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Pikanter Corona-Bericht aus Österreich: Hunderte Ärzte an Bayerns Grenze lehnen Impfung ab

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Von: Patrick Mayer, Martina Lippl

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Immer mal wieder Corona-Kontrollen: die Tiroler Grenze zu Bayern bei Kufstein.
Immer mal wieder Corona-Kontrollen: die Tiroler Grenze zu Bayern bei Kufstein. © IMAGO / Rolf Poss

In Österreich gehen die Corona-Zahlen durch die Decke. Laut einem Bericht wollen sich Hunderte Ärzte und Pfleger aus Tirol nicht impfen lassen. Der News-Ticker zur Pandemie in der Alpenrepublik.

+++ Dieser News-Ticker zur Corona-Pandemie in Österreich ist beendet. +++

Update vom 12. Januar, 21.30 Uhr: Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) muss weiter in Heim-Quarantäne bleiben. An diesem Mittwoch fiel ein PCR-Test des Regierungschefs aus Wien positiv aus. Das teilte am Abend ein Sprecher mit. Nehammer sei jedoch symptomfrei und voll arbeitsfähig.

Er werde seine Termine in den kommenden Tagen per Video- und Telefonkonferenzen wahrnehmen, hieß es aus dem Kanzleramt weiter. Der 49-Jährige war vergangenen Freitag (7. Januar) positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Corona-Pandemie in Österreich: Simulationsexperte erwartet Höchststand an Infektionen

Update vom 12. Januar, 18.40 Uhr: Omikron dominiert auch das Corona-Infektionsgeschehen in Österreich. „Am Ende der Woche werden wir sicher die bisherigen Höchstwerte vom vergangenen November erreichen und in den Tagen danach auch noch deutlich überschreiten“, erklärte am Dienstagabend der Simulationsforscher Nikolas Popper im Interview mit der ORF-Fernsehsendung „ZIB 2“. Laut Popper komme noch „die Dunkelziffer“ dazu.

Der Wissenschaftler ist Mitglied der staatlichen Krisenkoordination „Gecko“, die die Bundesregierung in Wien maßgeblich berät und politische Entscheidungen vorfertigt. „Rund 90 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher hatten in der Vergangenheit schon mit der Impfung oder dem Virus selbst Kontakt“, erklärte der Experte weiter. „Das heißt, wir werden immer wieder Teilerfolge bei der Immunisierung haben, sodass wir hoffentlich im Herbst endlich in die endemische Phase eintreten.“ Eine endemische Phase hieße dann ein Ende der Pandemie.

Corona-Pandemie in Österreich: Hunderte Ärzte und Pfleger aus Tirol wollen sich nicht impfen lassen

Update vom 12. Januar, 16.15 Uhr: Österreich bereitet in der Corona-Pandemie nach Aussagen von Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Die Grünen) die allgemeine Impfpflicht unter Hochdruck vor und will den Starttermin Anfang Februar beibehalten.

Doch, will sich dann auch jeder gegen Corona impfen lassen? Ein Zwang liegt mit der Pflicht nicht vor, stattdessen drohen saftige Geldstrafen für Impfverweigerer und -skeptiker. Wie die Tiroler Tageszeitung jetzt berichtet, wollen sich allein in dem westlichen Bundesland der Alpenrepublik rund 850 Pfleger und Ärzte aus Altenheimen und Krankenhäusern nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. Dies könne zu personellen Engpässen führen, heißt es in dem Bericht weiter. Tirol hat eine lange Grenze zu Nachbar Bayern und geriet in der Pandemie immer wieder in den Fokus - unter anderem wegen des Wintersport-Ortes Ischgl in den Alpen.

Corona-Pandemie in Österreich: Reihenweise Schul-Klassen müssen ins Distance Learning

Update vom 12. Januar, 15.55 Uhr: Auch in Österreich stehen in der Coronavirus-Pandemie freilich weiter auch die Schulen im Fokus. Wie ist das Infektionsgeschehen bei Kindern zu bewerten, lautet in diesem Zusammenhang eine Fragestellung.

Schon nach den ersten beiden Tagen nach den Weihnachtsferien lässt sich sagen: Es ist hoch, es gibt offenbar viele Ansteckungen. Wie Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) an diesem Mittwoch nach dem Ministerrat mitteilte, wurden bei den festgelegten Antigen-Tests quer durch die Alpenrepublik bislang rund 2300 Infektionen festgestellt. 30 Klassen wurden demnach von den Behörden ins sogenannte Distance Learning geschickt.

Die Klassen dürfen demnach nach fünf Tagen wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren. Laut Polaschek dürfte die Anzahl der Klassen im Distance Learning in den kommenden Tagen weiter steigen. 

Corona-Pandemie in Österreich: Erster „Flurona“-Fall in der Alpenrepublik bekannt

Update vom 12. Januar, 14.57 Uhr: In Österreich ist der erste „Flurona“-Fall nachgewiesen worden. Das habe das Zentrum für Virologie der MedUni Wien bekannt gegeben, wie oe24.at berichtet. Bei einer jungen Frau sei eine Doppelinfektion mit Influenza A (H3N2) und SARS-CoV-2 nachgewiesen worden. Die Patientin habe einen milden Verlauf. Fieber und andere Symptome seien rasch vorübergegangen.

„Flurona“ ist ein nicht wissenschaftlicher Begriff, der zuerst von der israelischen Zeitung ynet.news.com verwendet wurde, nachdem bei einer Schwangeren in Israel gleichzeitig eine Infektion mit Corona und Grippe festgestellt wurde. Das Kunstwort „Flurona“ setzt sich aus dem englischen „flu“ für Grippe und Corona zusammen.

Österreich-Prognose: Corona-Zahlen explodieren wegen Omikron

Erstmeldung vom 12. Januar 2022

Wien - Die Fallzahlen in Österreich sind extrem. Rund 17.000 Coronavirus-Neuinfektionen sind am Mittwoch (12. Januar) gemeldet worden. Noch nie wurden so viele Corona-Fälle gemeldet. Der bisherige Rekordwert wird jedoch schon in den nächsten Tagen geknackt. Davon ist das Covid-Prognosekonsortium überzeugt. Die Experten erwarten bis zu 30.000 Corona-Neuinfektionen pro Tag.

Wahrscheinlich werden spätestens zu Beginn der kommenden Woche die täglichen Corona-Fälle in Österreich* schon über der Grenze von 20.000. Am 19. Januar (Mittwoch) werden diese Werte mit ziemlicher Sicherheit über der 20.000er-Marke liegen. Als Mittelwert nimmt das Konsortium für kommenden Mittwoch 24.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden an, als Obergrenze sogar 32.000 neue Fälle. Das würde eine Verdopplung der Fallzahlen innerhalb einer Woche entsprechen.

Corona-Pandemie in Österreich19. November 202112. Januar 202219. Januar 2022 (Prognose)
Bisheriger Höchstwert von Coronavirus-Infektionen15.80917.00624.000 bis 32.000

Das Prognose-Szenario hält Konsortiums für realistisch. Denn den Höchstwert von täglichen Corona-Neuinfektionen von 17.000 an diesem Mittwoch (12. Januar) hatten die Experten schon vergangenen Woche vorher hergesagt.

Frau in Wien trägt eine FFP2-Maske
Corona in Österreich: Seit dem 11. Januar gilt auch im Freien eine FFP2-Maskenpflicht, wenn zwei Meter Abstand nicht eingehalten werden können. © Martin Juen/imago

Welche Auswirkungen die Omikron-Variante auf die Hospitalisierung hat, ist zunächst noch unklar. Das Prognosekonsortium rechnet mit einem „möglichen Anstieg des Normalpflege-Belags“. Das tatsächliche Ausmaß der Reduktion der Virulenz der Omikron-Variante lasse sich aufgrund fehlender verknüpfbarer nationaler Daten unzureichend nachvollziehen und sei mit Vorsicht zu interpretieren.

Wegen Omikron gelten seit dem 11. Januar in Österreich neue Corona-Regeln. Der Einzelhandel muss nun 2G-Nachweise kontrollieren und im Freien gilt eine FFP2-Maskenpflicht, wenn es nicht möglich ist, ausreichen Abstand zu halten. *Merkur.de und tz.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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