Auto fuhr „wahllos“ in Menschen

Amokfahrt in Trier: Weitere Details zur Tat bekannt - Zahl der Verletzten steigt nachträglich

Mehrere Menschen sind in der Fußgängerzone in Trier von einem Auto angefahren worden. Es gibt Tote - darunter ein 9 1/2 Wochen altes Baby und zahlreiche Verletzte.

  • In der Fußgängerzone von Trier sind am Dienstag (1. Dezember) mehrere Menschen von einem Auto angefahren worden.
  • Fünf Menschen - darunter auch ein Baby (9 1/2 Wochen) sind ums Leben gekommen. Es gibt auch zahlreiche Verletzte.
  • Ein Video zeigt die Festnahme des mutmaßlichen Täters.
  • Eine Zusammenfassung der Ereignisse finden Sie hier. Dieser Nachrichten-Ticker wird laufend aktualisiert.

Update vom 5. Dezember, 7.24 Uhr: Nach der tödlichen Amokfahrt in Trier mit fünf Toten und 24 Verletzten am letzten Dienstag warnen Experten vor lebenslangen Beeinträchtigungen. Detlef Placzek, Opferbeauftragter der rheinland-pfälzischen Landesregierung, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Der 1. Dezember 2020 wird sich für viele über Jahre, für manche für immer in die Herzen und Seelen einbrennen.“ Auch die Trauma-Expertin Sybille Jatzko aus Krickenbach bei Kaiserslautern betonte: „Viele werden ihr ganzes Leben lang beeinträchtigt sein.“

Placzek sagte, er sei noch am Tag der tödlichen Tat in die Moselstadt gefahren. Er wolle nun alle ermittelten Augenzeugen anschreiben und ihnen Hilfe anbieten. „Das ist eine sehr große Zahl“, sagte der Opferbeauftragte. Allen diesen Bürgern wolle er zeigen, dass sie nicht alleine seien, betonte der Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz in Mainz.

Das gelte auch langfristig: „Wir sind im Gespräch mit der Stiftung Katastrophen-Nachsorge. Wir wollen mit ihr ein Forum bieten, wo sich Opfer austauschen können“, erklärte Placzek. Es gehe um Fragen wie „Warum war ich zu dieser Zeit da?“ oder „Warum hat er das gemacht?“ Der Opferbeauftragte ergänzte: „Wir wissen, dass manche denken, sie kämen alleine zurecht, und dann brauchen sie erst Wochen oder Monate später Hilfe. Es gibt hier kein zeitlich gesetztes Ende.“

Amokfahrt in Trier: Weitere Details zur Tat bekannt - Zahl der Verletzten steigt nachträglich

Update vom 4. Dezember, 13.40 Uhr: Zu der Amokfahrt in Trier am Dienstag werden immer mehr Details bekannt. Der Täter fuhr in seinem Auto mit einer Geschwindigkeit von 81 Stundenkilometern durch die Fußgängerzone in der Simeonstraße. Das habe eine Wegzeitberechnung anhand von sichergestellten Videos für diesen Teil der Strecke ergeben, sagte der Sprecher der Polizei Trier am Freitag. Das schließe nicht aus, dass der 51 Jahre alte Tatverdächtige an anderer Stelle noch schneller gewesen sei.

Die Zahl der Verletzten hat sich inzwischen auf 24 erhöht. „Es haben sich nachträglich noch Leute gemeldet“, erklärte ein Polizeisprecher. Dabei handele es sich um Menschen, die nach der Tat nicht in einem Krankenhaus waren und erst später zum Arzt gegangen seien. Die Zahl der Schwerverletzten sei bei sechs geblieben. Zudem gebe es weiterhin fünf Todesopfer, sagte der Sprecher.

Die Polizei fand nach der Amokfahrt scharfe Munition im Auto. Bislang sei aber keine dazu passende Waffe entdeckt worden, berichtete der Polizeivizepräsident von Trier, Franz-Dieter Ankner, am Freitag in einer Sondersitzung des Innenausschusses des rheinland-pfälzischen Landtags in Mainz. Weil sich Kartons in dem Wagen befanden, seien Sprengstoffexperten eingeschaltet worden, die dann aber Entwarnung gegeben hätten. Es gebe weiterhin keine Hinweise auf Mittäter oder Unterstützer für die Tat.

Amokfahrt in Trier: Ex-Kollege spricht über Täter

Update vom 3. Dezember, 21.24 Uhr: Nach der Amokfahrt in Trier konnte die Polizei einen Mann festnehmen. Der mutmaßliche Täter ist derzeit in Untersuchungshaft. Die Bild spekuliert nun, was einen Menschen zu so einer Tat treibt und hat mit einem ehemaligen Arbeitskollegen des Verdächtigen gesprochen.

Eigentlich ein korrekter Typ“, hilfsbereit und lustig soll der mutmaßliche Amokfahrer gewesen sein. Allerdings habe er wohl schon seit längerem psychische Probleme gehabt, räumt der Ex-Kollege ein, „aber die hat niemand ernst genommen.“

Weiter spricht er von gleich mehreren Schicksalsschlägen, die seinem ehemaligen Mitarbeiter schwer zugesetzt haben sollen. Er verlor wohl seinen Job, die Freundin verließ ihn und dann starben seine Eltern. „Da war sein Geist schon nicht mehr so 100 Prozent da“, glaubt der Ex-Kollege zu wissen.

Aktuell überprüft die Staatsanwaltschaft die Schuldfähigkeit des mutmaßlichen Täters. Konkrete Anhaltspunkte auf einen Ausschluss der Schuldfähigkeit habe der Sachverständige allerdings nicht gefunden, heißt es in einer Mitteilung.

Update vom 3. Dezember, 18.41 Uhr: „Es hilft uns allen sehr, zu sehen, wie groß die Hilfsbereitschaft innerhalb und außerhalb der Stadt Trier ist“, zeigt sich der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) von der Anteilnahme gerührt, „im Angesicht einer so mörderischen Tat stehen die Menschen zusammen.“

Über 100.000 Euro seien bereits auf das Spendenkonto für die Opfer der Amokfahrt eingegangen. Das Rathaus habe mehr als 200 Kondolenz-Schreiben aus aller Welt erhalten.

Update vom 3. Dezember, 16.03 Uhr: Exakt zwei Tage nach der tödlichen Amokfahrt in Trier hat die Stadt am Donnerstag mit einer Schweigeminute der Opfer und Angehörigen gedacht. Um 13.46 Uhr hielten zahlreiche Bürger für vier Minuten inne: So lange hatte die Tat des Amokfahrers bis zu seiner Festnahme gedauert. Auch die Kirchenglocken in der ganzen Stadt läuteten vier Minuten lang.

Vor dem Rathaus kamen der Oberbürgermeister mitsamt Stadtvorstand sowie zahlreiche Mitarbeiter zusammen. An der Porta Nigra, dem zentralen Trauerort, hatten sich Stadtangaben zufolge rund 500 Menschen versammelt.

Bei der Amokfahrt eines 51-Jährigen durch die Trierer Fußgängerzone waren am Dienstag fünf Menschen getötet worden. 18 weitere Personen wurden verletzt, sechs davon schwer.

Die Trauer nach der tödlichen Amokfahrt in Trier ist groß.

Trier von Amokfahrt erschüttert - Menschen gedenken Opfern

Update vom 3. Dezember, 7.37 Uhr: Fünf Menschen - darunter ein Baby - starben, 18 wurden verletzt. In weniger als vier Minuten. Die Trauer der Menschen in Trier ist groß. Vor zwei Tagen raste ein 41-Jähriger mit seinem Geländewagen durch die Fußgängerzone und löschte fünf Leben aus.

Um 13.46 Uhr - genau zu dem Zeitpunkt, an dem die Amokfahrt am Dienstag (1. Dezember) in der Trierer Innenstadt begonnen hatte, läuten am Donnerstag die Kirchenglocken in Trier. Die trauernde Stadt will einen Moment innehalten.

Trier gedenkt der Opfer der Amokfahrt

Update vom 2. Dezember, 21.07 Uhr: Exakt 48 Stunden nach der tödlichen Amokfahrt in Trier wird es am Donnerstag (3. Dezember) eine Schweigeminute für die Opfer und alle Betroffenen geben. Der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) ruft für 13.46 Uhr alle Trierer dazu auf, in Gedenken an die Toten und die Verletzten innezuhalten. Auch die Kirchenglocken werden dann in Trier und vielerorts im gesamten Bistum läuten, wie eine Sprecherin des Bistums Trier sagte.

Amokfahrt in Trier: „Im Mittelpunkt sollten die Menschen stehen, die Leid erfahren mussten“

Update vom 2. Dezember, 15.27 Uhr: Mehr Fokus auf den Opfern der Amokfahrt in Trier, fordert Weiße Ring. „Im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses sollten nie der Täter und seine möglichen Motive stehen, sondern die Menschen, die durch seine Tat Leid erfahren mussten“, teilte der Landesvorsitzende der Opferschutzorganisation in Rheinland-Pfalz, Werner Keggenhoff, am Mittwoch mit. Außerdem sagte er den Betroffenen in Trier rasche und unbürokratische Unterstützung zu. Ehrenamtliche Helfer des Weißen Rings hätten bereits mit der Betreuung begonnen.

Nach Amokfahrt in Trier: Staatsanwaltschaft mit neuen Erkenntnissen

Update vom 2. Dezember, 14.21 Uhr: Mord in fünf Fällen sowie versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung in 18 weiteren Fällen: Der Haftbefehl für den mutmaßlichen Täter aus Trier ist lang. In einer gemeinsamen Pressemitteilung geben Polizei und Staatsanwaltschaft einen Überblick über den Stand der Ermittlungen. Nachdem zuvor Haftbefehl erlassen wurde, ist der dringend tatverdächtige Fahrer des Amok-Wagens in eine Justizvollzugsanstalt überstellt worden. Ein psychiatrischer Sachverständiger soll dann klären, ob der Mann schuldfähig ist oder nicht, da der 51-Jährige im Laufe der Ermittlungen psychiatrisch auffällig gewesen sei. Allerdings „bestehen momentan jedoch keine konkreten Anhaltspunkte für einen vollständigen Ausschluss der Schuldfähigkeit“, heißt es in der Mitteilung. Bis zum gestrigen Abend war man noch von 14 Verletzten ausgegangen. In der Pressemitteilung wurde diese Zahl aber nach oben korrigiert.

Weiterhin ein Rätsel bleibt dagegen das Motiv des mutmaßlichen Täters. In bisherigen Vernehmungen habe er „wechselnde und in Teilen nicht nachvollziehbare Angaben“ gemacht. Weder ein nach-vollziehbares Motiv für die Tat noch Einzelheiten zum Tathergang könne man momentan herleiten. Es gebe allerdings weiterhin keine Anhaltspunkte für eine religiös oder politisch motivierte Tat. Die Befragungen des Tatverdächtigen werden in den nächsten Tagen fortgesetzt. Inhaltlich könne man nicht weiter ins Detail gehen, da es sich weiterhin um eine laufende Ermittlung handele.

Nach Amokfahrt in Trier: Mutmaßlicher Täter in Untersuchungshaft - Haftbefehl wegen Mordes

Update vom 2. Dezember 13.54 Uhr: Nachdem der Fahrer des Wagens, der in Trier fünf Menschen tötete, am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt wurde, hat die Polizei nun Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Unklar ist aktuell immer noch, ob der Angeschuldigte Angaben zu seinem Motiv machte.

Wegen Hinweisen auf eine mögliche psychische Erkrankung war auch die Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung infrage gekommen.

Update vom 2. Dezember, 13.23 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Familien und Freunden der Opfer der Amokfahrt von Trier mit fünf Toten und vielen Verletzten sein Mitgefühl bekundet. Er sprach am Mittwoch von einer „entsetzlichen Gewalttat“. „Den vielen Verletzten, darunter auch Schwerverletzte, wünsche ich vollständige Genesung. Meine Gedanken sind bei ihnen“, sagte Steinmeier weiter. Er habe mit dem Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) gesprochen. „Die Stadt steht unter Schock. Und ich wünsche mir, dass in dieser Situation die Menschen in Trier zusammenhalten.“

Nach Amokfahrt in Trier: Große Betroffenheit in der Stadt - Hunderte denken an die Opfer

Update vom 2. Dezember, 10.43 Uhr: Viele hundert Menschen sind laut Polizei-Angaben zur Trauerfeier in der Innenstadt gekommen. Mit einem ökumenischen Gebet wird dort nun an die Toten und Verletzten gedacht. Nach einer Schweigeminute legen nun viele Blumen nieder. Die Betroffenheit ist groß.

Trauerfeier in der Innenstadt von Trier: Malu Dreyer und Wolfram Leibe mit emotionalen Ansprachen

Update vom 2. Dezember, 10.39 Uhr: Die Ministerpräsidentin bedankt sich für die große Solidarität in ganz Deutschland und über die Grenzen hinaus. Sie verspricht den Betroffenen Unterstützung. Zuvor hatte bereits Oberbürgermeister Wolfram Leibe erwähnt, dass auch Bundespräsident Steinmeier am Telefon sein Beileid ausgedrückt hatte.

Einen Dank richtet Dreyer in ihrer Ansprache auch an die Einsatzkräfte, die am Dienstag die Opfer und Verletzten versorgt und den Amokfahrer gestoppt hatten.

Update vom 2. Dezember, 10.32 Uhr: In der Trierer Innenstadt findet seit wenigen Minuten eine Trauerfeier für die Opfer der Amokfahrt statt. Gekommen sind auch der Oberbürgermeister Wolfram Leibe und Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz. Der Oberbürgermeister eröffnet die Gedenkfeier:  „Trier trauert, Trier leidet, Trier resigniert aber nicht.“ Er habe unter den Opfern auch Bekannte wiedererkannt, berichtet er in seiner Rede. Er kündigt eine weitere Trauerfeier für den Donnerstag um 13.46 Uhr an. Zu genau diesem Moment war die Amokfahrt am Dienstag gestartet.

„Es ist ein trauriger Tag. Es ist ein furchtbares Ereignis in unserer schönen Stadt“, beginnt Dreyer ihre Rede nach den einführenden Worten des Bürgermeisters. „Nichts, wirklich gar nichts, kann diese brutale und schreckliche Tat rechtfertigen“, fährt sie fort. Ihre Gedanken gälten den Opfern, den Verletzten und den Trauernden.

Nach Amokfahrt in Trier: Oberbürgermeister Leibe zeigt sich tief erschüttert

Update vom 2. Dezember, 10.19 Uhr: „Es geht um Mord. Fünf Menschen in der Innenstadt von Trier sind ermordet worden“, sagte der Oberbürgermeister von Trier, Wolfram Leibe (SPD), am Morgen nach der Amokfahrt gegenüber dem SWR. Er zeigte sich nach der Tat tief erschüttert. Die Porta Nigra will er zum Gedenkort erklären. Dort spielte sich ein Teil der dramatischen Szenen ab. „Man braucht einen Ort, wo man seine Blumen niederlegt. Man braucht einen Ort, an dem man an die Menschen denkt“, so Leibe weiter. 

Nach Amokfahrt in Trier: Motive der Tat weiterhin unklar - es gibt kein Bekennerschreiben

Update vom 2. Dezember, 9.59 Uhr: Bisher ist nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministers Roger Lewentz (SPD) kein Bekennerschreiben des Amokfahrers von Trier gefunden worden. Bei der Aufklärung komme es nun auf die Vernehmungen und die Bereitschaft des Tatverdächtigen an, seine Motive offenzulegen, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im Deutschlandfunk. Vielleicht mache der 51-Jährige Angaben. „Wir hoffen es.“

Derzeit gingen die Ermittler davon aus, dass der Amokfahrer ohne jeglichen organisierten Hintergrund gehandelt habe. Es gebe auch weiter keine Hinweise auf ein politisches Motiv. „Auch da muss man abwarten, was die weiteren Vernehmungen ergeben“, sagte Lewentz.

Eine Amokfahrt wie in der Trierer Innenstadt lässt sich seiner Einschätzung nach nur schwer verhindern. „Wenn das Auto zur Mordwaffe wird, dann ist es schwierig zu sagen als Staat, das können wir zu 100 Prozent unterbinden. Nein, das können wir nicht“, sagte der SPD-Politiker im Gespräch mit dem Deutschlandfunk . „Wie wollen Sie etwas verhindern, wenn ein Mensch sich entscheidet, sich ins Auto zu setzen und gezielt Menschen anzugreifen.“

Die Polizei hat ihr Hinweistelefon am Vormittag auch wieder freigeschaltet, nachdem es am späten Dienstagabend vorübergehend geschlossen wurde.

Trier aktuell: Innenstadt nach Spurensicherung wieder freigegeben

Update vom 2. Dezember, 9.34 Uhr: Die Polizei hat die Innenstadt von Trier nach der Amokfahrt am Dienstag mit fünf Toten wieder freigegeben. In der Nacht zum Mittwoch wurden die Absperrungen aufgehoben. „Die Stadt ist wieder frei“, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Es werde zwar noch weitere Ermittlungen in der Stadt geben, dafür seien aber keine Absperrungen mehr erforderlich. Die Spuren in der Fußgängerzone seien am Dienstag bis in die späten Abendstunden gesichert worden. Danach sei noch gesäubert und aufgeräumt worden, gegen 1.00 Uhr sei alles wieder frei gewesen.

Nach Amokfahrt in der Innenstadt: Trier in tiefer Trauer

Update vom 2. Dezember, 6.13 Uhr: Trier trauert. Fünf Menschen - darunter ein Baby (9 1/2 Wochen alt) sind tot. Einen Tag nach der tödlichen Amokfahrt in Trier (Rheinland-Pfalz) ist das Entsetzen groß. Der Vater (45) des kleinen Mädchens kam bei der Amokfahrt ums Leben. Seine Ehefrau und Mutter des Babys wurde mit dem gemeinsamen Sohn (1 1/2 Jahre alt) verletzt in ein Krankenhaus in Trier eingeliefert, berichtete die Polizei. Die weiteren Todesopfer sind Frauen im Alter von 25, 52 und 73 Jahren. 14 Passanten erlitten teils schwere Verletzungen.

Das Motiv des Täters (51) ist immer noch unklar. Mit seinem Sportgeländewagen raste er in „Zickzacklinien“ durch die Trierer Altstadt, überfährt Passanten oder schleudert sie durch die Luft (Zeuge: „Leute flogen durch die Luft geflogen“). Was hat den Mann zu dieser Bluttat getrieben? Die Ermittler haben darauf noch keine Antwort. Hinweise auf einen politischen Hintergrund gebe es nicht, wohl aber auf eine mögliche psychische Erkrankung. „Es ist einfach nur furchtbar“, sagt die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

  • Die ersten Notrufe gehen um 13.47 Uhr am 1. Dezember ein. Ein Autofahrer rast mit seinem PKW durch die Trierer Fußgängerzone und fährt Menschen an, so die Polizei.
  • Um 13.51 Uhr nimmt die Polizei den SUV-Fahrer fest. Bei dem Fahrer handelt es sich um einen 51 Jahre alten Deutschen aus dem Landkreis Trier-Saarburg
Die Trauer in Trier ist groß. Ein 51-Jähriger hat mit seinem SUV fünf Menschen - darunter auch ein Baby getötet.

Trier: SUV rast „wahllos“ in Menschen: Baby unter den Opfern - Fahrer war betrunken

Update vom 1. Dezember, 20.38 Uhr: Inzwischen hat sich die Zahl der Todesopfer in Trier auf fünf erhöht. Wie die Polizei bei Twitter angab, erlag ein fünftes Opfer seinen Verletzungen.

Update vom 1. Dezember 2020, 19.42 Uhr: Nach der tödlichen Amokfahrt in der Innenstadt von Trier haben die Behörden neue Details zum Tatverdächtigen und den Opfern genannt. Demnach gab es bislang vier Tote, darunter ein Baby. Die anderen Opfer sind zwei Frauen (25, 73) und ein Mann (45). Der 51-jährige Festgenommene ist ein in Trier geborener Deutscher. Er wies nach seiner Festnahme einen Atemalkoholwert von 1,4 Promille auf.

Trier aktuell: Auto rast „wahllos“ in Menschen in Innenstadt - Polizei nennt Details zu Todesopfern

Update vom 1. Dezember 2020, 19.28 Uhr: Die Pressekonferenz der Stadt Trier zur mutmaßlichen tödlichen Fahrt eines 51-Jährigen Tatverdächtigen am Mittag ist nun beendet.

Update vom 1. Dezember 2020, 19.26 Uhr: Triers Polizeivizepräsident Franz-Dieter Ankner macht Angaben zu den Todesopfern. Es handele sich um zwei Frauen im Alter von 25 und 73 Jahren, einen 45-jährigen Mann sowie ein neun Monate altes Baby. Alle Opfer stammten aus Trier.

Trier aktuell: Täter war alkoholisiert

Update vom 1. Dezember 2020, 19.15 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Trier ermittelt gegen den mutmaßlichen Todesfahrer unter anderem wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes. Das Motiv ist bislang noch völlig unklar, sagte der leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen. Für ein „terroristisches, politisches oder religiöses Motiv“ gebe es keinerlei Anzeichen.

Möglicherweise habe der 51-jährige Verdächtige psychische Probleme gehabt und sei unter Umständen nicht schuldfähig. Eine Atemprobe ergab einen Alkoholwert von 1,4 Promille bei dem Mann, der nicht vorbestraft ist. Er sei gebürtiger Trierer und habe die letzten Tage in seinem Auto gelebt.

Amokfahrt in Trier - vier Todesopfer

Update vom 1. Dezember 2020, 19.09 Uhr: Nun spricht der Innenminister von Rheinland-Pfalz, Roger Lewentz. Der Fahrer des Wagens habe „Zickzacklinien“ gefahren, um „gezielt Menschen zu suchen und ihnen Leid zuzufügen“. Es gab bislang „vier Todesopfer, fünf Schwerverletzte, fünf weitere erheblich Verletzte und sechs leicht verletzte Menschen“ zu beklagen.

Man müsse „davon ausgehen, dass es ein Täter aus der Region ist mit deutschem Hintergrund.“ Der tatverdächtige Mann wurde innerhalb von vier Minuten nach erster Alarmierung der Polizei festgesetzt.

Trier aktuell: Auto rast „wahllos“ in Menschen in Innenstadt - „Schwärzester Tag nach dem Zweiten Weltkrieg“

Update vom 1. Dezember 2020, 19.03 Uhr: Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe ergreift das Wort. „Es ist der schwärzeste Tag der Stadt Trier nach dem Zweiten Weltkrieg. Ich bin tief erschüttert. Die ganze Stadt ist erschüttert. Es ist schrecklich, wie viel Tote wir haben. Wie viele Verletzte wir haben.“

Unter den Todesopfern seien ein neun Monate altes Baby und eine 73-jährige Rentnerin.  

Update vom 1. Dezember 2020, 18.59 Uhr: Die Pressekonferenz der Stadt Trier sowie der Polizei und der Berufsfeuerwehr der Stadt beginnt in wenigen Augenblicken.

Trier live: Auto rast „wahllos“ in Menschen in Innenstadt - Kleinkind stirbt

Update vom 1. Dezember 2020, 17.44 Uhr: Unter den Opfern des tödlichen Vorfalls in Trier ist auch ein Kleinkind. Wie die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer erklärte, starb das Kind, als ein Auto durch die Fußgängerzone raste. Das bestätigte auch die Polizei.

Der mutmaßliche Fahrer des Wagens wurde festgenommen, die Befragungen des Mannes laufen nach Polizeiangaben noch. Die genaue Zahl der Todesopfer ist ebenfalls noch offen. Die Polizei spricht derzeit von „mehreren Toten“ und „mehreren Verletzten“.

Trier aktuell: Auto rast „wahllos“ in Menschen in Innenstadt - Dreyer „schockiert“

Update vom 1. Dezember 2020, 17.22 Uhr: Auch Malu Dreyer ist mittlerweile vor Ort. Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz zeigte sich „schockiert und erschüttert“. Sie sprach gegenüber ntv von einem „schrecklichen Tag“ vor allem für die Angehörigen der Toten.

Daneben lobte Triers Bürgermeister Wolfram Leibe die Arbeit der Polizei. Die Sicherheit sei sehr schnell hergestellt worden. Nun gehe es auch darum die Opfer und Helfer zu betreuen.

Update vom 1. Dezember 2020, 16.13 Uhr: Um 19 Uhr wollen die Stadt Trier, die Polizei und die Berufsfeuerwehr in einer Pressekonferenz über den Vorfall in der Innenstadt berichten. Dann soll der aktuelle Stand der Ermittlungen zu dem schlimmen Vorfall von heute Nachmittag veröffentlicht werden.

Trier aktuell: Auto rast „wahllos“ in Menschen in Innenstadt

Update vom 1. Dezember 2020, 16.13 Uhr: Nach Polizei-Angaben raste ein 51-Jähriger mit hoher Geschwindigkeit in die Fußgängerzone in Trier. Er war wohl allein in dem Wagen und habe offenbar „wahllos“ Menschen angefahren. Zeugen berichten, dass der Fahrer etwa nicht gehupt habe, das lässt auf eine absichtliche Tat schließen. Nach aktueller Erkenntnis fuhr der Wagen vom bekannten Porta Nigra in Richtung des Hauptmarktes und anschließend in die Fleischstraße. Nach Zeugenangaben raste der Fahrer mit hoher Geschwindigkeit durch die Innenstadt. Es war die Rede von bis zu 100 Kilometern pro Stunde.

Nach einem Bericht von Oberbürgermeister Wolfram Leibe hinterließ der Wagen in der Fußgängerzone eine Spur der Verwüstung. Augenzeugen berichteten, dass Menschen versuchten sich durch einen Sprung vor dem Auto zu retten. Dutzende hätten demnach auf der Straße gelegen, teils regungslos.

Der Fahrer wurde anschließend festgenommen. Die Polizei gab anschließend Entwarnung.

Todeszahlen in Trier steigen - Aktuelle News zur Amokfahrt

Update vom 1. Dezember 2020, 16.00 Uhr: Mittlerweile gibt es mehr als zwei Todesopfer. Das bestätigte ein Polizei-Sprecher in Trier. Auch die Zahl der Verletzten steige weiter. Zunächst war von zehn Verletzten die Rede. Der Trierer Volksfreund berichtet aktuell von vier Toten - darunter ein Kind.

Vorfall in Trier „erschütternd“ - Merkel-Sprecher reagiert geschockt auf Amokfahrt - aktuelle News

Update vom 1. Dezember 2020, 15.57 Uhr: Mittlerweile hat auch Angela Merkels Regierungssprecher Steffen Seibert auf die Amokfahrt reagiert. Der Vorfall sei „erschütternd“, so Seibert via Twitter. Weiter schrieb er: „Die Gedanken sind bei den Angehörigen der Todesopfer, bei den zahlreichen Verletzten und bei allen, die in diesem Moment im Einsatz sind, um die Betroffenen zu versorgen.“

Update vom 1. Dezember 2020, 15.51 Uhr: Die Polizei hat mittlerweile Entwarnung gegeben. Nach der Festnahme des SUV-Fahrers gibt es demnach aktuell keine Gefahr mehr für die Bevölkerung. Das sagte der Sprecher des Präsidiums Trier, Karl-Peter Jochem, am Dienstag.

Trier von Amokfahrt erschüttert: Bürgermeister erschüttert - „sieht aus wie nach einem Krieg“ - News

Update vom 1. Dezember 2020, 15.37 Uhr: Die Innenstadt um Trier ist aktuell weiträumig abgesperrt. Sanitäter und Ärzte sind vor Ort, um Verletzte zu behandeln. Mehrere hundert Einsatzkräfte der Polizei sperren aktuell die Stadt ab. Das berichtet Oberbürgermeister Leibe bei ntv. Demnach gehe es jetzt auch darum Beweise zu sichern.

Der Fahrer raste allem Anschein nach durch die Fußgängerzone von Trier. Dabei fuhr er etliche Menschen an und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Auch Auslagen der Geschäfte wurden quer über die ganze Fußgängerzone verteilt. Oberbürgermeister Leibe sagte zu ntv: „Es sieht aus wie nach einem Krieg“.

Amokfahrt durch Fußgängerzone in Trier: Bürgermeister weint bei Pressekonferenz - Live-Ticker

Update vom 1. Dezember 2020, 15.27 Uhr: Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe informierte nach der Amokfahrt auf einer Pressekonferenz. Dabei brach der Politiker nach Bild-Angaben in Tränen aus. Er berichtete demnach: „Ich bin gerade durch die Innenstadt gelaufen und es war einfach nur schrecklich. Es bot sich ein Anblick des Grauens. Da steht ein Turnschuh eines Mädchens und das Mädchen ist tot.“

Die Polizei sichert den Tatort nahe der Fußgängerzone, in der ein Auto mehrere Menschen erfasst und nach ersten Erkenntnissen zwei von ihnen tödlich verletzt hat.

Trotz der Festnahme gibt es bislang keine Hinweise zur Motivation des Fahrers.

Aktuelle News: Amokfahrt in Trierer Fußgängerzone - Video zeigt Festnahme des Fahrers

Update vom 1. Dezember 2020, 15.21 Uhr: Nach Polizeiangaben wurde der Fahrer des Autos gefasst. Es handelt sich dabei um einen 51-jährigen Deutschen aus der Nähe Trier, wie die Polizei bestätigte. Mittlerweile ist ein Video aufgetaucht, auf dem mutmaßlich die Festnahme des Amok-Fahrers zu sehen ist. Darauf sieht es so aus, als sei der silberne Range Rover von einem zivilen Polizei-Fahrzeug seitlich gerammt und so zum Stehen gebracht worden. Mehrere Beamte nahmen dann den Fahrer fest.

Update vom 1. Dezember 2020, 15.08 Uhr: Nach Angaben der Bild soll es sich bei dem Wagen um einen dunklen Range Rover gehandelt haben. Ein Zeuge soll zudem berichtet haben, dass „Leute durch die Luft geflogen“ seien.

Ein anderer Augenzeuge schilderte gegenüber Focus-Online eine schreckliche Szene in Trier: Es seien „unzählige“ Menschen zur Seite gesprungen - auf der Straße lagen demnach über 30 Personen - teils regungslos. „Das Auto fuhr gefühlt mit 70 bis 80 Stundenkilometern, hupte nicht, sondern gab nur Gas“, so der Zeuge. Die Innenstadt von Trier war demnach sehr gut besucht.

Update vom 1. Dezember 2020, 14.58 Uhr: In der Trierer Innenstadt hat es mehrere Tote und Verletze gegeben, teilt die Polizei Trier via Twitter mit. „Ein Fahrer ist gefasst“, schreibt die Polizei. Zuvor hieß es, eine Person sei festgenommen worden. Weitere Infos würden folgen. Die Versorgung der Verletzten habe absoluten Vorrang.

Live-Ticker: Auto rast durch Fußgängerzone in Trier/Rheinland-Pfalz

Aktuell sind die Hintergründe des Vorfalls noch komplett unklar. Gegenüber dem SWR hatten Augenzeugen berichtet, dass ein Auto durch die Fußgängerzone gerast sei und absichtlich Menschen angefahren habe. Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe sprach zudem von einer Amokfahrt.

Auto rast in Menschen: Tote und Verletzte in Trierer Fußgängerzone

Erstmeldung vom 1. Dezember 2020

Trier - Ein Autofahrer ist mit seinem Wagen durch die Fußgängerzone in Trier (Rheinland-Pfalz) gerast. Nach ersten Informationen gibt es Tote und Verletzte.

Auto rast in Fußgängerzone in Trier - zwei Tote und zehn Verletzte

Der SWR hatte zuvor berichtet, dass bei einer Amokfahrt zwei Menschen ums Leben gekommen und zehn verletzt wurden. Der SWR bezieht sich auf Angaben des Trierer Oberbürgermeisters Leibe. Die Polizei Trier bestätigt den Vorfall via Twitter. Der Fahrer sei nach ersten Erkenntnissen festgenommen worden. Ein Fahrzeug sei sichergestellt worden.

„Wir haben eine Person festgenommen, ein Fahrzeug wurde sichergestellt. Zwei Menschen sind nach ersten Erkenntnissen verstorben. Bitte meidet weiterhin die Innenstadt“, twittert die Polizei.

Die Polizei ist gemeinsam mit Einsatzkräften in der Fußgängerzone in Trier vor Ort. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt. Die Polizei Rheinpfalz appelliert via Twitter: „Bitte verbreiten Sie keine Spekulationen“. Gesicherte Informationen gebe es bei den Kollegen der Polizei Trier. (ml)

Rubriklistenbild: © Jean-Christophe VERHAEGEN / AFP

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