In 75 Prozent aller Fälle tödlich

Der unheilbare Nipah-Virus breitet sich weiter aus

In Indien ist der Nipah-Virus ausgebrochen. Die Krankheit verläuft in 40 bis 75 Prozent aller Fälle tödlich. Weil es noch keine Heilung gibt, warnt die WHO vor einer echten Pandemie.

Neu-Delih - Zehn Menschen in Indien an Nipah-Virus gestorben Im Süden Indiens sind mindestens zehn Menschen an dem seltenen Nipah-Virus gestorben. Mehr als 90 Menschen aus dem Umfeld der Opfer seien unter Quarantäne gestellt worden, um eine Ausbreitung des Erregers zu verhindern, teilten die Behörden am Dienstag mit. Bei weiteren Verdachtsfällen stehe das Testergebnis noch aus.

Drei der zehn Toten gehörten einer Familie an - in ihrem Brunnen wurden tote Flughunde gefunden, die als Überträger des Virus gelten. Eine Krankenschwester, die eines der Opfer behandelte, starb ebenfalls.

Nipah ist ein tödlicher Virus, der hauptsächlich von Fruchtfledermäusen getragen wird,

Seit 1998 sind mehr als 260 Menschen in Malaysia, Bangladesch und Indien an dem Virus gestorben. Einen Impfstoff gibt es nicht, die Sterberate liegt laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei 70 Prozent. Eine Infektion mit dem Nipah-Virus führt zu grippeähnlichen Symptomen, qualvollen Gehirnentzündungen und Koma.

Nach Angaben der WHO ist das Nipah-Virus einer von acht Erregern, der eine weltweite Epidemie auslösen könnte, ähnlich wie Ebola und Zika.

Rubriklistenbild: © AFP

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