Was dahinter steckt

Edeka verbannt Markenprodukte aus den Regalen – Beliebte Süßigkeiten plötzlich weg

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Produkte der Mars-Gruppe wie Snickers sind vom Edeka-Boykott betroffen.

Edeka verbannt Produkte von drei beliebten Marken aus den Regalen, unter anderem eine beliebte Süßigkeit. Die Supermarktkette will damit Druck ausüben.

Hamburg - Gerade zur Weihnachtszeit, wenn Süßwaren besonders beliebt sind, fährt die Supermarktkette Edeka eine harte Strategie. Um bessere Lieferkonditionen zu erreichen, boykottiert Edeka beliebte Produkte von drei Marken und nimmt diese damit aus den Regalen. Die Folge für die Kunden: Sie können (zumindest vorerst) diese Produkte nicht mehr bei Edeka kaufen.

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Edeka boykottiert beliebte Marken: Mars, Red Bull und Heineken betroffen

Bei den Produkten, die Edeka aus dem Sortiment nimmt, handelt es sich um beliebte Artikel der Marken Mars, Heineken und Red BullWie die Lebensmittel Zeitung berichtet, soll es sich bei den Mars-Produkten um 56 Artikel handeln. Darunter M&M‘s, Snickers und Amicelli, aber auch Tiernahrung wie Pedigree zählen dazu. Der Mars-Schokoriegel selbst oder Whiskas bleiben davon verschont, zumindest vorerst. Bei Red Bull boykottiert Edeka insgesamt 21 Artikel, und von Heineken werden 14 Produkte aus dem Sortiment genommen.

Bei Edeka landen (vorerst) Produkte der Marken Mars, Heineken und Red Bull nicht mehr im Einkaufswagen.

Ob und wann die Produkte der Marken Mars, Heineken und Red Bull wieder von Edeka angeboten werden, hängt von dem Entgegenkommen der Konzerne ab. Vorerst bleiben jedoch Nachbestellungen aus, und Kunden müssen auf alternative Produkte zurückgreifen. Während Edeka aber durch Preiskämpfe Produkte aus ihren Regalen nimmt, erweiterte Aldi seine Produktpalette.

Edeka verbannt beliebte Marken-Produkte wegen Preiskampf

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Edeka mit Lebensmittel-Konzernen anlegt. Was aber gerade zur Weihnachtszeit aussieht, als würde Edeka sich damit selbst ins eigene Fleisch schneiden, funktioniert aber bereits dieses Jahr mit Produkten der Marke Nestlé. Nachdem die Supermarktkette mit einem Boykott von Nestlé-Produkten bessere Einkaufspreise erzielen konnte (Merkur.de* berichtete), versuchen sie es nun bei Mars, Red Bull und Heineken. Auch Kaufland legte sich im vergangenen Herbst deswegen mit Großkonzernen an.

Auch wenn es vielleicht manchen Kunden weniger gefallen mag, dass Produkte der genannten Marken fehlen, versucht Edeka so, seine Marktstellung für sich zu nutzen. Als größter Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland und Teil des europäischen Einkaufsbündnis AgeCore hat der Händlerriese eine Marktposition, die die Hersteller unter Druck setzen kann und was Edeka in diesem Fall für bessere Lieferkonditionen nutzen will. Denn auch wenn Edeka der WirtschaftsWoche nach auf Platz 1 der größten Lebensmittelhändler steht, habe das Unternehmen Wachstumsprobleme. Und diese Art von Preiskampf ist für Edeka der einfachste Weg, Kosten durch niedrigere Einkaufspreise zu sparen. Die Möglichkeit die Preise für den Kunden anzuheben, lehnt das Unternehmen dagegen eher ab.

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Frische Austern, Reh-Medaillons oder Champagner: Zu Weihnachten kommt auch in diesem Jahr wieder eine große Zahl edler Speisen in die Regale von Aldi, Lidl und Co. Der kleine Luxus zum Fest hat sich inzwischen zum festen Bestandteil im Angebot der Discounter entwickelt. Kein Wunder, denn zu keiner anderen Jahreszeit sind die deutschen Verbraucher bereit, so viel Geld auszugeben.

„Die Wochen vor Weihnachten sind für den Lebensmittel-Einzelhandel die wichtigsten im ganzen Jahr. In der Weihnachtswoche steigt der Umsatz für die Discounter um 30 Prozent im Vergleich zu einer Durchschnittswoche, für Supermärkte sogar um knapp 60 Prozent“, erklärt der Handelsexperte des Marktforschers Nielsen, Fred Hogen.

Laut einer Nielsen-Studie verbinden 97 Prozent der Bundesbürger Weihnachten mit gutem Essen, „nur“ 90 Prozent mit Geschenken. Im Durchschnitt wollen die deutschen Haushalte in diesem Jahr rund 117 Euro für das Essen an den Festtagen ausgeben, ergab eine aktuelle Umfrage der Unternehmensberatung Deloitte.

Um davon möglichst viel abzubekommen, haben die Discounter Hogen zufolge ihr Angebot an Premium-Produkten zur Weihnachtszeit seit Jahren ausgebaut. „Mit dem Hauch von Luxus wollen sie gegenüber den Supermärkten Flagge zeigen“, meint der Branchenkenner. Doch trotz dieser Bemühungen bleibe die Zeit vor dem Fest die Domäne der Supermärkte wie Edeka oder Rewe.

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