffnung.

Budapest-Tragödie auf Donau: Angehörige der Opfer reisen an

Update vom 31. Mai 2019, 6.40 Uhr: Zwei Tage nach dem schweren Schiffsunglück auf der Donau in Budapest reisen die ersten Angehörigen der aus Südkorea stammenden Todesopfer und Vermissten nach Ungarn. Am Freitag seien zunächst zehn Mitglieder von betroffenen Familien nach Budapest abgeflogen, berichteten südkoreanische TV-Sender. Im Verlauf des Tages würden weitere mehr als 30 Angehörige folgen. Auch wurde die südkoreanische Außenministerin Kang Kyung Wha in Budapest erwartet. Rettungskräfte des ostasiatischen Landes, darunter Spezialtaucher, sollen zudem die Suche am Unglücksort unterstützen.

News vom 30. Mai 2019: Budapest-Tragödie auf Donau: Kapitän nach Kollision mit Ausflugsdampfer festgenommen

22.30 Uhr: Nach dem Untergang eines Ausflugsdampfers auf der Donau ist der Kapitän eines Donau-Kreuzfahrtschiffes festgenommen worden. Gegen den 64-jährigen Ukrainer sei nach einer Vernehmung Haftbefehl beantragt worden, erklärte die Polizei in Budapest am Donnerstagabend.

Derzeit suchen hoch spezialisierte Taucher mit Unterstützung der Armee nach weiteren 19 südkoreanischen Passagieren sowie zwei Ungarn, dem Kapitän und einem Matrosen. Die Aussicht, sie lebend zu finden, wurde von den ungarischen Behörden als gering eingeschätzt. Der hohe Wasserstand, die starken Strömungen und die schlechten Sichtverhältnisse erschweren die Arbeit der Einsatzkräfte. Die Polizei berichtete, dass eine Leiche kilometerweit flussabwärts vom Unglücksort entfernt geborgen worden sei.

Ein Sonargerät wird während der Suche nach Überlebenden, nahe der Margaretenbrücke, ins Wasser gelassen.

Budapest-Tragödie auf Donau: Dramatisches Video zeigt Crash - deshalb hatten viele Passagiere keine Chance

16.42 Uhr: Ein weiteres schreckliches Unglück ereignete sich auf dem Rhein: Bei einem Bootsunglück auf dem Rhein sind am Donnerstag mindestens drei Menschen ums Leben gekommen

16.00 Uhr: Die Bild veröffentlichte nun ein Video, welches die schreckliche Todes-Kollision zweier Ausflugsschiffe zeigt. Darauf ist zu sehen, dass beide kurzzeitig parallel zueinander fahren, bis sie sich gefährlich nahe kommen. Als sich die Schiffe dann berühren, geht alles ganz schnell. Man sieht noch, wie das kleinere Passagierschiff zur Seite kippt und nach Angaben der Polizei binnen sieben Sekunden in dem eiskalten Wasser versinkt.

14.30 Uhr: Scheinbar gab es kaum Überlebenschancen für die Passagiere der „Hableany“ - wie Bild von der örtlichen Polizei erfahren haben soll, versank das Schiff innerhalb von sieben Sekunden. Aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse können die Taucher, die nach Überlebenden suchen, nichts tun. Deshalb soll nun das Wrack geborgen werden, in dem weitere Leichen vermutet werden.

Budapest: Donau-Schiffsunglück: Keine technischen Mängel

13.28 Uhr: Ein Sprecher des Schiffseigners Panorama Deck sagte der ungarischen Nachrichtenagentur MTI, das Boot sei regelmäßig gewartet worden und habe augenscheinlich keine technischen Mängel gehabt. "Es war ein normaler Sightseeing-Ausflug", sagte Mihaly Toth. "Wir wissen nicht, wie das passiert ist, die Behörden ermitteln, alles, was wir wissen, ist, dass es schnell gesunken ist."

Medienberichten zufolge wurde eine Leiche mehrere Kilometer südlich des Unglücksorts gefunden. Dies wurde von den Rettungsdiensten zunächst nicht bestätigt.

Die ungarische Regierung kondolierte den Familien der südkoreanischen Opfer. Sie stelle der Polizei, den Rettungsdiensten, Tauchern, Ambulanzen und Ärzten jede erdenkliche Hilfe zur Verfügung, erklärte die Regierung im Online-Dienst Facebook. Ungarns Gesundheitsministerin Ildikó Horváth begab sich an die Unglücksstelle.

Südkoreas Präsident Moon Jae In wies die Behörden an, "alle verfügbaren Ressourcen" für die Rettung bereitzustellen, wie das Präsidentenbüro mitteilte. Außenminister Kang Kyung Wha sollte am Donnerstag mit einer Delegation nach Budapest aufbrechen, wie sein Büro mitteilte. Seoul wolle zur Unterstützung der ungarischen Behörden 18 Vertreter nach Budapest entsenden, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Botschaftsmitarbeiter halfen den Rettungsdiensten bereits bei der Identifizierung der Opfer.

Budapest: Donau-Schiffsunglück: Strafverfahren gegen Unbekannt eingeleitet

12.29 Uhr: Nach Darstellung von Oberst Pal ereignete sich der Zusammenstoß am Mittwoch um 21.05 Uhr. Unter der Margaretenbrücke sei das kleine Ausflugsschiff vor das größere Kreuzfahrtschiff gebogen, wodurch es zu der Kollision kam. Das kleinere Schiff kenterte und ging in wenigen Sekunden unter.

Auf dem größeren Schiff - dem unter Schweizer Flagge fahrenden Flusskreuzfahrtschiff „Viking Sygin“ - wurden weder Gäste noch Besatzungsmitglieder verletzt, wie eine Sprecherin des Unternehmens Viking mitteilte. „Wir arbeiten bei Bedarf mit den Behörden zusammen.“

Wie Pal weiter ausführte, leitete die Polizei ein Strafverfahren gegen unbekannt wegen Gefährdung mit massenhafter Todesfolge ein. Der Kapitän der „Viking Sigyn“ und weitere Besatzungsmitglieder wurden als Zeugen befragt. Weitere Angaben wollte der Polizeioberst unter Berufung auf die laufenden Ermittlungen nicht machen.

Der erste Notruf war um 21.15 Uhr, zehn Minuten nach der Kollision, bei der Polizei eingegangen. Unmittelbar darauf begannen große Such- und Rettungseinsätze von Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst.

Budapest: Donau-Schiffsunglück: Informationen sickern nur spärlich durch

11.02 Uhr: Weitere Details zum Schiffsunglück in Budapest kommen spärlich. Laut der Bild-Zeitung sagte ein Sprecher der Rettungskräfte am frühen Donnerstagmorgen: „Bislang wurden sieben Menschen in einem stabilen Zustand ins Krankenhaus eingeliefert.“ Die Suche nach den Vermissten mit Hilfe von Tauchern werde fortgesetzt. Allerdings gestaltet sie sich sehr schwierig. Heftige Regenfälle hatten seit Anfang Mai den Wasserstand der Donau ansteigen lassen, die Strömung ist enorm.

Budapest: Donau-Schiffsunglück: Nur sieben der 35 Menschen an Bord gerettet?

Update um 8.15 Uhr: Noch sind die genauen Opferzahlen nach dem Schiffsunglück in Budapest unklar. Nach Informationen der dpa konnten sieben der 33 Passagiere gerettet werden. Was mit den beiden Crewmitgliedern des Schiffes passierte, ist unklar. Ungarische Medien berichteten, dass Scheinwerfer Teile der Wasseroberfläche der Donau beleuchteten. Die Suche nach den Vermissten wurde jedoch durch heftigen Regen und die starke Strömung erheblich erschwert, wie das Internet-Portal „Index.hu“ berichtete. Die Wassertemperatur betrug nur 15 Grad.

Nach Berichten der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap befanden sich 30 Touristen auf dem Ausflugsschiff, die eine Sechs-Länder-Reise nach Osteuropa gebucht hatten. Dazu kämen noch drei Reisebegleiter sowie zwei Besatzungsmitglieder. Die meisten Reisenden seien 40 bis 50 Jahre alt gewesen. Auch ein sechsjähriges Kind sei an Bord gewesen.

Südkoreas Präsident Moon Jae In wollte eine „schnelle Einsatzgruppe“ mit 18 Beamten und Rettungskräften nach Budapest schicken. Der südkoreanische Reiseveranstalter Verygoodtour entschuldigte sich für das Unglück. Das Unternehmen werde alles tun, um den Opfern und deren Familien zu helfen, sagte der Leiter des Kundenservice im südkoreanischen Fernsehen.

Das 27 Meter lange, für 60 Passagiere ausgelegte Unglücksschiff gehört dem Budapester Schifffahrtsunternehmen Panorama Deck. Ein Sprecher der Firma teilte am späten Mittwochabend mit: „Es werden alle Ressourcen mobilisiert, um Menschenleben zu retten.“ Die Ursache des Zusammenstoßes mit dem anderen, größeren Schiff war zunächst unklar.

Rettungsaktion in Budapest an nach dem Schiffsunglück in der Donau.

Budapest/Ungarn: Schiffsunglück auf der Donau: Mindestens sieben Tote bei Tragödie

Erstmeldung aus Budapest - Am Mittwochabend sind zwei Touristenschiffe auf der Donau in Budapest zusammengestoßen. Dabei verloren mindestens sieben Menschen ihr Leben. Nach derzeitigen Behördenangaben werden weitere 19 Passagiere und zwei ungarische Besatzungsmitglieder noch vermisst. Bei den Passagieren handelt es sich um Touristen aus Südkorea, wie das Außenministerium in Seoul mitteilte. Insgesamt waren 33 Südkoreaner sowie zwei ungarische Besatzungsmitglieder an Bord. 

Schiffsunglück in der Donau in Budapest: Taucher suchen in der Donau nach Vermissten

Das Unglück ereignete sich gegen 22 Uhr auf Höhe des in der Nacht beleuchteten Budapester Parlaments. Das Ausflugsschiff "Hableany" (“Nixe“) kollidierte mit einem anderen Schiff, kenterte und versank im Fluss. Das Schiff wurde nach mehreren Stunden nahe der Margaretenbrücke gefunden. Auf dem größeren Schiff kam niemand zu Schaden.

Am Donnerstagmorgen teilte ein Sprecher der Rettungskräfte mit, dass bislang sieben Menschen in Krankenhäuser eingeliefert wurden. Taucher suchen nach den Vermissten. Durch heftige Regenfälle sei der Wasserstand der Donau jedoch derzeit stark angestiegen, was die Suche erschwere. 

Budapest: Schiffsunglück in der Donau: Ungarns Gesundheitsministerin spricht Angehörigen ihr Beileid aus

Südkoreas Präsident Moon Jae In ordnete einen Krisenstab an. Zusammen mit den ungarischen Behörden sollten "alle verfügbaren Ressourcen" für die Rettung bereitgestellt werden. Ungarns Gesundheitsministerin Ildikó Horváth begab sich an die Unglücksstelle, um den Angehörigen der Opfer ihr Beileid auszudrücken.

Zuletzt kam es bei Eggolsheim (Oberfranken) zu einem Unfall auf dem Main-Donau-Kanal. Mitten in der Nacht war ein Kapitän mit seinem Ausflugsdampfer an einer Brücke hängen geblieben, wie Merkur.de* berichtete.

Im Oktober 2018 lag die Schifffahrt auf der Donau bei Regensburg lahm. Der Grund: Zu wenig Regen, wie ebenfalls Merkur.de* berichtete. 

Flusskreuzfahrten zwischen Passau und Budapest sind bei Touristen besonders beliebt. Was die Reisenden auf der Donau erwartet, lesen Sie in diesem Bericht.

dpa/AFP/mag

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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