Wo öffnet der Handel?

Öffnungschaos in Baden-Württemberg: App zeigt aktuelle Corona-Lage je nach Stadt

Geschlossene Geschäfte sind in der Einkaufsmeile Königstraße zu sehen.
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Wo in Baden-Württemberg Geschäfte wie öffnen dürfen, ist für viele noch immer verwirrend. Die Regeln sind komplex.

Die Warn-App Nina hatte beim bundesweiten Warntag 2020 nicht überzeugt: Viele Nutzer bekamen keine oder zu späte Meldungen. Nun wurde die App überarbeitet und informiert über lokale Corona-Lagen.

Stuttgart/Berlin - Im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg (BW24* berichtete) kann die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz Warn-App Nina, eine Hilfe sein. Obwohl sie beim bundesweiten Warntag im September 2020 nicht funktionierte und der Warntag allgemein ein Flopp* war, soll sie nun dabei helfen, Meldungen über örtliche Corona-Regeln zu versenden.

Eigentlich wurde Nina dafür konzipiert, Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für unterschiedliche Gefahrenlagen per Push-Nachrichten an Smartphones zu versenden. So können Nutzer beispielsweise über Gefahrstoffausbreitung oder einen Großbrand informiert werden. Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes, wie eine Meldung über den nächsten Orkan, der Deutschland droht*, oder Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer sind ebenfalls in die Warn-App integriert.

Wie funktioniert die Warn-App Nina?

In der Warn-App Nina können die Gebiete und Orte abonniert werden, für die man gewarnt werden möchte: Landkreise, Gemeinden oder Umkreise von bis zu neun Quadratkilometer um einen frei wählbaren Ort sind möglich. Auf Wunsch warnt die Warn-App Nina auch für den aktuellen Standort. Dabei werden dem Anbieter zufolge keinerlei Standortdaten erfasst.

Zusätzlich zu den bisherigen Warnungen, informiert die Warn-App seit der neusten Aktualisierung nun auch über lokale Informationen zum Coronavirus, wie etwa aktuelle Corona-Fälle in Baden-Württemberg*, die Inzidenzwerte der Landeshauptstadt Stuttgart*, News-Ticker zur Corona-Pandemie oder Hinweise des Gesundheitsministeriums. Diese Meldungen sind abhängig vom Standort oder den abonnierten Orten.

Öffnung des Handles in Baden-Württemberg: Kann die Warn-App Nina beim Einkaufen helfen?

Seit dem 8. März gibt es viele Corona-Lockerungen* - Viele Einzelhändler und auch Zoos in Baden-Württemberg haben wieder geöffnet*. Kommende Woche dürfen auch Museen wieder Besucher empfangen*. Die Warn-App Nina informiert die Nutzer über lokal geltende Corona-Regelungen sowie Allgemeinverfügungen. So kann sie also dabei helfen, zu entscheiden, ob sich ein Einkaufstrip in eine bestimmte Stadt lohnt.

Wichtig ist dabei natürlich, zu wissen, bei welchen Inzidenzwerten was erlaubt ist: So dürfen unter einem Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner Geschäfte öffnen, bei einem Inzidenzwert von über 50 ist nur das sogenannte „Click & Meet“ erlaubt. Das bedeutet, dass Kunden vorab einen Termin im Geschäft ihrer Wahl vereinbaren müssen und dann in einem vorgegebenen Zeitrahmen einkaufen gehen können - dies gilt natürlich nicht für Lebensmittelläden und andere Geschäfte des täglichen Bedarfs. *BW24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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