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Lauterbach: Quarantäne für Corona-Infizierte ab 1. Mai nur noch „dringend empfohlen“

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Von: Jennifer Lanzinger

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Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach
Gesundheitsminister Karl Lauterbach wird die Vorgaben zur Corona-Quarantäne lockern. © Bernd von Jutrczenka/dpa

Die bundesweite Inzidenz sinkt laut RKI weiter. Bund und Länder lockern die Quarantäne-Regeln für Corona-Infizierte. Der News-Ticker.

Update vom 4. April, 18.13 Uhr: Ab 1. Mai gibt es für Menschen, die sich mit dem Coronavirus infizieren, eine Lockerung bei den Quarantäneregeln. Dann gilt nur noch eine „dringende Empfehlung“ für eine fünf Tage lange Isolation, wie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach mitteilte. Auf eine entsprechende Regelung einigte er sich am Montag (4. April) mit seinen Länderkollegen.

Corona-Infizierte sollten der Empfehlung nach Kontakte meiden, allerdings gibt es keine Anordnung vom Gesundheitsamt mehr. Ausnahmen bestehen für infizierte Menschen, die in Gesundheits- oder Pflegeeinrichtungen beschäftigt sind. Für diesen Personenkreis soll weiterhin die Absonderung vom Amt angeordnet werden und erst nach fünf Tagen durch einen negativen Schnell- oder PCR-Test enden.

Der Plan der Gesundheitsministerkonferenz sieht zudem vor, dass Kontaktpersonen von Corona-Infizierten ebenfalls „dringend empfohlen“ wird, für fünf Tage in Quarantäne zu gehen. Darüber hinaus sollen sich Infizierte und Kontaktpersonen regelmäßig selbst testen. Bisher waren zehn Tage Quarantäne die Regel, die Isolation konnte bislang mit einem negativen Test nach sieben Tagen beendet werden. Zu einer formellen Anordnung des Gesundheitsamtes kommt es schon jetzt häufig nicht mehr.

Lauterbach (SPD) wertete den aktuellen Stand des Pandemiegeschehens am Montag schon vorsichtig optimistisch. „Der Wendepunkt scheint erreicht zu sein“, sagte er. „Die Fallzahlen gehen zurück.“ Der Abwärtstrend der Inzidenz setzt sich am Dienstag (5. April) fort. Mehr in unserem aktuellen News-Ticker (ab dem 5. April) zur Corona-Pandemie in Deutschland.

Weltärzte-Chef: Corona-Zahlen werden „natürlich“ wieder steigen

Update vom 4. April, 16.41 Uhr: Die Hospitalisierungsrate liegt laut RKI jetzt bei 6,61. Das geht aus dem täglichen Lagebericht hervor. Aufgrund von Meldeverzögerungen dürfte der Wert jedoch deutlich höher liegen. Auf den Intensivstationen in Deutschland werden derzeit 2.201 Covid-19-Patienten behandelt. Davon müssen 848 künstlich beatmet werden. Das geht aus den Daten des DIVI-Intensivregisters (Stand: 16.05 Uhr) hervor.

Update vom 4. April, 13.34 Uhr: Mit dem Ende der Maskenpflicht rechnet der Weltärzte-Chef Frank Ulrich Montgomery mit einem erneuten Anstieg der Corona-Infektionszahlen. „Natürlich werden die Zahlen wieder nach oben gehen. Es wird sehr viele milde Verläufe und ein paar sehr schwere Verläufe geben“, sagte der Mediziner dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die große Mehrheit der Bevölkerung würde sich nun infizieren, schätzt Montgomery. Ungeimpfte Menschen über 60 müssten sich nun isolieren oder ins Risiko gehen. Die Entscheidung der Bundesregierung gegen die Maskenpflicht, bei der sich die FDP durchgesetzt habe, sei eine „Entscheidung gegen die Vernunft“ gewesen. Das verordnete Tragen einer Maske sei kein Eingriff in ein Grundrecht, sondern eine einfache Schutzmaßnahme.

Ende der Maskenpflicht - So viele Deutsche wollen weiter freiwillige eine Maske tragen

Update vom 4. April, 13.29 Uhr: Ohne Maske einkaufen! In weiten Teilen Deutschlands ist die Maskenpflicht Geschichte. Wie stehen die Deutschland tatsächlich zum Ende der Maskenpflicht? Das Ergebnis einer Umfrage mag viele kaum überraschen.

Corona-Impfpflicht ab 18: Parlamentarier legen Antrag auf Eis

Update vom 4. April, 13.08 Uhr: Die Impfpflicht ab 18 Jahren ist vorerst vom Tisch. Die parlamentarischen Befürworter einer allgemeinen Impfpflicht ab 18 Jahren legten das Vorhaben mangels Erfolgsaussichten auf Eis, wie die Initiatoren des Bundestags-Antrags bekannt gaben. Eine Impfpflicht solle es stattdessen nun für Menschen ab 50 Jahren geben. Für jüngere – zwischen von 18 und 50 Jahren soll es eine Beratungspflicht geben, außerdem soll ein Impfregister eingeführt werden.

Update vom 4. April, 12 Uhr: Im Zuge der Corona-Pandemie liefern zwei Studien brisante Erkenntnisse: Die Blutgruppe könnte beim Schutz vor einer Infektion, sowie einem schweren Verlauf entscheidend sein.

Corona in Deutschland: RKI veröffentlicht aktuelle Zahlen

Update vom 4. April, 6.40 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 1424,6 an. Am Vortag hatte der Wert bei 1457,9 gelegen, vor einer Woche bei 1700,6. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 41 129 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.55 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 67 501 Ansteckungen.

Ein Vergleich von Tageswerten wird allerdings aufgrund diverser Verzögerungen in manchen Bundesländern zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Corona in Deutschland: Inzidenz sinkt weiter - Maskenpflicht im Einzelhandel entfällt

Mit dem gestrigen Freedom Day fällt zudem mit der Öffnung des Einzelhandels ab dem heutigen Montag die dortige Maskenpflicht. Bund und Länder hatten ihre Corona-Maßnahmen entsprechend gelockert. Am Freitag war die Maskenpflicht bereits in Berlin gefallen, am Sonntag dann in den meisten anderen Bundesländern.

Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern halten im Rahmen einer sogenannten Hotspot-Regelung aber vorerst an der Tragepflicht fest. Andere Bundesländer verzichteten auf einen Sonderweg. Seit Ende April 2020 war das Tragen einer Maske in Geschäften bundesweit vorgeschrieben gewesen.

Corona: Ende der Maskenpflicht - wenige Sonderwege - große Ketten verzichten auf Tragepflicht

Im Einzelhandel sorgt das Ende für gemischte Gefühle. In einer Umfrage des Handelsverbands Bayern unter Einzelhändlern gab eine knappe Mehrheit an, das Ende der Maskenpflicht für falsch zu halten. 11,7 Prozent der Einzelhändler in Bayern wollen der Umfrage zufolge in ihren Geschäften an der Maskenpflicht festhalten, 77,4 Prozent dagegen nicht über das Hausrecht Masken vorschreiben.

Maskenpflicht
Ein Schild am Eingang eines Schuh-Geschäfts weist auf die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske hin. © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Die großen Handelsketten gehören aber nicht dazu - bei ihnen entfällt die Tragepflicht, etwa bei Rewe, Lidl, Aldi und Edeka im Lebensmittelbereich, beim Möbelhändler Ikea, bei der Buchhandelskette Thalia oder den Textilketten H&M und Primark. Mitunter wird den Kunden aber empfohlen, freiwillig weiterhin Maske zu tragen.

Update vom 3. April, 14.20 Uhr: Er war bereits schon einmal aufgefallen, nun wurde ein Mann aus Sachsen auf frischer Tat ertappt. Er soll sich bereits rund 90 Mal gegen Corona impfen haben lassen, sein perfider Trick ist nun jedoch aufgefallen.

„Freedom Day“ ab Sonntag: Corona-Umfrage zeigt überraschende Masken-Meinung der Deutschen

Update vom 3. April, 12.40 Uhr: Mehr als zwei Jahre beschäftigt die Corona-Pandemie Deutschland und die Welt bereits, ein großer Bestandteil davon war lange Zeit die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr, Einrichtungen oder im Supermarkt. Am heutigen Sonntag läuft diese Maskenpflicht nun vielerorts, beispielsweise in vielen Supermärkten, aus. Trotzdem plant zumindest eine Mehrheit der Menschen in Deutschland vor allem im Supermarkt auch weiterhin auf den Schutz durch die Mund-Nasen-Bedeckung zu setzen.

Bei einer Umfrage für die Bild am Sonntag gaben 63 Prozent der Befragten an, weiterhin eine Maske tragen zu wollen, 29 Prozent möchten das nicht. Acht Prozent der Befragten wollten sich nicht festlegen. Befragt wurden 1001 Menschen vom Institut Insa.

An diesem Wochenende lief die Übergangsfrist für die breit angelegten Corona-Schutzmaßnahmen im Infektionsschutzgesetz aus. Damit endete in fast allen Bundesländern die Maskenpflicht etwa im Einzelhandel und der Gastronomie. Ausnahmen bilden Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern, dort greift die Hotspot-Regelung. Ansonsten gilt bundesweit die Maskenpflicht nur noch im Nahverkehr und in medizinischen Einrichtungen.

Corona-Inzidenz sinkt zum „Freedom Day“ - Deutliche Kritik von CSU-Landesgruppenchef Dobrindt 

Ursprungsmeldung vom 3. April 2022: Berlin - Die Corona-Pandemie scheint sich langsam aber sicher in Deutschland wieder zu entspannen, am Sonntag, 3. April 2022, ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz weiter gesunken. Währenddessen fallen bislang wichtige Corona-Maßnahmen vielerorts weg, für CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt ein verfrühter Schritt.

Corona in Deutschland: RKI meldet aktuelle Zahlen - Werte sinken im Vergleich zur Vorwoche

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist auch am Sonntag weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 1457,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1531,5 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1723,8 (Vormonat: 1174,1). Und auch die Zahl der Neuinfektionen entspannt sich im Vergleich zur Vorwoche. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 74.053 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 111.224 Ansteckungen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 42 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 49 Todesfälle.

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachsen und Brandenburg nicht oder nicht vollständig. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik..

Corona in Deutschland: Dobrindt hält Ende fast aller Schutzmaßnahmen für verfrüht

Rund zwei Jahre nach dem Pandemie-Beginn in Deutschland, fallen an diesem Sonntag viele staatliche Corona-Auflagen wie 2G, 3G oder die Maskenpflicht weg. Für CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt ist der Wegfall dieser Maßnahmen aktuell falsch. „In einer Zeit mit sehr hohen Infektionszahlen ist es verfrüht, fast alle Schutzmaßnahmen zu beenden“, sagte der Chef der CSU-Abgeordneten im Bundestag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er hätte sich ein Festhalten an der Maskenpflicht zum Beispiel beim Einkaufen gewünscht.

Dobrindt appellierte an die Bürger, sich weiter mit einer Maske gegen Corona zu schützen - und zwar nicht nur dort, wo es weiter vorgeschrieben ist wie in Bussen und Bahnen. „Masken tragen bleibt sinnvoll. Auch außerhalb des öffentlichen Personenverkehrs ist es ratsam, weiter zum Eigenschutz Masken zu tragen.“ Der CSU-Landesgruppenchef kritisierte die Linie der Ampel-Koalition in der Corona-Politik: „Die Ampel-Regierung hat mit dem neuen Infektionsschutzgesetz den Instrumentenkasten der Länder abgeschafft und gleichzeitig maximale Rechtsunsicherheit geschaffen.“*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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