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Corona in Deutschland: Umfrage zu Lockdown-Verlängerung zeigt ziemlich eindeutiges Bild

Eine Pflegekraft steht im Infektionszimmer für Covid-19-Patienten im künstlichen Koma auf der Interdisziplinären internistischen Intensivtherapiestation (ITS) der Universitätsmedizin Rostock.
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Eine Pflegekraft steht im Infektionszimmer für Covid-19-Patienten im künstlichen Koma auf der Interdisziplinären internistischen Intensivtherapiestation (ITS) der Universitätsmedizin Rostock.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen des RKI vom Freitagmorgen zeigt weiterhin einen positiven Trend. Der oberste Intensivmediziner warnte nun eindringlich.

  • Das Corona*-Mutationen breiten sich weiter in Deutschland aus. (siehe Update vom 10. Februar, 16.30 Uhr)
  • Der oberste Intensivmediziner warnte nun vor Lockerungen. (siehe Update vom 11. Februar, 22.21 Uhr)
  • Die Corona*-Zahlen des RKI vom Freitag zeigen erneut einen positiven Trend. (siehe Update vom 12. Februar, 6.25 Uhr)
  • Dieser News-Ticker ist beendet. Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandemie in Deutschland finden Sie hier.

Update vom 12. Februar, 10.10 Uhr: Während sich das Infektionsgeschehen in Deutschland mittlerweile auf einem konstanten Niveau eingependelt hat, scheint die Ausbreitung einer Virus-Mutation an der Grenze zu Deutschland rasant zu steigen. Am Vormittag informieren nun RKI-Chef Lothar Wieler und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn über die aktuelle Lage in Deutschland.

Nachdem die Corona-Maßnahmen durch den Corona-Gipfel noch einmal verlängert wurden, hält eine große Mehrheit der Bundesbürger die Verlängerung der Maßnahmen laut einer Umfrage für richtig. 72 Prozent der Befragten stehen hinter der Entscheidung von Bundesregierung und Ländern, die Einschränkungen weitestgehend bis zum 7. März zu verlängern, wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von RTL und ntv ergeben hat. Ein Viertel ist mit der Verlängerung dagegen nicht einverstanden. Mehrheitlich abgelehnt wird die Verlängerung des Lockdowns ausschließlich von den Anhängern der FDP (66 Prozent) und der AfD (84 Prozent).

Corona in Deutschland: RKI meldet erneut konstante Zahlen

Update vom 12. Februar, 6.25 Uhr: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 9860 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Zudem wurden 556 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Freitag hervorgeht. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 6.25 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Am Freitag der vergangenen Woche wurden vom RKI noch 12.908 Neuinfektionen und 855 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Bei den Corona-Zahlen in Deutschland ist daher weiterhin ein positiver Trend zu erkennen.

Die 7-Tage-Inzidenz lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 62,2, der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,85. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 85 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flacht das Infektionsgeschehen ab.

Corona in Deutschland: „Lage bis Ostern sehr ernst“ - DIVI-Präsident Marx warnt

Update vom 11. Februar, 22.21 Uhr: Der Corona-Lockdown wurde verlängert. Dennoch gehen die Zahlen immer weiter zurück und Deutschland hofft auf Lockerungen. In dieser Situation meldet sich nun Deutschlands oberster Intensivmediziner zu Wort. Gernot Marx, Präsident der DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin) mahnte nun gegenüber Focus Online: „Die Zahlen gehen zurück, das ist gut so. Aber von einer Entspannung können wir erst reden, wenn sie (Intensivpatienten, d. Red.) unter 1000 sinken – davon sind wir noch viele Wochen entfernt“. Die Lage in den Krankenhäusern sei weiter sehr angespannt.

Das liege aber nicht nur an den Covid-Patienten, so Marx weiter. Die Wintermonate brächten zudem mehr Erkältungsinfekte und Unfälle in die Kliniken. „Die Ärzte und die Pflegekräfte auf den Intensivstationen sind wirklich erschöpft“, fasst Marx in dem Interview weiter zusammen.

Die Mutationen stellen demnach eine neue Bedrohungslage dar. Man rechne aktuell mit einer dritten Welle - ohne, dass die zweite überhaupt überstanden sei, so der Intensivmediziner. Deshalb rät er gegenüber Focus Online von vorschnellen Lockerungen ab. Auch ohne Mutationen bleibe die „Lage bis Ostern sehr ernst“, so Marx.

Update vom 11. Februar, 20.39 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch in einem Schlachthof in Husum (Schleswig-Holstein) hat nun der Kreis Nordfriesland mitgeteilt, dass bereits 59 der insgesamt 332 Mitarbeiter positiv getestet wurden. Betroffen seien neben der Stammbelegschaft mit rund 207 Beschäftigten auch ein externes Unternehmen mit insgesamt 105 Angestellten sowie 20 Mitarbeiter des Kreis-Veterinäramtes. 30 Prozent der Test-Ergebnisse stehen demnach noch aus.

Bereits am Dienstag, nach Bekanntwerden des Corona-Ausbruchs in dem Betrieb, ordnete das Gesundheitsamt für alle Mitarbeiter Quarantäne an. Der Kreis prüfe nun, ob die Schließung des Betriebs bis zum 14. Februar angeordnet werden müsse, hieß es weiter.

Corona in Deutschland: Könnten alle schon viel früher geimpft sein? Neue Berechnung macht Hoffnung

Update vom 11. Februar, 19.32 Uhr: Die Corona-Impfungen gehen in Deutschland weiter schleppend voran. Kanzlerin Angela Merkel sprach nun erneut davon, dass jeder bis Ende des Sommers (21. September) ein Impfangebot bekommen soll. Doch in Berlin ist man offenbar durchaus zuversichtlich, dass dies bereits viel früher der Fall sein könnte.

Das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung hatte am Mittwoch ein Paper veröffentlicht und darin auf Basis von wahrscheinlichen Impf-Liefer-Modellen errechnet, bis wann jeder Deutsche über 18 Jahren geimpft sein könnte. Das berichtete zuerst das ZDF.

Variante eins sagt demnach aus: Falls Biontech, Moderna und AstraZeneca - also die Hersteller, die bislang zugelassen sind - ihre Lieferverpflichtungen einhalten können, jeder Deutsche über 18 Jahren bis Mitte September geimpft sein könnte. Das ist die vorsichtige Variante, die auch Merkel kommuniziert hatte.

Noch schneller ginge es aber bei Variante zwei - dann nämlich wenn noch weitere Impfstoffe hinzukommen würden - etwa Curevac oder Johnson&Johnson. Nach der Auswertung des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung könnten schon Mitte August alle Menschen über 18 Jahren geimpft sein. Vorausgesetzt sie wollen sich impfen lassen und die Hersteller liefern.

Corona-Reisehinweise: Deutschland verschärft Hinweise für China

Update vom 11. Februar, 15 Uhr: Geht es nach vielen Experten, hat das Coronavirus seinen Ursprung in China. Zu Beginn der Pandemie breitete sich der Erreger vor allem in Wuhan rasend schnell aus. Durch strikte Maßnahmen der Regierung kehrte jedoch schon nach einiger Zeit wieder Normalität in China ein. Doch aus Angst vor einer erneuten Pandemie-Welle zieht das Land nun noch einmal bei Verschärfungen stark an. Mit dem Hinweis auf mögliche drastische Maßnahmen Chinas im Kampf gegen das Coronavirus hat nun auch die Bundesregierung ihre Reisehinweise für die Volksrepublik verschärft.

„Personen mit auskurierter Covid-19-Erkrankung werden, trotz negativer PCR- und IgM-Antikörpertests und grünem QR-Code, bei Einreise in sofortige mehrwöchige Krankenhausquarantäne überführt und weitreichenden Untersuchungen unterzogen“, war am Donnerstag auf der Webseite des Auswärtigen Amtes zu lesen. Dies könne auch Personen betreffen, „die aufgrund einer unentdeckten Erkrankung an Covid-19 noch Antikörper aufweisen“. Gleiches könne für Reisende gelten, die mit demselben Flug einreisen wie eine Person, die positiv auf Covid-19 getestet werde. „Medizinische Maßnahmen der chinesischen Seite sind invasiv und beinhalten neben teils täglichen Blutentnahmen häufig auch Computertomografie-Aufnahmen.“ Von nicht notwendigen Reisen nach China werde „abgeraten“, heißt es weiter.

Corona: Bundesregierung verschärft Reisehinweise für China

Die Verschärfung folgte auf in Peking kursierende, offiziell unbestätigte Informationen über die Einweisung von Einreisenden mit einem positiven Antikörper-Test, der eigentlich auf eine überwundene Erkrankung und eine mögliche Immunität hinweist. In diplomatischen Kreisen war auch von einem Fall zu hören, wobei sogar ein Reisender mit Antikörpern durch eine Impfung Probleme bekommen haben soll. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete sogar von einem Bundesbürger, der im Januar nach China eingereist sei und dabei angegeben habe, zuvor eine Covid-19-Erkrankungen überwunden zu haben. Er werde wegen eines positiven IgG-Antikörper-Tests seit Mitte Januar in einem Krankenhaus festgehalten. Der Zeitung berichtete von weiteren Fällen eines Bundesbürgers und einer Person aus einem anderen Staat.

Corona in Deutschland: Jeder fünfte Corona-Infizierte in Düsseldorf durch Mutation infiziert

Update vom 11. Februar, 10.50 Uhr: Fast jeder fünfte Corona-Infizierte in Düsseldorf trägt die sogenannte britische Virusvariante. Dies ergaben zusätzliche Untersuchungen, die seit dem 1. Februar bei allen positiven PCR-Proben aus dem Testzentrum und den mobilen Testdiensten der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt vorgenommen wurden, wie die Stadt am Mittwochabend mitteilte. Bisher wurde in Düsseldorf in 34 Fällen die britische Virusvariante nachgewiesen, das sind 19,5 Prozent der untersuchten positiven Proben.

Die Stadt entschied sich demnach dazu, bei jedem engeren Kontakt ohne entsprechende Schutzmaßnahmen zu einem mit einer Coronavirus-Mutation infizierten Menschen vorsorglich bereits eine Quarantäne anzuordnen. Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) mahnte, die „Einhaltung der Hygieneregeln und das Tragen von FFP2-Masken, auch wo sie nicht verpflichtend sind, sind probate Mittel, um das Virus an der Verbreitung zu hindern“.

Corona in Deutschland: Kanzlerin Merkel warnt vor weiterer Mutations-Ausbreitung

Update vom 11. Februar, 9.50 Uhr: Die Infektionszahlen in Deutschland sind seit Tagen auf einem konstanten Niveau, doch die Gefahr einer dritten Welle ist noch nicht gebannt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält angesichts der Verbreitung von Mutanten des Coronavirus noch immer höchste Vorsicht für nötig.

„Noch ist nicht alles auserforscht, aber wir tun gut daran, an den Annahmen vieler Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland nicht zu zweifeln, wenn sie uns erklären, alle drei Mutationen sind deutlich aggressiver, also ansteckender, übertragen sich leichter als das Ursprungsvirus“, warnte Merkel am Donnerstag im Bundestag in einer Regierungserklärung. Darauf müsse man sich einstellen, um ein neues, exponentielles Wachstum der Infektionen zu verhindern. „So ist es in einigen europäischen Ländern bereits geschehen, die daraufhin eine zeitweilig dramatische Zunahme an Infektionsfällen erlebten, mit allen katastrophalen Auswirkungen auf die Gesundheitssysteme.“

Corona in Deutschland: RKI meldet aktuelle Zahlen - und 666 neue Todesfälle

Update vom 11. Februar, 6.28 Uhr: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 10.237 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden 666 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Donnerstagmorgen hervor. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 6.28 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Am Donnerstag der vergangenen Woche hatte das RKI noch 14.211 Neuinfektionen und 786 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Bei den Corona-Zahlen in Deutschland ist daher ein positiver Trend zu erkennen.

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz lag laut RKI am Donnerstagmorgen bei 64,2. Der 7-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,82 (Vortag 0,82). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 82 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter dem Wert 1, flacht das Infektionsgeschehen ab.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Gastronomie wartet teils noch immer auf die Novemberhilfen

Update vom 10. Februar, 20.45 Uhr: Die Bund- und Länderkonferenz hat an diesem Mittwochabend den Coronavirus-Lockdown in Deutschland bis zum 7. März verlängert: Schulen, Friseure, Gastronomie - diese Corona-Regeln gelten jetzt in Deutschland.

Update vom 10. Februar, 18.40 Uhr: Eine Corona-Mutation breitet sich in Tschechien an der deutschen Grenze bei Sachsen* rasant aus - und der östliche Nachbar bekommt die Zahlen einfach nicht in den Griff (siehe Link).

Update vom 10. Februar, 18.15 Uhr: Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband), hat von der Politik endlich die vollständige Auszahlung der angekündigten Novemberhilfen an ihre Branche gefordert.

40 Prozent der Unternehmen hätten im Zuge der Coronavirus-Pandemie in Deutschland noch immer keine Novemberhilfen bekommen, erzählte Hartges im Gespräch mit Welt live: „Da ist die Lage wirklich dramatisch, die Situation ist verheerend.“

Vom Lockdown-Gipfel im Kanzleramt erwarte sie Antworten auf folgende Frage: „Wann können wir wie wieder öffnen?“ Mittlerweile gebe es viele „Unternehmen“ in der Hotel- und Gastro-Branche, „die mit dem Rücken zur Wand stehen“.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Chefin der Gesundheitsämter fordert Fortsetzung der Augangssperre

Update vom 10. Februar, 18 Uhr: Die Chefin der deutschen Gesundheitsämter plädiert für eine Fortsetzung der Ausgangssperre in der Coronavirus-Pandemie in Deutschland*. Lockerungen hält sie für verfrüht (siehe Link).

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Furcht vor einer dritten Corona-Welle

Update vom 10. Februar, 16.30 Uhr: Die Angst vor einer dritten, womöglich durch eine Mutation ausgelösten Welle, scheint bei Experten groß zu sein. Vor allem die in Großbritannien entdeckte Mutation bereitet vielen Sorge, soll sich der mutierte Erreger doch noch schneller verbreiten, als das übliche Coronavirus bislang. Nun wurde eine größere Zahl der Mutante in Brandenburg entdeckt.

Wie Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher im Gesundheitsausschuss des Landtags am Mittwoch erklärte, seien bislang 49 Fälle der Großbritannien-Mutante in Brandenburg entdeckt worden. Aktuell habe sich die Zahl um zwei Neuinfektionen erhöht. Besonders betroffen seien die Landkreise Barnim und Oberhavel. Wie Nonnemacher weiter erklärte, sei die Gefahr groß, dass die Virus-Mutation bereits viel weiter verbreitet sei.

Corona-Mutationen breiten sich weiter aus. (Archivfoto)

Corona in Deutschland: Wird der Lockdown verlängert? Ministerpräsident zerschlägt Hoffnung auf „Öffnungsorgie“

Ursprungsmeldung vom 10. Februar: Berlin - Seit etwa einem Jahr breitet sich das Coronavirus* in Deutschland und der Welt aus. Noch immer infizieren sich täglich mehrere tausend Menschen in Deutschland mit dem Erreger. Seit Mitte Dezember befindet sich das Land im Lockdown. Am Mittwoch soll nun bei einem Krisen-Gipfel über eine eventuelle Verlängerung beratschlagt werden. Ob sich Bürger eventuell sogar auf Lockerungen einstellen könnten, ist bislang nicht klar. Geht es nach Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann rücken diese noch in weite Ferne.

Wenn die landesweiten Inzidenzen über einen gewissen Zeitraum unter 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner sind, werde man vorsichtige Öffnungsschritte gehen, sagte er der Badischen Zeitung am Mittwoch. „Niemand kann aber erwarten, dass wir gleich
eine Öffnungsorgie starten.“ Dafür sei die Lage zu fragil. „Die Erfahrungen anderer Länder zeigen: Zu frühe Öffnungen führen zu
Rückschlägen und damit zu noch härteren Maßnahmen.“ Jeder müsse seine Kontakte einschränken.

Zur sinkenden Zustimmung zur Pandemie-Politik in der Bevölkerung sagte Kretschmann: „Wenn man den Kampf gegen das Virus mit einem Krieg vergleichen würde, müsste man sagen: Die Leute werden langsam kriegsmüde.“

In Deutschland liegt die 7-Tage-Inzidenz* aktuell bei 68,0. Kein Bundesland liegt bisher unter dem 50er-Wert. Baden-Württemberg hat neben vier weiteren Bundesländern schon unter den 60er-Wert geschafft (siehe Liste). Sorgenkinder sind seit Tagen dagegen das Saarland (101,1) und Thüringen (122,6).

„In Brandenburg, Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen liegt die 7-Tage-Inzidenz deutlich über der Gesamtinzidenz“, heißt es im aktuellen Lagebericht des Robert-Koch-Instituts* (RKI). Immerhin lässt sich aus den RKI-Daten vom Vortag eine leichte Verbesserung in Thüringen (Vortag: 123) ablesen.

Corona in Deutschland - 7-Tage-Inzidenz unter 60

  • Baden-Württemberg 57,6
  • Berlin - 56,2
  • Rheinland-Pfalz - 57,6
  • Hamburg - 58,6
  • Niedersachsen 59,8

Corona in Deutschland: Schwarzfahrer attackiert Kontrolleur - und spuckt ihm ins Gesicht

Währenddessen kam es zu einem brutalen Vorfall im Kölner Hauptbahnhof. Wie die Polizei mitteilt, hatte ein Schwarzfahrer einen Fahrkartenkontrolleur geschlagen und dann auch noch bespuckt. Der 23-Jährige und seine 20 Jahre alte Freundin sind demnach ohne Ticket in eine S-Bahn gestiegen.

Als der Mitarbeiter der Deutschen Bahn nach der Fahrkarte fragte, versuchte das Paar zu fliehen. Der Kontrolleur hielt den jungen Mann fest, der sofort um sich schlug, sodass beide zu Boden fielen. Dann zerrte der 23-Jährige den Angaben zufolge dem Bahn-Mitarbeiter die Schutzmaske herunter und spuckte ihm ins Gesicht. Die Frau schlug dem 39-Jährigen auf den Kopf. Alarmierte Polizeibeamte nahmen das Paar mit zur Wache. Den beiden droht nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung und des Erschleichens von Leistungen. (jl mit Material der dpa) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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