Forderung: "Soli abschaffen"

Wirtschaftsweise senken Wachstumsprognose deutlich

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Die "Wirtschaftsweisen" legen ihr Jahresgutachten vor. Es wird erwartet, dass die Ökonomen ihre Wachstumsprognosen wie zuvor die Bundesregierung herunterschrauben.

Handelskonflikte, Brexit, schwächere Weltkonjunktur, ein heimischer Fachkräftemangel: Droht ein Wirtschafts-Abschwung in Deutschland? Antworten wollen die Wirtschaftsweisen geben - sie dürften auch Forderungen an die Bundesregierung haben.

Berlin -Der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland schwächt sich aus Sicht der Wirtschaftsweisen ab. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung senkte seine Konjunkturprognose.

Die Ökonomen rechnen in ihrem an diesem Mittwoch vorgelegten Jahresgutachten an die Bundesregierung nun für 2018 mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 1,6 Prozent und für 2019 mit einem Plus von 1,5 Prozent. Gründe für das schwächere Wachstum seien ungünstigere außenwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Kapazitätsengpässe etwa wegen des Mangels an Fachkräften.

Die Ökonomen forderten die Bundesregierung auf, den verschärften internationalen Steuerwettbewerb anzunehmen und den Solidaritätszuschlag vollständig abschaffen. Der Soli soll bisher für 90 Prozent der Zahler abgeschafft werden.

Um den Euroraum zu stabilisieren, müsse die Europäische Zentralbank (EZB) den Übergang zu einer normalen Geldpolitik erfolgreich bewerkstelligen, heißt es. "Es besteht die Gefahr, dass die geldpolitische Wende zu spät kommt."

Bei der hohen Preisdynamik auf dem deutschen Immobilienmarkt seien Maßnahmen zur Ausweitung des Angebots angezeigt. "Die Mietpreisbremse setzt nur an Symptomen an und ist nicht zielführend. Sinnvoll sind Reformen der Grund- und Grunderwerbsteuer sowie eine Stärkung des Wohngelds. Der soziale Wohnungsbau sollte besser ausgestaltet werden."

dpa

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