Angriff ohne Vorwarnung

Messerattacke in Offenburg: Arzt erstochen - Haftbefehl gegen Tatverdächtigen erlassen

+
Bei einer Messerattacke in Offenburg wurde ein Mann getötet.

Am Donnerstag hat sich eine Messerattacke in Offenburg ereignet, bei der ein Mann getötet wurde. Nun wurde Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen erlassen.

Update vom 21. August, 10.21 Uhr: Kind des Arztes hat Tat an sich wohl nicht beobachtet

Wie mehrere Medien und unter anderem auch unser Portal berichteten, sei die Tochter des getöteten Arztes während der Tat in unmittelbarer Nähe gewesen und habe sie mitansehen müssen. Laut bo.de gibt es allerdings keine Anhaltspunkte, dass das Kind die schreckliche Tat an sich beobachtet habe. Es soll sich aber in unmittelbarer Nähe des Tatorts befunden haben.

Eine schlimme Messerattacke gab es auch in Chemnitz. Hier starb ein 35-Jähriger nach einem Streit auf dem Stadtfest.

Update 20. August, 15.45 Uhr: Tagesschau rechtfertigt fehlende Berichterstattung

Die ARD-Nachrichtensendung Tagesschau hat über die Messerattacke in Offenburg nicht berichtet. Daraufhin war Kritik an der Sendung laut geworden. Der Chefredakteur hat nun die Entscheidung erklärt und dargelegt, warum die Tagesschau über die Messerattacke in Offenburg nicht berichtet hat und welche Voraussetzungen dafür vorliegen müssten.

Update 18. August, 11.16 Uhr: Messerattacke in Arztpraxis muss Konsequenzen haben

Der tödliche Messerangriff auf einen Mediziner in Offenburg muss nach Ansicht des Präsidenten der Landesärztekammer Baden-Württemberg Konsequenzen haben. „Viele sind natürlich besorgt und überlegen jetzt, einen Alarmknopf einzubauen, wie man das von den Banken schon seit langem kennt“, sagte Ulrich Clever der „Badischen Zeitung“ (Samstag).

Nach einer Erhebung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hätten im vergangenen Jahr 325 Ärzte Gewalt in Praxen erlebt. Vergleichszahlen aus den Vorjahren gebe es allerdings nicht.

Update 17. August, 15.52 Uhr: Haftbefehl erlassen 

Nach der tödlichen Messerattacke auf einen Arzt in Offenburg in Baden-Württemberg ist gegen den 26-jährigen Tatverdächtigen Haftbefehl wegen Mordes erlassen worden. Der Mann wurde nach der Verkündung durch die Haftrichterin am Freitagnachmittag in eine Justizvollzugsanstalt gebracht, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Er soll am Donnerstag den Arzt in seiner Praxis erstochen und eine Praxishelferin verletzt haben. Sein Motiv ist weiterhin unklar. 

Der 26-jährige Verdächtige soll nach bisherigen Ermittlungen ohne Termin in die Praxis gekommen sein und den Arzt sofort mit einem mitgebrachten Messer attackiert haben. Der Mediziner erlag noch in der Praxis seinen schweren Verletzungen. Der Angreifer verletzte zudem eine Mitarbeiterin leicht. Nach der Tat flüchtete der Mann. Er wurde gut eine Stunde später im Zuge einer sofort eingeleiteten Großfahndung in Offenburg festgenommen.

Update 21.08 Uhr: War Tochter des Arztes mit in der Praxis?

Wie eine Nachbarin, die direkt oberhalb der Praxis wohnte, der BILD erklärte, war wohl die zehnjährige Tochter des Arztes mit dabei, als dieser erstochen wurde. „Ich lag noch im Bett, wollte gerade aufstehen, als ich klägliche Schreie hörte“, berichtete Johanna Skopp (73) als Zeugin des schrecklichen Verbrechens. „Die Tochter des Arztes rief mehrere Male laut 'Papa, Papa!'“ Als die  Seniorin die Rollläden hochzog, um auf die Straße zu sehen, entdeckte sie schon überall Blaulicht.

Der Arzt habe nur wenige Straßen von seiner Praxis entfernt gewohnt, seine Tochter sei oft zum Spielen vorbeigekommen. Die alte Dame kann das Verbrechen immer noch nicht fassen: „Das ist fürchterlich, die Schreie seiner Tochter werde ich nie wieder vergessen, ich höre sie immer noch.“

Update 16.40 Uhr: Erste Details zum Täter mitgeteilt

Der Tatverdacht gegen den Festgenommenen habe sich erhärtet, die Hintergründe seien aber unklar. Der mutmaßliche Täter ist 26 Jahre alt und stammt aus Somalia.

Der Täter soll ohne Termin in die Praxis gekommen sein, wo er laut ersten Ermittlungen den Arzt sofort mit einem mitgebrachten Messer attackiert hat. Das Messer ließ der Mann in der Praxis zurück und flüchtete.

Erstmeldung: Tödliche Messerattacke in Offenburg

In einer Arztpraxis in Offenburg in Baden-Württemberg hat es am Donnerstagmorgen eine tödliche Messerattacke gegeben. Ein Mann soll dort den Arzt sowie eine Helferin mit einem Messer gegen 8.45 Uhr attackiert haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Der Mediziner starb demnach kurz darauf, die Frau wurde schwer verletzt. Zum Gesundheitszustand der schwer verletzten Mitarbeitern machten die Ermittler in den Stunden nach der Tat zunächst keine weiteren Angaben. 

Der mutmaßliche Täter flüchtete zunächst. Die Polizei nahm aber kurze Zeit später einen Verdächtigen fest.

Messerangriff in Offenburg fordert ein Todesopfer

Die Polizei fahndete mit einem Großaufgebot nach dem Mann. Auch eine Hubschrauberstaffel, die Hundestaffel und Kräfte der Bundespolizei waren im Einsatz. Gut eine Stunde nach der Tat wurde ein Tatverdächtiger festgenommen.

Gewaltverbrechen in Offenburg.

Messerattacke in Offenburg: Festnahme vermeldet

Es werde jetzt geprüft, ob es sich um den mutmaßlichen Täter handle, sagte ein Polizeisprecher. Die Fahndung sei aber beendet worden. Zu den möglichen Hintergründen der Tat konnte er zunächst keine Angaben machen.

Zur Identität des Tatverdächtigen machte die Polizei keine Angaben. Laut dem Nachrichtenportal baden online sei der Mann „aus dem Offenburger Stadtbild bekannt“.

Lesen Sie auchMänner streiten über Handy – plötzlich sticht einer mit dem Messer zu

afp/cen

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Bundeswehr verursacht Moorbrand nach Waffentest - Katastrophenfall ausgerufen
Bundeswehr verursacht Moorbrand nach Waffentest - Katastrophenfall ausgerufen
Zwölfjährige sitzt nichtsahnend in Wasserrutsche - plötzlich kommt das Unheil von hinten
Zwölfjährige sitzt nichtsahnend in Wasserrutsche - plötzlich kommt das Unheil von hinten
Peggy Knobloch - Polizei bestätigt Teilgeständnis und nennt Details zum Tathergang
Peggy Knobloch - Polizei bestätigt Teilgeständnis und nennt Details zum Tathergang
Fünf Jahre lang vermisst: Auslieferung von Bernhard H. aus Italien früher als angenommen
Fünf Jahre lang vermisst: Auslieferung von Bernhard H. aus Italien früher als angenommen

Kommentare