Corona-Pandemie

Pfizer stoppt Impfstoff-Lieferung nach Israel – „Bananenrepublik“ soll Rechnungen offen haben

Lieferung des Corona-Impfstoffs von Pfizer in Israel (Dezember 2020)
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Die Lieferungen des Corona-Impfstoffs von Pfizer nach Israel wurden gestoppt. (Symbolbild)

Pfizer beklagt das Verhalten seitens Israel bei der Bestellung von Corona-Impfstoff. Der Hersteller hat die Lieferungen jetzt gestoppt. 

Tel Aviv/Washington D.C. – Corona-Impfstoffhersteller Pfizer hat Israel als „Bananenrepublik“ bezeichnet.* Zudem wurden sämtliche Vakzin-Lieferungen seitens des US-Unternehmens gestoppt.

Hintergrund des Ärgers ist offenbar, dass rund 2,5 Millionen Impfdosen nicht bezahlt wurden.* Das berichtet unter anderem die „Jerusalem Post“. Laut Angaben von Angestellten des Pharmaunternehmens sei Pfizer besorgt, dass für die Lieferungen nicht mehr bezahlt werde. Pfizer betonte, dass man alle Bestellungen korrekt ausgeführt habe. Israel sei im Vergleich zur aktuellen Impfstoff-Lieferung in der Vergangenheit ein verlässlicher Partner gewesen.* Für das neueste Pandemiemanagement zeigte Pfizer nun jedoch kein Verständnis – und bezeichnete Israel als „Bananenrepublik“. Das berichtet der Sender „Army Radio“.

Corona in Israel: Pfizer beklagt offene Rechnungen für Impfstoff-Lieferungen

Derzeit arbeite man daran, Verträge zu erneuern, um Israel mit neuem Impfstoff versorgen zu können, teilte Pfizer mit. Auf Nachfrage der „Jerusalem Post“ wollte sich das israelische Gesundheitsministerium nicht äußern.

Israel gilt in der Pandemie als Vorreiter, was die Impfstrategie betrifft. Durch eine relativ hohe Impfquote wurden zuletzt Corona-Lockerungen beschlossen, die beispielsweise Öffnungen von Cafés und Bars beinhalteten. (tu) *fr.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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