Präsenzlehre bis Ende Januar ausgesetzt

Corona-Lockdown in Hessen: Schulstart 2021 löst scharfe Kritik aus

Wegen Corona soll der Unterricht an den Schulen in Hessen weitestgehend in digitaler Form abgehalten werden. Doch der Schulstart verläuft mehr als holprig.

  • Aufgrund des Corona*-Lockdowns findet bis vorerst Ende Januar keine Präsenzlehre statt.
  • An vielen Schulen in Hessen kommt es nach dem Schulstart im neuen Jahr zu Chaos beim Digitalunterricht.
  • Die Bildungsgewerkschaft GEW kritisiert die fehlende technische Ausstattung.

Kassel/Wiesbaden - Während des aktuellen Lockdowns stoßen die Schulen in Hessen an ihre Grenzen. Zum Schulstart 2021 gibt es an einigen Bildungsstätten Chaos bei der Umsetzung der Lehre unter den aktuellen Corona-Bedingungen. Am Montag, 11.01.2021, hatte der Unterricht begonnen.

Laut einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) kommt es fünf Tage nach Wiederaufnahme des Unterrichts während des Corona-Lockdowns an einigen Schulen in Hessen zu Problemen bei der Umsetzung des Digitalunterrichts. Die Bildungsgewerkschaft GEW spricht von einem „Kuddelmuddel“, da die digitale Lehre ab der siebten Klasse nicht einwandfrei funktioniere und einige Schulen nicht mit den nötigen technischen Geräten ausgestattet seien. Verantwortlich für dieses Chaos sei die fehlende Leistungsfähigkeit und die Instabilität des hessischen Schulportals.

Corona in Hessen: GEW kritisiert Unterschiede bei technischer Ausstattung

Jedoch sieht das Kultusministerium Hessen die Situation ganz anders: „Die Rückmeldungen waren, dass bis auf kleinere Anlaufprobleme beim Login des Schulportals die Lage an den Schulen sehr gut war“, sagte ein Sprecher. Außerdem sei das Ministerium mit der Resonanz auf den Präsenzunterricht sehr zufrieden. Eltern von Schülern der Jahrgangsstufen eins bis sechs können frei wählen, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken - 18 Prozent haben dieses Angebot angenommen. Es zeige, dass die Eltern mit der momentanen Corona-Situation verantwortungsvoll umgehen.

Schule im Corona-Lockdown: Viele Kinder werden derzeit digital unterrichtet - doch die technische Ausstattung lässt zu Wünschen übrig. (Symbolbild)

Besonders auffällig sind allerdings die Unterschiede der technischen Ausstattung zwischen Grund- und weiterführenden Schulen. Am Beispiel der Adolf-Reichwein-Schule in Rodenbach im Main-Kinzig-Kreis zeigt sich, dass die Sekundarstufe eine deutlich bessere digitale Ausstattung als die Grundschule hat. Dort gibt es zudem die Möglichkeit des Unterrichts per Videoübertragung.

Schulen in Hessen im Corona-Lockdown: Präsenzpflicht vorerst ausgesetzt

Da die Landesregierung aufgrund der Corona-Pandemie beschlossen hat, den Unterricht an Schulen bis Ende Januar weitestgehend auszusetzen, fällt die Präsenzpflicht für die Schüler weg. Jedoch ist der Gang zur Schule dennoch möglich, falls sich Eltern zu Hause nicht um ihre Kinder kümmern können. Mit der Ausnahme von Abschlussklassen werden ältere Schüler aber grundsätzlich digital unterrichtet. (Alina Schröder) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Ulrich Perrey

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