Pressekonferenz zum Nachlesen

Super-Lockdown in Bayern: Gegenwind für Söder - „Fehlt langsam völlig das Verständnis“

Nach dem Corona-Gipfel ist vor der Kabinettssitzung. Auf dieser wurden wieder einige Sonderwege für Bayern beschlossen. Vor allem beim Einzelhandel und bei der Schule gibt es Neuerungen.

  • Das größte Streitthema im Marathon-Gipfel war der Urlaub. (Update vom 23. März, 10.29 Uhr)
  • Markus Söder* trat nach der Kabinettssitzung mit seinen Ministern vor die Kameras und stellte die Corona-Regeln* für die kommenden Wochen in Bayern vor.
  • Von den Freien Wählern kam massive Kritik (siehe Update vom 24. März, 9.50 Uhr)

+++ Dieser Ticker ist beendet. Die Fortsetzung finden Sie hier.+++

Update von 11.53 Uhr: Wende bei den Oster-Regeln in Bayern? Bayerns Ministerpräsident Markus Söder steht hinter der Entscheidung von Kanzlerin Angela Merkel, den geplanten Corona-Osterlockdown zu stoppen. „Ich habe persönlichen Respekt vor der Erklärung der Kanzlerin. Es ist am Ende besser jetzt abräumen, wenn es rechtlich nicht geht“, sagte er am Mittwoch nach Angaben von Teilnehmern bei der kurzfristig anberaumten Schalte von Bund und Ländern. Letztlich seien die Verfahrensabläufe „auch Teil des Problems“.

Söder wies zugleich darauf hin, dass die zuständigen Ministerien noch in der Nacht der Ministerpräsidentenkonferenz befragt worden seien, ob die Umsetzung der sogenannten Osterruhe rechtlich möglich sei. Über die geltenden Regeln halten wir Sie in unserer Übersicht* auf dem Laufenden.

Update vom 24. März, 9.50 Uhr: Der Lockdown wurde verlängert - auch in Bayern. Doch nach den jüngsten Corona-Beschlüssen wächst der Unmut - unter anderem bei den Freien Wählern. Den Gründonnerstag zum Feiertag zu erklären und damit Leute zu zwingen, am Mittwoch oder Samstag einzukaufen, hält Benno Zierer (Freie Wähler) für eine völlige Fehlentscheidung. Diese sollte besser nochmal überdacht werden. Er schlägt einen verkaufsoffenen Donnerstag vor, um das Geschehen zu entzerren, so der BR.

Zierer vermisst außerdem eine Perspektive für die vom Lockdown besonders betroffenen Branchen - unabhängig von den Inzidenzzahlen. Für die Bevölkerung seien die neuen Beschlüsse kaum nachvollziehbar, kritisiert er. Die Inzidenz solle nicht ausschlaggebend sein. „Die Gastronomie hat super Konzepte, auch der Einzelhandel hat sehr viel Geld in die Hand genommen, um dieses Problem mit der Bevölkerung zu lösen. Und da fehlt jetzt langsam völlig das Verständnis“, zitiert der BR den Abgeordneten.

Super-Lockdown in Bayern kommt: Heftige Kritik von Seiten des Handels - „Bankrotterklärung der Corona-Politik“

Update vom 24. März, 7.05 Uhr: Für den Bayerischen Industrie- und Handelskammertag (BIHK) sind die Beschlüsse des Corona-Gipfels von Bund und Ländern enttäuschend. „Die Stimmung in der Wirtschaft ist auf dem Gefrierpunkt“ so BIHK-Präsident Eberhard Sasse in einer Pressemitteilung. Und findet harte Worte für die Lockdown-Strategie von Bund und Ländern: „Politik ist auch in der Pandemie die Kunst des Möglichen. Dass wir ein Jahr nach dem ersten Lockdown immer noch den Notausgang aus dem Pandemie-Tunnel suchen, kommt einer Bankrotterklärung der Corona-Politik gleich.“ Die Verschärfungen bis zum Ende der Osterferien seien logische Folge der Fixierung auf Inzidenzwerte und der Plan- und Strategielosigkeit. Das Chaos um die ‚Ruhetagsregelung‘ am Gründonnerstag und Karsamstag komplettiere dieses Bild, so Sasse.

Corona in Bayern: Harte Worte vom BIHK-Präsidenten Sasse - Unzufrieden mit Öffnungsperspektiven

Es bleibe unverständlich, dass trotz der Lösungsvorschläge aus der Wirtschaft noch keine bundesweite Test- und Kontaktverfolgungsstrategie vorliege, um mehr Normalität zu ermöglichen. Zahlreiche Betriebe hätten nun bald ein Jahr geschlossen und könnten ohne baldige Öffnung weder das Geschäft noch die zugehörigen Arbeitsplätze retten. Deshalb brauche es eine Neuorientierung der Öffnungsstrategien.

Als einzigen Lichtblick nannte der BIHK-Präsident, „Click&Meet“ für Kunden mit Negativtests auch in Landkreisen mit einem Inzidenzwert zwischen 100 und 200 nach dem 12. April. Für solche Erleichterungen hatten sich die bayerischen Industrie- und Handelskammern eingesetzt.

Update vom 24. März, 6.37 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wird sich am Mittwoch im Landtag mit einer Regierungserklärung zur Corona-Politik seines Kabinetts den Abgeordneten stellen und die weitere Pandemie-Politik abstimmen. Die Staatsregierung hatte am Dienstag beschlossen, wegen der über Bayern hinwegrollenden dritten Corona-Welle bis Ostern keine weiteren Lockerungen der Schutzmaßnahmen zu gewähren. Erst nach den Ferien soll es zu kleineren Erleichterungen kommen, etwa beim Handel oder bei der Außengastronomie.

Kritik dürfte im Landtag von den Abgeordneten der Oppositionsparteien zu erwarten sein. Am Dienstag hatte es vor allem aus der Wirtschaft Unzufriedenheit mit den Beschlüssen gegeben. Gastwirte, Einzelhändler und Kulturtreibende hatten auf Lockerungen über Ostern gehofft, um ihr seit Monaten stillstehendes Geschäft wieder in Gang zu bringen.

Corona-Lockdown in Bayern: Ankündigung zum Studium dürfte viele erleichtern

Derweil gibt es gute Nachrichten für alle Studierenden. Wegen der Corona-Pandemie wird die Regelstudienzeit an Münchens Hochschulen erneut verlängert. Die entsprechende Änderung im Bayerischen Hochschulgesetz beschloss der Bayerische Landtag am Dienstag in Zweiter Lesung, wie das Wissenschaftsministerium mitteilte. Nach dem Sommersemester 2020 und dem Wintersemester 2020/2021 wird damit auch das Sommersemester 2021 nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet. „Unsere Studentinnen und Studenten sollen sich weiterhin keine Sorgen um Bafög-Bezug oder Fachsemester-gebundene Regeltermine und Fristen machen müssen“, sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU).

Update vom 23. März, 17.44 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder wird sich am Mittwoch im Landtag mit einer Regierungserklärung zur Corona-Politik seines Kabinetts den Abgeordneten stellen und die weitere Pandemie-Politik abstimmen. Die Staatsregierung hatte am Dienstag beschlossen, wegen der über Bayern hinwegrollenden dritten Corona-Welle bis Ostern keine weiteren Lockerungen der Schutzmaßnahmen zu gewähren. Erst nach den Ferien soll es zu kleineren Erleichterungen kommen, etwa beim Handel oder bei der Außengastronomie.

Kritik dürfte im Landtag von den Abgeordneten der Oppositionsparteien zu erwarten sein. Am Dienstag hatte es vor allem aus der Wirtschaft Unzufriedenheit mit den Beschlüssen gegeben. Gastwirte, Einzelhändler und Kulturtreibende hatten auf Lockerungen über Ostern gehofft, um ihr seit Monaten stillstehendes Geschäft wieder in Gang zu bringen.

Corona-Beschlüsse in Bayern: Söder geht bei Einzelhandel, Schulen und der Gastro Sonderweg

Update vom 23. März, 13.43 Uhr: Kaum eine Ministerpräsidentenkonferenz und neue Corona-Beschlüsse ohne einen Sonderweg aus Bayern, werden sich viele denken. Und so auch diesmal. Doch wo sonst eigentlich der Freistaat auf die Bremse getreten ist, verblüffte Ministerpräsident Markus Söder jetzt mit Perspektiven und Lockerungsmöglichkeiten. Besonders beim Einzelhandel, aber auch in Schulen und in Kultur und Gastro geht man im Freistaat neue Wege.

Nach dem Super-Lockdown über Ostern, während dem Bayern fünf Tage fast komplett heruntergefahren wird, soll es nach den Osterferien zahlreiche Lockerungen geben. Vor allem das Anheben der Inzidenzgrenze auf 100 im Einzelhandel lässt aufhorchen. Bayern geht auch hier wieder einen Sonderweg. Bisher galt eine komplette Öffnung der Geschäfte bei einer Inzidenz unter 50. Ab diesem Wert kam das „Click & Meet“-Verfahren zum Einsatz. Also shoppen mit vorherigem Termin. Ab dem 12. April dürfen nun aber alle Geschäfte bis zu einer Inzidenz von 100 geöffnet haben, erst darüber greift „Click & Meet“. Begründet hat Markus Söder diesen Schritt mit der relativ geringen Ansteckungsrate im Einzelhandel. Viele Unternehmer gingen sehr verantwortungsvoll mit ihren Möglichkeiten um.

Corona-Beschlüsse für Bayern: Mehr Klassen sollen zurück in den Präsenzunterricht gehen

Auch für die Schüler in Bayern ändert sich nach den Osterferien einiges. So zählen nun die vierten und elften Klassen ebenfalls zu den Abschlussklassen und sollen auch bei einer Inzidenz über 100 im Präsenzunterricht bleiben. Verpflichtend ist aber ein negativer Corona-Test. Außerdem soll es weiter mindestens zweimal in der Woche an Schulen die Möglichkeit für Tests für Personal und Schüler geben. Bei den Kindern würden die Lehrer lediglich als Aufsichtspersonen fungieren und nicht als „medizinisches Personal“, betonte Piazolo noch einmal. Bei einem Inzidenzwert unter 100 sollen ab 12. April alle Jahrgänge wieder in den Wechselunterricht zurückkehren. Für die Kitas ändert sich nichts. Hier wird bei einem Wert über 100 weiter die Notbetreuung angeboten.

Gastronomen und andere Gewerbe dürfen sich, zumindest in manchen Gebieten Bayerns, ebenfalls Hoffnung machen. Söder kündigte in drei bis vier Modellregionen weitere Öffnungsschritte an. So soll über einen Zeitraum von 14 Tagen getestet werden, ob Öffnungen mit engmaschigen Testungen und strengen Schutzkonzepten möglich sind. Welche Regionen dafür ausgewählt werden, ließ der Landeschef aber noch offen.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek bestätigte auf der Pressekonferenz, dass Bayern als Vorreiter beim Impfen in Hausarztpraxen vorangehen werde. Schon ab dem 31. März soll es damit losgehen. Das Impfen solle zunächst mit 1500 Hausarztpraxen aufgenommen werden. Man wolle keinen Tag verstreichen lassen und ein Zeichen setzen, sagte Holetschek. Das Vertrauensverhältnis von Hausärzten und Patienten solle auch zu einer größeren Akzeptanz des Impfstoffs von Astrazeneca führen.

Corona-Beschlüsse: Einzelhandel darf sich auf Lockerungen nach Ostern freuen

Update 13.27 Uhr: Die Pressekonferenz ist jetzt beendet. Markus Söder zeigte sehr optimistisch für die Zeit nach Ostern. Vor allem der Einzelhandel darf sich über weitere Lockerungen freuen. Die Inzidenzgrenze wurde auf 100 erhöht. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zeigte sich dennoch geknickt. Er hatte sich weitere Öffnungen für Gastronomie und Hotellerie gewünscht.

Update 13.23 Uhr: Auch am Inzidenzwert gebe es keinen Weg vorbei, betont Söder noch einmal. Andere Werte seien schwer bestimmbar und auch nicht justiziabel. Man wolle außerdem vom RKI in Erfahrung bringen, wie groß der Schutz für bereits Geimpfte ist. So könnten Ältere wieder in engeren Kontakt mit ihren Angehörigen treten.

Update 13.19 Uhr: Nun beginnt die Fragerunde. Söder will die Teststrategie weiter ausbauen. Außerdem soll die Corona-App verbessert werden. „Die App ist noch ein zahnloser Tiger.“ Schnelltests sollen aber nur für einen selbst von entscheidend sein. Man solle sich nicht Freiheiten freitesten können, so wie es Huber Aiwanger gesehen hätte. Söder betonte auch noch einmal, „wir haben jetzt eine neue Pandemie, nicht einen dritten Aufguß“. Die Mutation stellte Deutschland vor eine neue Situation.

Update 13.14 Uhr: Gesundheitsminister Klaus Holetschek setzt nicht auf das Prinzip Hoffnung. Er setze lieber auf Testen und Impfen. Ab 31. März soll es schon losgehen mit dem Impfen in den Hausarztpraxen. Außerdem werden, wie Söder bereits angekündigt hat, die Schnelltestzentren ausgebaut. Er spricht auch noch einmal sein Vertrauen für den Impfstoff von Astrazeneca aus.

*WERBUNG* Corona-Schnelltest für zu Hause bestellen

Bei Hostlab können Sie offiziell zugelassene Selbsttests bestellen. Lieferstart ist der 25. März 2021.
Jetzt zur Dealseite auf Hostlab (Affiliate-Link)

Corona-Beschlüsse: In Bayern wird weiter auf Tests an Schulen gesetzt

Update 13.12 Uhr: Kultusminister Piazolo zeigte sich noch einmal geschockt gegenüber des Ultimatums seitens des BLLV. „Man will mit diesem Ulitmatum die Impfreihenfolge ändern.“

Update 13.08 Uhr: Piazolo betont noch einmal, dass Lehrer kein medizinisches Personal sind. Sie sollen lediglich überwachen. Er gehe davon aus, dass die Kinder gut mit den Tests umgehen können. Man wolle auch Anpassungen und Schwerpunktsetzungen im Lehrplan umsetzen. Man wolle auch bei der Versetzung in die nächste Jahrgangsstufe nachsichtiger agieren.

Update 13.05 Uhr: Kultusminister Michael Piazolo genehmigt sich noch eine Spitze gegenüber der 15-stündigen-Konferenz in Berlin. Die Koalition in Bayern sei wesentlich effektiver, so der Minister. Nach den Osterferien werden Abschlussklassen auch bei einer Inzidenz über 100 im Wechselunterricht bleiben. Dazu zählen auch die Jahrgangsstufen Q11 und die vierte Klasse. Aber ab einer Inzidenz von 100 gilt eine Testpflicht. Man dürfe nur am Unterricht mit einem negativen Corona-Test teilnehmen, so Piazolo.

Update 13.02 Uhr: Jetzt spricht Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. Er zeigt sich geknickt, dass es jetzt keine Öffnungen geben kann. Er hofft auf den 12. April. Dann sollen die Öffnungsschritte, die für den 22. März geplant waren, umgesetzt werden. Er verspricht sich auch viel von dem Freitesten-Konzept, sodass es mehr Öffnungen geben kann. „Wir können ihnen nicht mehr als das Prinzip Hoffnung bieten.“ Aber es helfe nichts, die Corona-Situation lasse keine andere Möglichkeiten zu.

Update 13.00 Uhr: „Auch ich würde gerne an Ostern wegfahren“, gibt Söder am Ende seiner Rede zu. „Aber es macht keinen Sinn.“ Er äußert auch sich auch kritisch zur Ministerpräsidenten-Konferenz. Er schlägt, vor die Konferenz künftig gleich live zu übertragen, um mehr Transparenz zu erreichen.

Corona-Beschlüsse: Nach Ostern locken neue Lockerungen

Update 12.55 Uhr: Mehrere Jahrgangsstufen in Schulen werden nach den Osterferien zu Abschlussklassen deklariert. „Dazu zählt auch ausdrücklich die vierte Jahrgangsstufe“, betont Söder. Man wolle auch das Testen weiter vorantreiben. Zweimal wöchentlich solle weiter getestet werden. Bei den kleinen Kindern sollen Gurgeltests angewandt werden. Söder greift auch noch einmal das Ultimatum des BLLV auf. Er sieht das Vorgehen des Lehrerverbands als unglücklich an.

Update 12.52 Uhr: Nach Ostern soll es Pilotprojekte im Bereich der Kultur geben. Es bleibt auch bei der bereits Mitte März beschlossenen Öffnungsmatrix. Also dürfe dann auch beispielsweise wieder Außengastronomie geöffnet werden. Im Handel will man jetzt auf die Inzidenz 100 setzen. „Click & Meet“ soll dann aber eine Inzidenz von 100 zum Einsatz kommen.

Update 12.50 Uhr: Nach den Osterferien sollen alle Landkreis zusätzlich Schnelltestzentren bekommen. „Wir wollen bis zu 150 neue Testzentren einrichten“, so Söder. Außerdem sollen drei bis vier Städte mit einer Inzidenz über 100 ausgewählt werden. Dort soll verstärkt getestet werden und Öffnungen sollen beibehalten werden. Nach zwei Wochen wolle man dann eine Bilanz ziehen.

Update 12.47 Uhr: Nun geht Söder auf das Thema Reisen ein. Er kann das Unverständnis in der Bevölkerung verstehen, warum Reisen in den Bayerischen Wald verboten, aber Flüge nach Mallorca möglich sind. Es werde Tests für Reiserückkehrer, egal aus welchem Land geben, bestätigte der Landeschef noch einmal.

Corona-Bescchlüsse: Ostern wird Bayern heruntergefahren

Update 12.44 Uhr: An Ostern wird Bayern runtergefahren. Es sollen der Gründonnerstag und der Ostersamstag zu Ruhetagen erklärt werden. Sie gelten daher rein rechtlich als Feiertage. Nur am Samstag haben die Lebensmittelgeschäfte geöffnet. Es dürfen aber auch nur Lebensmittel verkauft werden. Keine andere Waren. Die Inzidenzgrenze für die Ausgangssperre und die Kontaktbeschränkungen bleibt gleich. Ab einem Wert von 100 gibt es eine Ausgangssperre ab 22 Uhr und die Kontakte werden beschränkt.

Update 12.39 Uhr: Söder fordert alle Menschen auf noch einmal aufzupassen, „Erschöpfung verstärkt die Pandemie“. Seit Mitte Februar gab es einen Anstieg der Zahlen von 85 Prozent. Der R-Wert liege über eins, so Söder. Er freut sich aber vor allem, dass die Impfung wirkt. Die über 80-Jährige haben in Bayern die niedrigste Inzidenz. Vor einigen Monaten war es genau anders herum. Söder bekennt sich auch klar zum Kernwert Inzidenz. Man habe sich noch einmal darauf geeinigt, dass die Inzidenz die entscheidende Grundlage für künftige Entscheidungen bleiben wird.

Update 12.36 Uhr: „Corona liegt bleiern über unserem Land“, beginnt Söder die Pressekonferenz. Die Lage sei aber ernst und sie werde noch ernster werden. Man müsse den Tatsachen ins Auge schauen, „wir haben jetzt eine gefährlichere dritte Welle“. Vorsicht, Restriktion und Motivation sind die Punkte, die in Bayern umgesetzt werden sollen. Bis Ende der Osterferien werde es keine neuen Öffnungen geben, so Söder. An Ostern selbst werde es einen vertieften Corona-Lockdown geben. Nach Ostern soll die Test- und Impfstrategie noch einmal angegangen werden.

Update 12.35 Uhr: Wegen der kurzen Nacht in Berlin und einem Gespräch mit den Freien Wählern beginnt die Pressekonferenz erst eine halbe Stunde später, als ursprünglich geplant. Jetzt geht es los. Markus Söder und die Minister verkünden jetzt die Beschlüsse für den Freistaat. Beginnen wird der Ministerpräsident.

Corona-Beschlüsse für Bayern: Gleich beginnt die Pressekonferenz mit Ministerpräsident Söder

Update vom 23. März, 12.00 Uhr: In wenigen Minuten beginnt die Pressekonferenz in der Bayerischen Staatskanzlei in München. Wie wird Bayerns Weg in der Sachen Corona-Politik in den kommenden Wochen aussehen? Wird es wieder einen Sonderweg geben - beispielsweise was die Ausgangssperre bei zu hohen Inzidenzwerten angeht? Auch die Frage, wie es in den Schulen und Kitas weitergehen wird, wurde mit Sicherheit diskutiert.

Update vom 23. März, 11.35 Uhr: Zur Stunde berät das Kabinett noch über die Umsetzung der Beschlüsse aus dem gestrigen Gipfel. Gegen 12.15 Uhr wird dann die Pressekonferenz mit Ministerpräsident Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Kultusminister Michael Piazolo stattfinden. Gegen 14 Uhr wird es dann einen Trauerakt für die Corona-Toten im Bayerischen Landtag geben. Landeschef Markus Söder wird eine Rede halten. Anschließend gibt es um 14.30 Uhr eine landesweite Trauerminute.

Corona-Gipfel: Urlaub wird zum Streitthema unter den Landeschefs

Update vom 23. März, 10.29 Uhr: Das wohl größte Streitthema des gestrigen Marathon-Gipfels war das Thema Urlaub. Allein deswegen gab es eine mehrstündige Unterbrechung. Grund: Die Küsten-Bundesländer Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen aber auch Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt wollten ihren Bürgern die Möglichkeit offen halten, an Ostern Urlaub im eigenen Bundesland zu machen. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sprach laut BR davon, dass man einem Bürger nicht überzeugend erklären könne, warum er nach Mallorca aber nicht an die Nordsee reisen dürfe. Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin aus Mecklenburg-Vorpommern, brachte als Möglichkeit einen „kontaktlosen Urlaub“ in Spiel. Also ein Urlaub abgeschottet von anderen im eigenen Wohnmobil oder in der Ferienwohnung.

Markus Söder (CSU) hält solch ein Konzept für Bayern für nicht umsetzbar. Laut BR, war der bayerische Landeschef wohl strikt gegen solche Extrawürste. Am Ende wurde der Punkt „Urlaub im eigenen Land“ dann auch wieder gestrichen. Merkel und Söder konnten sich durchsetzen. Und für die Urlauber beispielsweise aus Mallorca soll es jetzt neue Regeln geben. Durch eine Änderung im Infektionsschutzgesetz sollen alle Reiserückkehrer vor ihrer Reise nach Deutschland auf Corona* getestet werden. Bisher galt diese Regel nur für Rückkehrer aus Risikogebieten. Dabei sollen vor allem die Fluglinien die konsequente Testung ihrer Passagiere übernehmen. Ob diese Änderung jedoch juristisch zu halten ist, wird sich noch herausstellen.

Harter Corona-Lockdown zu Ostern: Einigung im Bund-Länder-Gipfel

(Erstmeldung vom 23. März) München - Bis in die Morgenstunden haben Bund und Länder gestern um einen gemeinsamen Corona-Kurs gerungen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder war live im Kanzleramt mit dabei. Es war wieder einmal ein Gipfel der unrühmlichen Superlativen. Der mit der längsten Pause und der mit der längsten Dauer insgesamt. Fest steht, dass der Corona-Lockdown bis 18. April verlängert wird und dass es keine Sonderregeln für die Osterfeiertage geben wird. Hier die Einigung von gestern Abend in einer Übersicht:

Droht harter Corona-Lockdown in Bayern? Hier die Einigungen vom Corona-Gipfel

  • Lockdown-Verlängerung bis 18. April
  • Scharfe und konsequente Notbremse ab einer Inzidenz von 100 für den jeweiligen Kreis oder die Stadt
  • Keine Lockerungen der Kontaktbeschränkungen für Ostern
  • Ausgangssperren bleiben Ländersache
  • Ein Super-Lockdown über Ostern (1. bis 5. April) soll die Infektionszahlen drücken

Welche Corona-Regeln gelten bald für Bayern? Söder verkündet die Neuerungen am Mittag

Wie genau nun Markus Söder diese Vereinbarungen in Bayern umsetzen will und ob für den Freistaat eventuell ein deutlich strengerer Sonderweg droht, erfahren wir um 12 Uhr. Dann will Markus Söder nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts vor die Presse treten und die neuen Corona-Regeln für Bayern verkünden. Wir begleiten die Pressekonferenz hier im Ticker und Live-Stream. Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa/dpa-Bildfunk

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Dutroux-Ex bietet Opfern 20 Euro Entschädigung
Dutroux-Ex bietet Opfern 20 Euro Entschädigung
Ex-Frau von Dutroux verlässt Kloster
Ex-Frau von Dutroux verlässt Kloster

Kommentare