Corona-Pandemie

Pflicht beim Einkaufen und im ÖPNV: Wie Sie hochwertige OP- und FFP2-Masken erkennen

Mit der Verschärfung der Corona-Regeln rücken Masken erneut in den Fokus: Teilweise sind FFP2-Masken oder OP-Masken nun vorgeschrieben. Was Sie wissen müssen.

  • Zur weiteren Eindämmung der Corona*-Pandemie: In gewissen Bereichen sind jetzt medizinische Masken pflicht.
  • Bei der Auswahl einer FFP2-Maske muss auf mehr geachtet werden als wohl die Meisten denken.
  • Ein Test zeigt ob die Maske auch wirklich schützt.

Kassel - Masken sind mittlerweile zur Normalität im öffentlichen Raum geworden. Aktuell wurde mit den neuen Corona-Regeln beschlossen, dass in manchen Bereichen jetzt nur noch bestimmte medizinische Masken getragen werden dürfen.

Doch welche sind die Richtigen, wo liegen die Unterschiede und wie erkenne ich diese? Wir haben zusammengefasst, was Sie jetzt wissen müssen.

Corona-Maske: Neue Pflicht in Verkehrsmitteln und Supermarkt

Auf der Bund-Länder-Konferenz am Dienstag (19.01.2021) wurde die Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln und Supermärkten beschlossen. Im Gegensatz zu den klassischen Alltagsmasken aus Stoff, gewährleisten diese einen besseren Schutz vor den potenziell Corona-infektiösen Aerosolen.

Als medizinische Masken gelten in erster Linie, OP-Masken und Masken mit der Schutzklasse FFP2 oder höher. Warum diese einen besseren Schutz bieten und wo der Unterschied zwischen den Masken liegt, werden wir im Folgenden erklären.

Ob beim Einkauf oder im ÖPNV - Das Tragen von OP- oder FFP2-Masken ist wegen der Corona-Pandemie teilweise Pflicht (Symbolbild).

Corona-Masken: Art der Ansteckung wichtig für die Wahl der richtigen Art

Die sogenannten Alltags-Masken aus Stoff schützen in erster Linie vor der direkten Ansteckung mit dem Corona-Virus. Also davor beim direkten Kontakt, beim Sprechen, Husten oder ähnlichem. Hier kann das Corona-Virus durch direkte Aufnahme von Aerosolen aufgenommen werden.

Bezeichnung:FFP2
Schutzwirkung:Mindestens 95 Prozent, trockene oder nasse Partikel
Anwedung: Pandemie-Bekämpfung, Arbeitsschutz

Unterschied von Alltags-, OP- und FFP2-Masken: Was bietet am besten Schutz?

Wovor die Stoff-Masken weniger schützen, ist der indirekte Ansteckungsweg. Bei diesem erfolgt die Ansteckung durch eine erhöhte Viruslast in den Aerosolen innerhalb eines Raumes. Gegen diesen Weg schützen allerdings FFP2-Masken. Vereinfacht gesagt, bieten Stoff-Masken weniger Eigenschutz als medizinische Masken, so Christian Kähler, Leiter des Instituts für Strömungsmechanik und Aerodynamik an der Universität der Bundeswehr in München gegenüber dem Tagesspiegel.

Die sogenannten OP-Masken bieten hier allerdings einen weniger guten Schutz als die FFP2-Masken. Es ist wichtig, dass diese eng anliegend getragen werden. Doch selbst dann kommt die Schutzwirkung nicht an die einer FFP2-Maske heran. Der Abstand von 1,5 Meter muss beim Tragen von OP-Masken dringend weiter eingehalten werden.

In einigen Bundesländern wurde die Maskenpflicht verschärft. Nun sind medizinische Masken teilweise Pflicht. Aber wie erkenne ich eine gute FFP2-Maske? (Symbolbild)

FFP-Masken: Durch Elektrisierung werden die Corona-Partikel aufgehalten

FFP-Masken gibt es in drei Klassen, die unterschiedlich stark filtern. Die Bezeichnung FFP steht für „filtering face piece“, zu Deutsch „filterndes Gesichtsstück“. Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind nur die obere beiden Kategorien geeignet, also FFP2- und FFP3-Masken.

Der Stoff aus dem FFP2- und FFP3-Masken gemacht sind, wird beim Ein- und Aus-Atmen elektrisch geladen. Dadurch bleiben Aerosole in dem Stoff hängen. Die Masken bieten sowohl einen hohen eigen als auch einen hohen fremd-Schutz. In anderen Ländern werden die Masken anders bezeichnet.

Das liegt an den unterschiedlichen gesetzlichen Bestimmungen. Vergleichbar mit der FFP2-Klasse sind die Klassen KN95 und N95. Die Bezeichnung KN95 stellt die chinesische Kennzeichnung dar, mit N95 werden die Masken in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) gekennzeichnet.

Masken gegen Corona: FFP2 und Co. - So erkennt man gute Masken

Kunden können die Qualität von Masken an der Zertifizierung erkennen. Um eine zertifizierte Maske zu erkennen, muss auf diese verschiedenen Kriterien geachtet werden:

  • Zertifizierungskennzeichen:  „EN 149“ - Gibt die Test-Norm des Filtermaterials an.
  • Schutzstufe: FFP2 oder FFP3 oder KN95 oder N95.
  • Sicherheitszeichen: Eine CE-Kennzeichnung muss ebenfalls vorhanden sein.
  • Kennzeichnung der Institution: Hinter dem CE-Zeichen muss eine vierstellige Nummer stehen - Diese gibt das Institut an, welches die Prüfung vorgenommen hat.
  • Marke: Auch der Hersteller muss auf der Maske erkenntlich sein.

Masken gegen Corona: Der richtige Sitz ist ausschlaggebend - So kann dieser überprüft werden

Damit die Maske auch die gewünschte Schutzwirkung gegen Corona-Viren liefert, ist es wichtig das die Luft beim ein- und ausatmen nicht am Rand der Maske durch kommt. Um sicherzugehen, dass die FFP2-Maske auch richtig sitzt, gibt es einen einfachen Test. Dieser ist insofern wichtig, als das es die Masken in verschiedenen Ausführungen und Formen gibt. Um eine Schutzwirkung zu garantieren, muss hier die passende Ausführung gewählt werden.

Um den Luft-Fluss zu überprüfen, muss die Maske aufgesetzt werden. Anschließend noch den Bügel an der Nase fest drücken und schon kann der Test beginnen. Dafür einmal kräftig tief ein- und ausatmen. Beim Einatmen muss sich die Maske zusammenziehen. Beim Ausatmen darf kein Luftzug an den Rändern der Maske spürbar sein.

Corona-Maskenpflicht: Metallbügel bei Mundschutz überprüfen

Sollte doch ein Luftzug spürbar sein, nochmals den Metallbügel an der Nase überprüfen. Bei manchen Ausführungen lassen sich auch die Halteriemen einstellen. Sollte beides keine Besserung bewirken, muss ein anderes Fabrikat beziehungsweise eine andere Form gewählt werden.

Bei Bartträgern, kann die Gesichtsbehaarung ebenfalls dazu führen, dass die Schutzwirkung gegen Corona-Viren bei der Maske nicht mehr gegeben ist. (Lucas Maier) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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