Besitzer hatte sie im Stich gelassen

Verlassene Katze musste sterben - trauriges Schicksal bewegt die Menschen

Eine abgemagerte Katze läuft und schaut in die Kamera.
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Katze Lilo konnte ihrem traurigen Schicksal nicht entkommen.

Eine streunende Katze musste im Tierheim eingeschläfert werden. Lilo war vollkommen verwahrlost und abgemagert. Ihr Besitzer hatte sie vermutlich ausgesetzt.

Hamburg - Ihre traurige Geschichte hat kein Happy End gefunden: Die Katze Lilo hat es nicht geschafft, das verwahrloste Tier konnte nicht mehr gerettet werden und verstarb. Lilo kam als Streunerin zum Hamburger Tierschutzverein und eroberte dort die Herzen der Menschen. Ihr früherer Besitzer hatte die Katze augenscheinlich draußen ausgesetzt. Lilo wurde mehrere Wochen oder Monate lang vernachlässigt und war auf sich alleine gestellt. Eine Frau fand die ausgemergelte Katze im Hamburger Stadtteil Horn. Wie deine-tierwelt.de berichtet, lag die 15-jährige Katze völlig kraftlos und ohne Futter in der Kälte. Die Tierschützer setzten alles daran, die Katzen-Oma wieder aufzupäppeln, doch sie musste nun eingeschläfert werden.

Tierschützer: Belohnung für Hinweise zu Lilos Besitzer ausgesetzt

In Deutschland teilen tausende Tiere das Schicksal mit Katze Lilo. Der deutsche Tierschutz schätzt die Zahl der in deutschen Tierheimen aufgenommenen Haustiere auf circa 350.000, wie herz-fuer-tiere.de berichtet. Wenn sich Besitzer nicht mehr um ihr Haustier kümmern können oder wollen, keine Zeit haben oder in Urlaub fahren, landet es oft im Tierheim oder gar draußen, so wie ein Hund in Schleswig-Holstein, der im Wald ausgesetzt wurde (*FR berichtete). Eine Gemeinde will alle Katzen kastrieren lassen*, um die Zahl an Streunern zu verringern.

Vielen verlassenen Tieren kann nicht geholfen werden. Im Fall von Katze Lilo war es wohl Glück, dass jemand auf sie aufmerksam wurde. Gegen Lilos früheren Besitzer hat der Tierschutzverein Anzeige erstattet und eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zu ihm oder ihr führen. Hierzulande gilt das Aussetzen von Tieren nämlich laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes als eine Straftat, die mit Geld- oder Freiheitsstrafen geahndet werden kann.

Im Tierheim entfernten die Mitarbeiter riesige Filzklumpen von ihrem verdreckten Fell. Außerdem musste ihre Schilddrüsenüberfunktion behandelt werden. Doch konnte die Menge an Fürsorge und medizinischem Einsatz das Leid der Katze nur temporär mildern. Ihre Organe versagten schließlich, sodass die alte Katze schweren Herzens eingeschläfert werden musste.

Tierheim: Emotionaler Abschied von Katze Lilo

Auf ihrer Facebook-Seite nahm die Tierschutzorganisation einen emotionalen Abschied von ihrem Schützling. „Du hast uns ganz wach und dankbar angeschaut, gut gegessen und bist noch wie eine alternde Prinzessin umherstolziert, als ob Du sagen wolltest: ‚Noch einmal packe ich das Leben!‘“, schrieben die Tierheim-Mitarbeiter in einem Post. „Mir tut Lilo‘s Geschichte so sehr im Herzen weh“, schrieb eine Nutzerin unter das Foto.

Laut eines Berichts von herz-fuer-tiere.de könnte die gegenwärtige Corona-Pandemie dazu führen, dass die Zahl an ausgesetzten oder im Tierheim abgegebenen Tieren steigen könnte. Denn Menschen würden sich während der Krise voreilig und unüberlegt Haustiere zulegen. *FR ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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