Auch dubiose Mails zu Corona-Hilfen im Umlauf

Bundesregierung warnt vor massivem Corona-Betrug - Abzocke mit erfundenem „Bundesamt“

Viele Unternehmen sind derzeit auf Corona-Hilfen der Regierung angewiesen. Doch es ist Vorsicht vor betrügerischen Mails geboten. (Symbolbild)
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Viele Unternehmen sind derzeit auf Corona-Hilfen der Regierung angewiesen. Doch es ist Vorsicht vor betrügerischen Mails geboten. (Symbolbild)

Betrügerische Mails und ein imaginäres „Bundesamt für Krisenschutz“ - Unternehmen müssen in der Corona-Krise vorsichtig sein, wem sie ihre Daten anvertrauen. Nun warnt die Bundesregierung.

  • Die Bundesregierung warnt derzeit vor Betrügern, die vorgeben, ein „Bundesamt für Krisenschutz“ zu betreiben.
  • Zudem warnte das Wirtschaftsministerium bereits am Mittwoch vor betrügerischen Mails, in denen es um Corona*-Zuschüsse geht.
  • Derzeit laufen die Ermittlungen. 

Berlin - Die Bundesregierung warnt Unternehmen vor Betrügern, die sich als Vertreter eines erfundenen „Bundesamts für Krisenschutz und Wirtschaftshilfe“ ausgeben. Am Samstag sagte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums auf Anfrage, dass ein Unternehmen das Ministerium auf die Betrüger aufmerksam gemacht habe. In der Sache werde bereits ermittelt. Zudem verwies sie auf eine Warnung vor betrügerischen E-Mails mit Bezug zu Corona-Zuschüssen für Unternehmen, die das Wirtschaftsministerium am vergangenen Mittwoch online veröffentlicht hatte. 

Corona-Krise: Wirtschaftsministerium warnt vor betrügerischen Mails

„Derzeit sind betrügerische E-Mails über Corona-Soforthilfen im Umlauf“, heißt es auf der Website des Wirtschaftsministeriums. In den Mails werde unter anderem zur Übermittlung von Dokumenten an vermeintliche BMWi-Adressen wie zum Beispiel corona-zuschuss@bmwi.de.com aufgefordert. „Dabei handelt es sich nicht um eine E-Mail-Adresse des Bundeswirtschaftsministeriums, sondern um eine Fälschung. Bitte senden Sie keinesfalls Unterlagen an die angegebene Adresse“, lautet der Warnhinweis. Das Wirtschaftsministerium prüfe derzeit weitere rechtliche Schritte.

Auf der Website des erfundenen „Bundesamtes“, die in ihrer Optik stark an die Internet-Auftritte der Bundesbehörden erinnert, heißt es: „Aktuell werden in mehreren deutschen Unternehmen Befragungen durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Bundesamtes durchgeführt. Wir wollen gemeinsam mit Ihnen an Strategien für eine nachhaltige Bewältigung der Corona-Krise arbeiten.“ Auf der Seite findet sich auch ein Foto von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

Übrigens: In NRW ereignete sich bereits ein ähnlicher Vorfall: Dort haben Kriminelle die komplette Website eines NRW-Ministeriums gefälscht.

Passend zu den aktuellen Warnungen von Regierung und Wirtschaftsministerium häufen sich die Verdachtsfälle auf Betrug mit Corona-Hilfen* zunehmend. Weitere Informationen dazu erhalten Sie im nachfolgenden Video. (dpa/cia) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

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