Corona-Impfung in Deutschland

Wann werde ich gegen Corona geimpft? Mit diesem Rechner erfahren Sie Ihren Impftermin

Wann bekomme ich endlich einen Impftermin? Diese Frage soll nun der Corona-Impfterminrechner beantworten und zeigt nach wenigen Schritten, wann Sie voraussichtlich einen Termin erhalten.

  • Seit Ende Dezember wird in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft.
  • In einigen Bundesländern sind die bisher verfügbaren Impftermine bereits ausgebucht. Bisher sind noch zu wenig Impfdosen verfügbar.
  • Ein Corona-Impfrechner errechnet nun einen möglichen Impftermin für jeden, der sich impfen lassen möchte.

Seit Ende Dezember wird auch in Deutschland* gegen das Coronavirus geimpft. Während einige sich auf keinen Fall impfen lassen wollen, freuen sich die anderen bereits auf einen baldigen Impftermin*. Denn die Hoffnung, dass dadurch die Pandemie langsam ein Ende findet* und wir endlich unseren normalen Alltag wieder zurückbekommen, ist groß. Doch in vielen Impfzentren sind bereits die Impftermine für Monate ausgebucht. Wie echo24.de* bereits berichtete, hat Bundesgesundheitsminister Spahn versichert*, dass noch in diesem Jahr alle, die sich impfen lassen wollen, auch eine Impfung erhalten werden. Aber wann genau? Eine erste Antwort darauf bietet der Corona-Impfrechner.

Wie funktioniert der Corona-Impfterminrechner?

An sich funktioniert der Corona-Impfterminrechner total einfach. Dafür muss zuerst die Webseite www.omnicalculator.com/health/impfterminrechner aufgerufen werden. Anschließend gibt es einige Felder, die auszufüllen sind. Durch die Antworten kategorisiert der Corona-Impfterminrechner, in welche Prioritätsstufe des Impfplans in Deutschland* eine Person fällt und demnach auch, wann diese nach aktueller Verfügbarkeit an Impfdosen* in etwa einen Termin erhält. Dabei sind aber keine Angaben zur Person nötig, die Auswertung erfolgt anonym.

Laut der Bundesregierung gibt es im aktuellen Impfplan vier Gruppen:

Gruppe mit „höchster Priorität“: alle über 80-Jährigen, Bewohner und Personal von Pflegeheimen, Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten, Personal auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und im Rettungsdienst gehören zu dieser ersten Gruppe, die die Corona-Impfung zuerst erhalten können, wenn sie möchten.

Gruppe mit „hoher Priorität“: Personen ab 70 Jahren, Menschen mit Trisomie 21, Demenzkranke, Transplantationspatienten, Bewohner von Obdachlosen- oder Asylbewerberunterkünften und enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren sowie Bereitschaftspolizisten. 

Die dritte Gruppe umfasst über 60-Jährige, Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr, Personen in besonders relevanter Position in staatlichen Einrichtungen sowie Erzieher, Lehrer und Mitarbeiter im Einzelhandel.

Zur vierten Gruppe zählen all anderen, die sich impfen lassen möchten.

Als Erstes wird das Alter angegeben und ob eine prekäre Arbeits- und/oder Lebensbedingungen besteht. Danach werden Angaben zum Beruf gemacht. Dabei wird unter anderem abgefragt, ob der Beruf in einer medizinischen Einrichtung ausgeführt wird, ob beruflicher Kontakt mit Risikopatienten oder allgemein mit vielen Menschen, wie z.B. als Lehrer besteht oder ob in einer staatlichen Einrichtung gearbeitet wird. Als Nächstes wird gefragt, ob man Bewohner einer Pflegeeinrichtung oder einer Gemeinschaftsunterkunft ist oder dort arbeitet. Weitere Aspekte sind, ob Kontakt zu Risikopatienten und Schwangeren besteht und ob Vorerkrankungen vorhanden sind.

Corona-Impfterminrechner: Ergebnisse nach dem aktuellen Impfplan der Bundesregierung

Zuletzt kann noch der aktuelle Impfplan* eingestellt werden, nach Impfrate, dem Zeitraum in dem geimpft wird und wie viel Prozent der deutschen Bevölkerung sich überhaupt impfen lassen wollen. Diese Angaben müssen laut der Entwicklerin Bogna Szyk nicht selbst eingestellt werden, wie sie gegenüber echo24.de erzählt: „Diese Voreinstellung ist die aktuellste Prognose der Bundesregierung. Der Impfterminrechner wird werktäglich mit der Anzahl der laut Robert-Koch-Institut bisher durchgeführten Impfungen aktualisiert. Die Impfbereitschaft* und die Impfrate werden nach den offiziellen Angaben der Bundesregierung aktualisiert.“

Warum ist der Impfplan dennoch variabel verstellbar? Die Diplom-Ingenieurin Bogna Szyk sagt dazu: „Obwohl wir unser Tool auf der Grundlage offizieller Informationen erstellt haben, möchten wir, dass der Benutzer verschiedene Szenarien durchspielen kann. Was könnte passieren, wenn die Regierung mehr Impfstoffe* sicherstellt und diese Rate verdoppelt? Was wäre, wenn wir mit der gleichen Impfrate wie Anfang Januar weitermachen würden?“

Der Corona-Impfterminrechner: Wann werde ich geimpft?

Wer nur ein junges Alter angibt, rutscht automatisch in die letzte Prioritätsstufe. Der Zeitraum, der dabei rauskommt, ist sehr breit gefasst – das persönliche Ergebnis der Autorin ergibt: „Basierend auf Ihrem persönlichen Profil befinden sich deutschlandweit von 19.476.125 bis 38.334.545 Personen vor Ihnen in der Warteschlange für eine COVID-Impfung. Bei einer Impfrate von 670.000 pro Woche und einer Impf-Bereitschaft von 54 Prozent können Sie erwarten, Ihre erste Impfdosis von 07/08/2021 bis 20/02/2022 zu erhalten. Die zweite Impfdosis sollten Sie dann vom 28/08/2021 bis 13/03/2022 erhalten.“ Über den Corona-Impfterminrechner berichtet auch mannheim24.de*.

Warum ist dieser Zeitraum so groß? Frau Szyk sagt dazu: „Anhand der vom Robert Koch-Institut geschätzten Gruppengröße wissen wir, wie viele Personen sich in der Warteschlange vor Ihnen befinden. Die Division dieser Zahl durch die Impfrate ergibt die geschätzte Wartezeit. Natürlich ist jede der vier Prioritätsgruppen recht groß. Wir können nicht genau wissen, welchen Platz Sie in dieser Gruppe bekommen, da alle Personen in einer Gruppe die gleiche Priorität haben. Deswegen auch der große Zeitraum. Selbstverständlich hoffen wir alle, dass Bundesgesundheitsminister Spahn recht behält und sich die Anzahl der verfügbaren Impfungen und damit die Impfrate im Laufe dieses Jahres erhöhen wird. Sobald dies passiert, werden wir unsere Zahlen anpassen.“

Allgemein möchte die Entwicklerin des Corona-Impfrechners darauf hinweisen, dass es sich bei der Kalkulation lediglich um eine Schätzung handelt. „Es ist unmöglich, den genauen Termin zu garantieren, weil sich die Situation täglich ändert. Wir versuchen aber sicherzustellen, dass das Tool immer aktuell ist und die Informationen so genau wie möglich sind.“

Wer steckt hinter dem Corona-Impfterminrechner?

Der Corona-Impfrechner wurde von der Diplom-Ingenieurin Bogna Szyk, Absolventin der Technischen Universität Wien, und ihrem Kollegen Philip Maus der Universität Pisa entwickelt. Der Impfrechner ist in Zusammenarbeit mit dem Start-up Omni Calculator entwickelt worden. Omni Calculator wurde im Rahmen des Axel Springer Plug and Play Accelerator Programms in Berlin gegründet. Das Start-up wird von 30 internationalen Wissenschaftlern betreut. Der Corona-Impfterminrechner ist kein Angebot der Bundesregierung. *echo24.de und *mannheim24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe

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