Der News-Ticker zur Pandemie

Österreich: Schließen die Skigebiete jetzt wegen Corona? Entscheidung ist gefallen

In Österreich breitet sich die Corona-Mutation immer mehr aus. Zudem sorgen die offenen Skigebiete in der Coronavirus-Pandemie für Diskussionen. Der News-Ticker.

  • Österreich rechnet mit einer weiteren Corona*-Infektionswelle. Die Sorge vor ansteckenden Mutationen aus Großbritannien und Südafrika wächst.
  • Der harte Lockdown* wird verlängert - dazu verkündet die Alpenrepublik eine FFP2-Maskenpflicht (Update vom 17. Januar, 12.45 Uhr).
  • Dieser News-Ticker ist beendet. Alle weiteren Nachrichten zu Corona in Österreich finden Sie ab sofort in unserem neuen Ticker.

Update vom 18. Januar, 22.15 Uhr: Schließen die Skigebiete an diesem Montag wegen der Corona-Krise* komplett? Und beenden die Seilbahnen-Betreiber damit schon Mitte Januar die Ski-Saison in Österreich für (Tages-) Touristen?

Diese Frage wurde an diesem Montagnachmittag in einer Video-Konferenz zwischen den Seilbahnen-Chefs aus den verschiedenen österreichischen Bundesländer erörtert. Ein Aus für die gesamte Amateur-Wintersport-Saison stand im Raum.

Doch: Die Teilnehmer der Schalte entschieden sich dagegen - mit einer Ausnahme. Die Skilifte und Gondeln bleiben für Einheimische geöffnet. Das berichtet der Kurier. Tages-Touristen vor allem aus dem Ausland sollen die Seilbahnen dagegen nicht mehr benutzen.

Die Skigebiete haben trotz des harten Corona-Lockdowns* teils geöffnet, es ist eine umstrittene Ausnahme weit über Österreich hinaus in der Coronavirus-Pandemie. Doch zuletzt zeigte sich immer mehr, dass sich der Betrieb der Seilbahnen und Gondeln ohne Hotellerie und Gastronomie und mit deutlich weniger Touristen gar nicht rechnet.

„Ohne den ausländischen Touristen geht es nicht. Die großen Skigebiete in Westösterreich sind natürlich geprägt vom ausländischen Gast“, erklärte der Branchensprecher in der Wirtschaftskammer Österreich, Robert Seeber, der F.A.Z.

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Coronavirus-Pandemie in Österreich: Wie lange dauert der harte Lockdown noch?

Update vom 18. Januar, 20.15 Uhr: Wie lange dauert der harte Corona-Lockdown in Österreich noch?

Laut Sebastian Kurz (ÖVP) ist längst nicht gesichert, dass die strengen Covid-19-Beschränkungen am 8. Februar enden und stattdessen wieder Lockerungen in Kraft treten.

 „Im Idealfall haben wir die Möglichkeit, am 8. Februar Öffnungsschritte zu setzen. Können wir das garantieren? Nein“, sagte der Bundeskanzler dem Sender Puls 24. Das Ziel sei es, unter 700 Neuinfektionen pro Tag zu kommen. Dann könne es wieder Öffnungen geben. Aktuell liegen die täglich neu registrierten Corona-Fälle aber zwischen 800 und 1000.

Coronavirus-Pandemie in Österreich: Verlängerte Grenzkontrollen aus Tschechien und der Slowakei

Update vom 18. Januar, 16.30 Uhr: Österreich verlängert den harten Corona-Lockdown bis 8. Februar, und Österreich verlängert jetzt auch die Grenzkontrollen zu Tschechien und der Slowakei bis 7. Februar - wegen der Virus-Mutation B.1.1.7.

Heißt: Aus den beiden osteuropäischen Nachbarn der Alpenrepublik darf nur wer ins Land, der oder die einen mindestens 72 Stunden alten negativen PCR-Test vorweisen kann. Alle drei Länder gelten derzeit als Treiber der Virus-Mutation.

Coronavirus-Pandemie in Österreich: Bundeskanzler Sebastian Kurz macht wegen Corona-Impfstoff Druck

Update vom 18. Januar, 16.10 Uhr: Sebastian Kurz (ÖVP) macht Druck: Der Bundeskanzler Österreichs will gemeinsam mit den Regierungschefs von Dänemark und Griechenland darauf drängen, dass der Corona-Impfstoff aus der Kooperation des Pharma-Unternehmens AstraZeneca mit der Universität Oxford möglichst schnell durch die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA zugelassen wird.

In der letzten Januar-Woche will die EMA darüber beraten, Kurz forderte aber nun eine schnelle Zulassung: „Für uns zählt jede Woche“, erklärte der 34-Jährige. SPÖ-Chefin und Oppositionspolitikerin Pamela Rendi-Wagner forderte derweil: „In der Zeit des Lockdowns muss jede Stunde, jeder Tag genützt werden. Bis Lockdown-Ende müssen über 80-Jährige und Gesundheitspersonal durchgeimpft werden. Das schützt jeden einzelnen Geimpften, aber auch die Intensivstationen vor Überlastung.“

Aber: Wie Deutschland hat auch Österreich das Problem, das aktuell noch zu wenig Covid-19-Impfstoffdosen verfügbar sind.

Coronavirus-Pandemie in Österreich: SPÖ macht wegen Coronavirus-Mutation B.1.1.7 Druck

Update vom 18. Januar, 15.45 Uhr: Wie in Deutschland gibt es auch in Österreich Kritik an der dortigen Bundesregierung wegen deren Corona-Politik.

Konkret: SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner plädiert dafür, wegen der Ausbreitung der Coronavirus-Mutation B.1.1.7, möglichst wenige Kinder in die Schulen zu schicken. Die Bundesregierung von Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte ein Modell bestimmt, wonach Eltern ihre Kinder in die Schulen schicken können, nicht müssen, aber am besten Fall nicht sollen.

So viel zum Durcheinander. Wie Rendi-Wagner (früher selbst Gesundheitspolitikerin) erklärte, könnten die Experten derzeit das Risiko für Schul-Kinder durch die Virus-Mutation noch nicht absehen. Solange das nicht klar ist, „bin ich auch dafür, dass Schüler so wenig wie möglich in die Betreuung geschickt werden“, sagte sie.

Markant: Noch vor wenigen Wochen hatte die SPÖ im Parlament dafür protestiert, dass die Bildung für die Schüler in der Covid-19-Lage geschützt werden müsse - und dass die Schulen vom harten Lockdown (mittlerweile bis 8. Februar) möglichst ausgenommen werden sollten.

Coronavirus-Pandemie in Österreich: Gerichtsverhandlung zu den Corona-Ansteckungen in Ischgl

Update vom 18. Januar, 13.45 Uhr: Im Streit um Corona-Ansteckungen im Tiroler Skiort Ischgl ist für April eine erste mündliche Verhandlung vor einem Wiener Gericht angesetzt. Das teilte der Vorsitzende des Verbraucherschutzvereins (VSV) Peter Kolba am Montag mit. Bis dahin sollen weitere 100 Amtshaftungsklagen gegen die Republik Österreich eingereicht werden, erklärte er weiter.

„Wir sind für jahrelange Verfahren gerüstet, ob die Marke Ischgl jahrelangen Streit aushält, muss Tirol beurteilen“, so Kolba. Bei dem Verein haben sich nach eigenen Angaben Tausende Menschen gemeldet, die sich Anfang vergangenen Jahres bei Aufenthalten im damaligen Hotspot Ischgl mit dem Coronavirus infiziert haben sollen. Die Kläger wollen Schadensersatz. Bei der Verhandlung am 9. April vor dem Landgericht für Zivilrechtssachen in Wien geht es laut Kolba um den Fall eines in Ischgl infizierten und dann gestorbenen Österreichers. Der Verein plane zudem, im Frühjahr eine Sammelklage zu organisieren.

Corona in Österreich: 1161 Neuinfektionen und 40 Todesfälle

Von Sonntag auf Montag wurden in Österreich 1161 neue Corona-Infektionen gemeldet. Damit ist die Zahl niedriger als in den vergangenen Tagen. Von der Regierung um Kanzler Sebastian Kurz wird allerdings ein Wert von etwa 700 täglichen Neuinfektionen angestrebt. Innerhalb eines Tages gab es zudem 40 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.  

Die höchsten Zahlen weist derzeit Niederösterreich mit 318 neuen Corona-Fällen binnen 24 Stunden auf. Die Neuinfektionen der einzelnen Bundesländer im Überblick:

  • Niederösterreich: 318
  • Wien: 195
  • Oberösterreich: 135
  • Steiermark: 131
  • Salzburg: 106
  • Tirol: 87
  • Kärnten: 72
  • Vorarlberg: 64
  • Burgenland: 53

Corona in Österreich: Impfung in Altenheim - Bürgermeister und 29 externe Personen lassen sich mitimpfen

Update vom 18. Januar, 10.14 Uhr: Wie auch in Deutschland, sind der Corona-Impfstoff und Impftermine in Österreich knapp - und heiß begehrt. Umso verwunderlicher: In einem Altenheim im österreichischen Eberschwang wurden neben den Bewohnern zusätzlich 30 externe Personen geimpft. Das berichtet die Kronen-Zeitung.

Ein weiterer Punkt, der einem bei diesem Vorgang ins Auge sticht: Aus dem Pflegeheim erhielten gerade einmal acht Bewohner und acht Mitarbeiter die Corona-Impfung. Unter den 30 externen Geimpften sind etwa der Bürgermeister Josef Bleckenwegner, seine zwei Vize-Bürgermeister sowie Familienmitglieder von Hausärzten.

Auch in Österreich gibt es strenge Corona-Impfliste, die festlegt, wer zu welchem Zeitpunkt geimpft werden darf. Der Bürgermeister und ein Großteil der extern Geimpften waren demnach noch nicht an der Reihe.

Corona in Österreich: Impfstoff war eigentlich für Heimbewohner und Mitarbeiter bestimmt

Laut der Sozialabteilung war besagter Impfstoff prioritär für die Bewohner und Mitarbeiter des Altenheims bestimmt. „Externe Dienstleister des Alten-und Pflegeheims, die regelmäßig (mehrmals wöchentlich) in der Einrichtung ihre Dienste verrichten“, wird das Amt von der Kronen-Zeitung zitiert.

Bürgermeister Bleckenwegner kann die Aufregung über den Vorfall absolut nicht nachvollziehen. „Ich hab’ schon daran gedacht, in der nächsten Gemeindezeitung über meine Impfung zu schreiben. Wegen der Vorbildwirkung für an der Impfung Zweifelnde“, wird er von der Kronen-Zeitung zitiert. Außerdem vertritt Bleckenwegner die Meinung, dass Kommunalpolitiker als „fürs Heim systemrelevante Personen“ eingestuft worden seien.

Österreich: Bürgermeister lässt sich in Altenheim impfen - Zuspruch von Corona-Impfarzt

Zuspruch bekommt er von Impfarzt Dr. Florian Obermair. Seine Familienmitgliedern wurden in dem Heim ebenfalls geimpft. Der Mediziner sieht darin ebenfalls eine Vorbildwirkung gegenüber Impf-Skeptikern. Außerdem seien seine Angehörigen deshalb immunisiert worden, „weil sie in der Ordination arbeiten, Patienten versorgen und ins Heim fahren“.

Corona in Österreich: Lockdown verlängert harten Lockdown

Update vom 18. Januar, 7.38 Uhr: „Unser Ziel ist es, ab 8. Februar erste Öffnungsschritte zu setzen“, erklärte Österreichs Kanzler Sebastian Kurz am Sonntag im Bundeskanzleramt in Wien. Ursprünglich sollte der Lockdown am 18. Januar mithilfe des Freitestens beendet werden, dann waren Lockerungen für den 25. Januar vorgesehen. Stattdessen wurden die Maßnahmen am Sonntag verschärft und bis mindestens 7. Februar verlängert.

„Wir sind keine Hellseher. In einer Pandemie gibt es keine Garantie“, rechtfertigte Kurz die Lockdown-Verlängerung. Eine Öffnung zum 8. Februar sei allerdings „kein unrealistisches Ziel“. Die Regierung hofft nun, die 7-Tage-Inzidenz auf einen Wert von 50 zu senken - das entspräche knapp 700 täglichen Neuinfektionen. „Wir wissen derzeit nicht, ob das überhaupt schaffbar ist“, erklärte Kurz. Auch die Regierung habe „die Situation satt“.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) verkündete am Sonntag die Lockdown-Verlängerung.

Corona in Österreich: FFP2-Maskenpflicht wie in Bayern - Regierung will Preise senken

Update vom 17. Januar, 17.16 Uhr: Wie in Bayern ist das Tragen einer FFP2-Maske auch im österreichischen ÖPNV bald Pflicht. Das gilt im Alpenland auch für den Handel. Oe24.at will jetzt aus Regierungskreisen erfahren haben, dass Österreich an einem Preishammer bastelt.

FFP2-Masken zum „Selbstkostenpreis“ hatte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (s.u.) bereits angekündigt. Nun ist offenbar durchgesickert, wie hoch er wohl sein wird. Aktuell kostet eine FFP2-Maske im Supermarkt rund drei Euro. Das will die österreichische Bundesregierung auf einen Euro drücken.

Einkommensschwache Personen sollen die Masken gratis erhalten. Wie diese Verteilungen vonstatten gehen soll, kläre das Gesundheitsministerium derzeit, heißt es.

Corona in Österreich: Kurz verkündet neue Lockdown-Maßnahmen - und gleichzeitig Pläne für Lockerungen

Update vom 17. Januar, 12.45 Uhr: Wie erwartet, hat Bundeskanzler Sebastian Kurz die Verlängerung des Lockdowns verkündet. Die neuen Maßnahmen gelten ab dem 25. Januar für zwei Wochen. So wird der Mindestabstand auf zwei Meter angehoben, in Supermärkten, Tankstellenshops und öffentlichen Verkehrsmitteln sind FFP2-Masken Pflicht. Letztere würden - anders als in Deutschland - zum „Selbstkostenpreis“ angeboten werden, dieser sei laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober „wirklich gering“.

OÖ. Auch wenn Bürgermeister Josef Bleckenwegner (SPÖ) die ganze Auf­regung nicht versteht – ein seltsames Bild gibt der Vorgang schon ab: Im Pflegeheim seiner Gemeinde Eberschwang bei Ried wurden mehr Externe als Heim-Bewohner und -Mitarbeiter gegen Corona geimpft. Auch der Bürgermeister selbst und seine beiden Stellvertreter, die nach Impfliste noch nicht an der Reihe sind, wurden dort immunisiert.

Nur acht Heimbewohner und ebenso viele Mitarbeiter erhielten den Schutz gegen das Corona-virus. Aber 30 andere Personen von außerhalb. Der Bürgermeister rechtfertigte dies mit seiner Vorbildfunktion in Sachen Schutzimpfung, der Krisenstab des Landes reagierte verschnupft: „Nicht zulässig.“ 

Der Plan sieht Lockerungen ab dem 8. Februar vor - eine entsprechend positive Entwicklung der Infektionszahlen vorausgesetzt. Dann sollen Einzelhandel, körpernahe Dienstleistungen und Museen unter strengen Auflagen öffnen, für Gastronomie und Tourismus gelte dies nicht - hier soll Mitte Februar festgelegt werden, ob Öffnungen im März möglich sein werden. In den Schulen soll zumindest bis zu den kurz bevorstehenden Semesterferien Distance Learning oberstes Gebot sein, danach sollen die Selbsttests hier wöchentlich anstehen.

Corona in Österreich: Mega-Lockdown bahnt sich an - mehr Abstand und FFP2-Masken-Pflicht?

Update vom 17. Januar, 8.55 Uhr: Österreich steuert wie Deutschland auf seinen so genannten Mega-Lockdown zu. Was das bedeutet, erklärt die Zeitung Krone: So soll ganz nach Art des Markus Söder die FFP2-Maske zur Pflicht-Gesichtsbekleidung werden, der Appell zu Home-Office-Tätigkeiten werde verschärft, Schulen sollen erst am 8. Februar wieder öffnen, Hotels müssen auch während der Semesterferien zwischen dem 30. Januar und dem 21. Februar geschlossen bleiben, gleiches gelte für Seilbahnen in Wintersportgebieten. Ab 8. Februar sollen Handel, körpernahe Dienstleistungen und Museen unter verschärften Bedingungen wieder öffnen, der Mindestabstand von bislang einem Meter - in Österreich liebevoll Baby-Elefant genannt - auf zwei Meter wachsen.

Derweil sieht die Krone in der FFP-Maske angesichts eines Stückpreises von vier Euro „eine logistische und für viele Österreicher finanziell herausfordernde Verschärfung“. Oswald Wagner, Vizerektor der MediUni Wien, plädiert in der Zeitung dafür, die spezielle Mund-Nasen-Bedeckung zum Selbstkostenpreis zur Verfügung zu stellen. Es heißt, diese seien vielerorts vergriffen, zudem würden Senioren noch immer auf die vor Weihnachten versprochenen Gratis-Masken warten.

Bezüglich des Home Office wird wohl keine Pflicht verkündet. Im Raum stehe allerdings, Betretungsverbote für Büros zu verordnen und lediglich für Schlüsselarbeitskräfte Ausnahmeregelungen zu definieren.

Kanzler Sebastian Kurz kassiert wegen der sich anbahnenden Maßnahmen bereits Gegenwind. „Ich erwarte mir ein Datum für erste Öffnungsschritte“, fordert Wirtschaftskammer-Chef Harald Mahrer und mutmaßt: „Der März wird es nicht sein.“ Kritisch äußert sich auch Gewerkschaftsbund-Chef Wolfgang Katzian: „Irgendwann geht mir das jetzt auch schön langsam auf den Hammer. Weil das tun ja manche so, wie wenn Home Office heißt ‚Hängematte‘. Die müssen ja hackeln, müssen weiter arbeiten, für die Firma arbeiten. Wer glaubt, da kann man nebenbei Kinderbetreuung, Home Schooling machen, Home Cooking, die leben am Mond, abseits jeder Realität.“

Update vom 16. Januar, 20.04 Uhr: Offiziell wird die Regierung um Kanzler Sebastian Kurz ihre Entscheidung bezüglich des Lockdowns in Österreich wohl erst am Sonntagvormittag verkünden. Doch bereits am Samstagabend sickerte in österreichischen Medien durch, dass es wohl eine Verlängerung geben wird. Weitere zwei bis drei Wochen könnte das Alpenland nach dem 25. Januar (Ende des bisherigen Lockdowns) heruntergefahren bleiben, berichten verschiedene Landesmedien übereinstimmend.

Läden, Hotels und Wirtshäuser müssen weiterhin geschlossen bleiben. Auch die Schulen können wohl - anders als erhofft - zunächst nicht öffnen. Ähnlich wie in Bayern könnte es in Supermärkten, Postämtern und öffentlichen Verkehrsmitteln eine FFP2-Maske verpflichtend werden, wie zum Beispiel der Kurier berichtet.

Corona in Österreich: In Wien könnte bald jede 5. Neuinfektion auf die britische Mutation zurückgehen

Update vom 16. Januar, 19.13 Uhr: Während in Wien die Regierung über eine Verlängerung des Lockdowns berät, melden sich die Gesundheitsbehörden vor Ort mit einer beunruhigenden Zahl. Denn diese gehen davon aus, dass der Anteil der Corona-Infektionen mit der hoch ansteckenden britischen Mutation in die Höhe schnellen wird, wie oe24.at berichtet.

Erste Ergebnisse einer Studie der Medizinischen Universität Wien zeigen wohl, dass etwa 17 Prozent aller Fälle in der Hauptstadt auf die Mutation zurückzuführen sind. Bei 83 positiven PCR-Tests aus Wien wurde bei 14 Proben die britische Mutation nachgewiesen. Sollten sich diese Daten auch hochgerechnet bestätigen, könnte bald jeder 5. Fall in Wien auf die Mutation zurückgehen.

Corona in Österreich: In Wien tümmeln sich tausende Demonstranten ohne Abstand und Maske

Update vom 16. Januar, 17.26 Uhr: Wie bereits angekündigt haben sich in der Hauptstadt Wien am Samstag tausende Menschen zu Corona-Demonstrationen getroffen. Sie wollen gegen die Anti-Corona-Maßnahmen protestieren. Man war im Vorhinein von bis zu 20.000 Demonstranten ausgegangen, tatsächlich seien es etwa 10.000 Personen, wie der öffentlich-rechtliche ORF berichtet.

Ein Kameramann der APA berichtete, Hooligans hätten auch Medienvertreter angepöbelt, so der ORF weiter. Auch Gegendemonstranten sind in Wien auf der Straße. Eine Gruppe solcher Aktivisten soll versucht haben, den Zug der Anti-Corona-Demonstranten zu blockieren. Die Polizei musste die beiden Gruppen auseinander halten. Unterdessen sind die Beratungen über eine Verlängerung des Lockdowns noch immer in Gang.

In Wien protestieren tausende Menschen dicht an dicht und ohne Masken.

Corona in Österreich: Harter Lockdwon geht vermutlich in die Verlängerung

Update vom 16. Januar, 15.15 Uhr: Um während der Corona-Pandemie für die Einhaltung der Abstandsregeln zu werben, gibt es in Österreich ein charmantes Längenmaß: den Baby-Elefanten. Denn die Länge eines Elefanten-Sprosses soll eben genau einen Metern, also der bisherigen, österreichischen Empfehlung zum Mindestabstand entsprechen.

Doch die Zeichen in Wien stehen aktuell auf Lockdown-Verlängerung. Auf dem Krisengipfel in Wien berät die Regierung über eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen und das hat auch für den kleinen Vierbeiner Konsequenzen. Der Baby-Elefant wird voraussichtlich zum etwas ausgewachseneren Elefanten - Der Abstand soll sich auf zwei Meter verlängern. Laut oe24-Informationen soll außerdem eine FFP2-Maskenpflicht im Handel fix sein – also auch in Supermärkten, Banken, Postfilialen und Apotheken.

Im Kampf gegen das Coronavirus hält man in Österreich aktuell einen Baby-Elefanten Abstand.

Auch weitere Verschärfungen werden diskutiert. Am Samstagmorgen hatte sich Med-Uni-Experte Oswald Wagner sogar für eine Home-Office-Verpflichtung ausgesprochen. Am meisten debattiert wird allerdings noch um Schulen und Handel.  „Derzeit schaut es aber nicht so aus, als würde die Regierung hier am 25. Jänner etwas öffnen“ heißt es dazu aus den österreichischen Bundesländern. Erwartet wird nach aktuellem Stand eine Verlängerung des Lockdowns, vermutlich um zwei bis drei Wochen.

Corona in Österreich: Folgt ein noch härterer Lockdown? Bis zu 20.000 Bürger bei Demo am Samstag erwartet

Update vom 16. Januar, 11.59 Uhr: Während im Kanzleramt über Lockdown-Verschärfungen und die Zukunft von Schulen, Handel, Gastronomie und Kultur verhandelt wird, wird es auf den Straßen Wiens eng werden. Zahlreiche Demonstrationen sind in der österreichischen Hauptstadt für Samstag angemeldet. Um 14.00 Uhr werden zur Demo „Corona und die Wirtschaftszerstörung“ bis zu 20.000 Teilnehmer:innen erwartet. Auch eine Gegendemonstration ist angemeldet. Sie läuft unter dem Titel „Keine Bühne für Verschwörungsideolog:innen“.

Hinzu kommen zahlreiche kleinere Neben-Demonstrationen, wie die Demo „Für ein freies Österreich“, eine Kunst-Kundgebung im Zusammenhang mit den Corona-Maßnahmen und eine Fahrrad-Demo. Einige Demonstrationen gaben mehrere Startpunkte an. Die Polizei Wien erließ vorsorglich ein Platzverbot für das provisorische Parlamentsgebäude und bereitet sich nach eigenen Angaben auf fünf Kundgebungen vor.

Corona in Österreich: Sorge um Coronavirus-Mutation - Krisengipfel zu Lockdown-Verschärfungen

Erstmeldung vom 16. Januar: Wien - Man will sich einfach nicht ganz einig werden im Nachbarland Österreich. Eigentlich stünde eine Lockerung und damit eine Öffnung der Geschäfte hier unmittelbar bevor. Doch besonders die Virus-Mutation B 1.1.7. sorgt in Wien für besorgte Gesichter. Mit der erhöhten Ansteckungsgefahr dieser Form des Coronavirus, befürchten Kanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudolf Anschober eine neue, drastische Infektionswelle. Aktuell sinken die Infektionszahlen noch leicht ab.

BundeslandBurgenlandKärntenNiederösterreichOberösterreichSalzburgSteiermarkTirolWienVoralberg
7-Tage-Inzidenz106,6189134,4132,2256,8129,4108,6122,4106,5
Todesfälle1935811.0051.3673851.4865161.284236

In ganz Österreich wurden am Samstag 1.533 Neuinfektionen gemeldet.
Quelle: Österr. Gesundheitsministerium

Corona: Krisengipfel zur Lockdown-Verlängerung: Österreich feilscht um Öffnungen

Um eine Verschärfung anstelle einer Lockerung der Coronavirus*-Maßnahmen anzustreben, soll ein Krisengipfel neue Lösungen finden. Doch die Verhandlungen ziehen sich. Den gesamten Samstag sind weitere Verhandlungen und Beratungsgespräche angesetzt. Während Kurz und Anschober wohl auf eine weitere Schließung pochen, kämpfen die Länder laut oe24 besonders um eine Öffnung der Geschäfte und Schulen. Der Gipfel soll, so will es oe24 aus Regierungskreisen gehört haben, ein „Zuckerbrot-und-Peitsche-Paket“ und damit einen Kompromiss anpeilen.

Das Zuckerbrot wird dabei voraussichtlich an Handel und Schulen gehen. Die könnten, so die Prognosen, ab 25. Januar den Betrieb langsam wieder hochfahren. Für Schulen würde das einen Schichtbetrieb bedeuten. Schüler würden dann abwechselnd lediglich einen Teil der Woche in die Schule gehen. Auch die Geschäfte wittern Erleichterung: „Wenn die Schulen öffnen, dann wird der Handel wohl auch in einer reduzierten Form aufsperren“, erklärte ein Verhandlungsinsider dem österreichischen Nachrichtenportal. Im Gespräch ist dabei eine FFP2-Maskenpflicht in allen Geschäften, vergleichbar mit der in Bayern.

Corona in Österreich: Bleiben Kultur, Gastro und Hotels bis Ostern zu?

Die Peitsche wird dagegen voraussichtlich an Kultur, Gastro und Hotels gehen. Hier wird eine Schließung bis Ostern diskutiert. Beschlossen ist allerdings noch nichts. Am Sonntag will sich Sebastian Kurz im Kanzleramt mit Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer und dem Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) Wolfgang Katzian beraten. Das Feilschen um den Corona-Lockdown in Österreich wird sich bis in den Sonntag ziehen. (vs) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © kristen-images.com / Michael Kri via www.imago-images.de

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