1. meine-anzeigenzeitung
  2. Welt

„Überwältigend“: Nürnberg beteiligt sich an Schienenbrücke für die Ukraine und trifft auf Welle der Unterstützung

Erstellt:

Von: Katarina Amtmann

Kommentare

Hilfsgüter für die Ukraine
Nürnberg beteiligt sich an der Schienenbrücke für die Ukraine. © Doris Groß / Amt für Internationale Beziehungen / Stadt Nürnberg

Der Ukraine-Krieg löst eine Welle der Solidarität in Deutschland aus, auch die Stadt Nürnberg will helfen. Es ist nicht die erste Unterstützungsaktion.

Nürnberg – „Nürnberg beteiligt sich an der Schienenbrücke für die Ukraine und trifft auf Welle der Unterstützung“. So lautet der Titel einer Pressemeldung der Stadt. Gemeinsam mit dem Partnerschaftsverein Charkiw-Nürnberg und „zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern aus der Region und darüber hinaus“ hat die Stadt Nürnberg* drei Container mit Hilfsgütern für die Ukraine zusammengestellt.

Ukraine-Krieg: Nürnberg will helfen – Stadt beteiligt sich an Schienenbrücke

Diese werden als Teil der deutsch-polnisch-ukrainischen Schienenbrücke in das Kriegsgebiet gebracht. Die Zugcontainer werden am kommenden Samstag (26. März) beladen und starten voraussichtlich am Montag (28. März) ihre Reise. Zunächst geht es nach Berlin, von da weiter nach Polen bis in die Ukraine.

Schienenbrücke für die Ukraine – Das enthalten die drei Container

Grundnahrungsmittel: Nudeln, Bohnen, Linsen, Konserven, Babynahrung, H-Milch, Trinkwasser, Säfte, Hygiene- und Desinfektionsmittel und Windeln

Medikamente, Verbandsmaterial, medizinische Instrumente (Spritzen, Schutzkleidung).

Werkzeuge und Schneidgeräte für die ukrainischen Feuerwehrleute, „die unermüdlich versuchen, die Folgen der Bombardierungen zu minimieren, Trümmer zu beseitigen und nach Toten und Verletzten zu suchen“

Zwei Notstromaggregate bereitgestellt von der Nürnberger Flughafen*-Feuerwehr

Powerbanks und Modems, „mit denen die Menschen in der Ukraine Neuigkeiten empfangen und in Kontakt mit ihren geflüchteten Familienangehörigen bleiben können.“

Gesamtwert von 230.000 Euro

Die Summe stammt aus Spenden an den Partnerschaftsverein für „Hilfsprojekte für Charkiw“. Wie auch Sie Ukraine-Flüchtlingen in Bayern helfen können, erfahren Sie hier.*

Schienenbrücke für die Ukraine: Überwältigende Hilfsbereitschaft

Zunächst waren zwei Container für die Schienenbrücke geplant, „aber dank guter Kontakte der Israelitischen Kultusgemeinde konnte der Transport auf drei erweitert werden“, so die Stadt in der Pressemeldung weiter. Die „Hakro Merlins Crailsheim“ schlossen sich dem Nürnberger Hilfstransport an. Der Pressemitteilung zufolge schickten die Basketballer aus Baden-Württemberg am Mittwoch einen Lkw mit weiteren 33 Paletten zur Verladung nach Nürnberg. Inhalt war unter anderem eine Tonne Milchpulver. Auch weitere Grundnahrungsmittel wurden bereitgestellt.

„Ein wichtiger Bestandteil der Hilfsleistung sind rund 700 waschbare OP-Jacken, die ebenfalls dringend in den Krankenhäusern benötigt werden. Der Gesamtwert dieser Waren beläuft sich auf rund 110.000 Euro, von denen 60.000 Euro die ‚Hakro Merlins Crailsheim‘ übernahmen und 50.000 Euro von Spendern kamen“, heißt es weiter.

Nürnberg hilft der Ukraine: Überwältigende Hilfsbereitschaft durch Menschen und Unternehmen

„So einfach war das nicht, Güter in diesen Mengen zu beschaffen“, resümiert Silvie Preußer vom Amt für Internationale Beziehungen. Sie organisierte und koordinierte die Beteiligung Nürnbergs an der Schienenbrücke. „Lieferengpässe aufgrund von Rohstoffmangel und Personalknappheit in den Containerhäfen erschweren die Verfügbarkeit enorm. Überwältigend aber war die Bereitschaft zur Zusammenarbeit und Hilfestellung durch verschiedenste Menschen und Unternehmen. Es helfen so viele mit, ob bei der Beschaffung, der Zusammenstellung oder der Verpackung und Verladung.“

Deutsche Schienenbrücke: 10.000 Tonnen Hilfsgüter auf dem Weg in die Ukraine

So funktioniert die Schienenbrücke

Immer wieder engagiert sich die Stadt Nürnberg für die Ukraine*, insbesondere für die Partnerstadt Charkiw. Charkiw ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Auch der 1. FC Nürnberg hatte Hilfsaktionen gestartet. (kam) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare