„Tragisch und traurig“

Easyjet profitiert von Thomas-Cook-Pleite

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Easyjet/Thomas Cook: Billigflieger profitiert von Pleite 

Easyjet-Konzernchef Johan Lundgren ist mit der Entwicklung des Billigfliegers zufrieden. Von der Thomas-Cook-Pleite hat das Unternehmen profitiert.

Luton - Des einen Leid ist des anderen Freud: Zwar hat der britische Billigflieger Easyjet im abgelaufenen Geschäftsjahr nur ein deutlich gestutztes Gewinnziel erreichen können: Das Unternehmen erwartet ein operatives Ergebnis von fast 430 Millionen Pfund (480 Millionen Euro), erklärte Easyjet-Chef Johan Lundgren zu den vorläufigen Zahlen für das am 30. September beendete Geschäftsjahr. Allerdings konnte man von der Thomas-Cook-Pleite profitieren.

Easyjet-Chef: Thomas Cook zeigt harten Wettbewerb

Die Reisebranche steht nach der Pleite von Thomas Cook vor großen Umwälzungen. Ende September meldete auch die deutsche Tochter Insolvenz an. Viele Urlauber strandeten an ihren Ferienorten. In einem Interview mit welt.de sagte Lundgren über die Pleite von Thomas Cook: „Es ist eine sehr tragische und traurige Situation. Thomas Cook ist eines der weltweit ältesten Reiseunternehmen. Die Pleite zeigt, wie hart der Wettbewerb in der Branche ist und wie notwendig es ist, sich auf neue Kundentrends einzustellen.“

Einige Angebote und Kapazitäten würden wohl verschwinden und einige Angebote würden übernommen, so Lundgren. Der Ferienflieger Condor betreibe weiter seine Flüge. Lundgren sagte, dass er einen kurzfristig positiven Effekt sieht, „weil die Menschen weiter in den Urlaub fliegen wollen, auch wenn es ihr Reiseunternehmen nicht mehr gibt“.

Pleite von Thomas Cook nutzt Easyjet

Easyjet habe bereits im Sommer davon profitiert, dass es Hotels gab, „die mit uns zusammenarbeiten wollten, weil sie nicht sicher waren, wie die Zukunft mit Thomas Cook aussieht“. „Es gibt also höchstwahrscheinlich einen positiven Effekt. Natürlich werden wir uns, wie alle Fluggesellschaften und Reiseunternehmen, anschauen, was aus dem Thomas-Cook-Netzwerk für uns von Interesse sein könnte. Hierzu gibt es aber noch keine Entscheidung.“

dpa/erb

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