Trotz Corona-Geboten

Flughafen München: Lufthansa-Passagier verweigert Mundschutz - Pilot reagiert knallhart

Passagiere beim Einsteigen in eine Lufthansa Maschine – alle tragen Mundschutz.
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Passagiere beim Einsteigen in eine Lufthansa Maschine – alle tragen Mundschutz.

Weil ein Passagier sich weigerte im Flugzeug einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, hat ein Pilot am Flughafen München den Start einer Maschine abgebrochen.

München - Ein Mann hat am Flughafen München für die Unterbrechung eines Abflugs gesorgt. Der 51-Jährige weigerte sich demnach vehement, sich an die gültigen Corona*-Verordnungen zu halten.

Wie die Polizei mitteilt wollte der Mann aus den Niederlanden am Donnerstag (14. Januar) von München aus nach Südafrika reisen. Der Start der Lufthansa-Maschine war gegen 23.00 Uhr angesetzt. Nachdem das Boarding abgeschlossen war und alle Passagiere ihre Plätze eingenommen hatten, bemerkte das Boardpersonal den 51-Jährigen, der ohne den vorgegebenen Mund-Nase-Schutz an seinem Platz saß.

Flughafen München: Mann verweigert Mund-Nase-Schutz - Pilot bricht Start ab

Auch der mehrmaligen Aufforderung einen solchen anzulegen, kam der Niederländer nicht nach. Obwohl die Türen bereits geschlossen waren und das Flugzeug sich über das Rollfeld Richtung Startposition bewegte, entschied sich der Pilot daraufhin, den Start der Maschine abzubrechen. Die Maschine kehrte daraufhin zu ihrer Ursprungsposition zurück. Dort warteten bereits vier Polizisten der Bundespolizeistation des Flughafen München auf den uneinsichtigen 51-Jährigen. Für ihn endete die Reise* auf der Polizeiinspektion.

Corona-Regeln verweigert: Pilot am Flughafen München unterbricht Maschinenstart wegen fehlendem Mund-Nase-Schutz

Das Flugzeug setzte seinen Weg nach Südafrika schließlich mit Verspätung und ohne den Niederländer fort. Dieser muss sich nun wegen einem Verstoßes nach dem Luftsicherheitsgesetz* verantworten. Ob der Niederländer den Mund-Nase-Schutz* bereits vor dem Boarding verweigerte oder diesen erst im Flugzeug abnahm, ist derzeit unklar. Laut Pressesprecher der Flughafenpolizei liegen dazu derzeit keine Informationen vor. Sollte dies der Fall gewesen sein, wäre es fraglich, wie der Mann überhaupt in die Maschine gelangen konnte.

Ob die Airline den Mann künftig von weiteren Flügen ausschließt oder ob der 51-Jährige nach Einsicht und Einhaltung aller Corona*-Regeln wieder mitfliegen darf, obliegt der Fluggesellschaft. Ein Mann ohne die aufgrund der Corona-Pandemie vorgeschriebene Maske erregte bereits im vergangenen Jahr am Münchner Flughafen die Aufmerksamkeit der Bundespolizei - und die Beamten staunten nicht schlecht.

Die Corona-Lage bleibt derweil weiter angespannt. Ab Montag gilt in Bayern eine FFP2-Maskenpflicht*. Doch kommen bald noch schärfere Regeln? Alle Infos lesen Sie immer in unserem News-Ticker*.

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