Projekt gescheitert

Amazon gibt diesen Dienst auf - Nachfolger schon in den Startlöchern

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Das Projekt Amazon Spark ist offenbar gescheitert.

Mit „Amazon Spark“ wollte der Shoppingriese einen Angriff auf Instagram wagen. Der Versuch floppte - doch davon lässt sich Amazon nicht entmutigen.

München - Einen Gegenspieler zu Instagram wollte Amazon mit seinem Dienst „Spark“ aufbauen. Doch damit ist jetzt Schluss. Der Konzern hat den Stecker gezogen und seinen Dienst aufgegeben. Unter der bekannten Internetadresse ist „Amazon Spark“ jedenfalls nicht mehr verfügbar. Die URL leite nun manche User um auf ein neues Angebot von Amazon, berichtet die Website Techcrunch.

Amazon Spark galt als Instagram-Klon

Amazon ist schon lange nicht mehr nur der Shopping-Riese, der das Unternehmen einmal war. Mit Prime Video hat Amazon eine eigene Streaming-Plattform für Serien, Filme und Dokumentationen geschaffen, Audible ist die Plattform, auf der Kunden Hörbücher downloaden können, und mit dem Ableger Game Studios ist das Unternehmen auch in die Entwicklung von Videospielen eingestiegen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis man Instagram, Facebook und Co. auf dem Markt der Sozialen Netzwerke das Wasser abgraben wollen würde.

2017 war es dann so weit: Amazon Spark wurde an den Start gebracht. Das Ziel: Kunden sollten sich über Produkte austauschen können. Es sollten Bilder von gekauften Artikeln hochgeladen, geteilt und kommentiert werden. Auch die Benutzeroberfläche ähnele der von Instagram, urteilt das Portal Techcrunch. Anders als beim großen Vorbild sollte aber nicht im Vordergrund stehen, anderen Usern zu folgen, sondern die Produkte in den Vordergrund zu rücken.

Amazon Spark: Nachfolger heißt #FoundItOnAmazon

Auch wenn Spark seit dem Start im Juli 2017 offenbar nicht den gewünschten Erfolg einbrachte, gibt sich Amazon auf dem Social-Media-Markt noch nicht geschlagen. Mit #FoundItOnAmazon steht gleich der Nachfolger in den Startlöchern. Es ist eine Art Weiterentwicklung. Auch hier geht es darum, die Shopping-Erfahrungen zu teilen.

Im vergangenen Jahr hat Instagram Shopping-Optionen in seine App integriert. Doch das war offenbar nicht der ausschlaggebende Grund, weshalb Amazon Spark nicht wie gehofft angenommen wurde. Laut Techcrunch sollen sich in den ersten 24 Stunden lediglich 10.000 Nutzer für den Dienst angemeldet haben.

Interessanterweise ist #FoundItOnAmazon bereits ein auf Instagram etablierter Hashtag. Mehr als 15.000 Beiträge wurden mit ihm versehen - der Großteil stammt wohl aus der Zeit, bevor Amazon seinen neuen Dienst so genannt hat.

Kürzlich wurde die Marktmacht von Amazon durch eindeutige Zahlen belegt: 46 Prozent aller Online-Umsätze gehen auf das Konto Amazons. Forscher malen ein düsteres Szenario: Amazon könnte langfristig seine Mitbewerber aus dem Markt verdrängen. Das liegt sicherlich auch an den Rabattaktionen, mit denen das Unternehmen immer wieder versucht, Kunden zum Shoppen zu animieren

dg

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